Endlos Turbo Short 0,918 auf EUR/GBP: Hält die jüngste Pfund-Stärke an? Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 15.11.18 15:00
Endlos Turbo Short 0,918 auf EUR/GBP: Hält die jüngste Pfund-Stärke an? Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Währungspaar EUR/GBP (ISIN EU0009653088 / WKN 965308) einen Endlos Turbo Short 0,918 (ISIN DE000DD7Q9Y8 / WKN DD7Q9Y) mit dem Basiswert EUR/GBP vor.

In Großbritannien habe sich die Konjunkturdynamik im dritten Quartal erneut verstärkt. Das Statistikamt ONS (Office for National Statistics) habe auf Basis einer ersten Schätzung einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,6% gegenüber dem Vorquartal gemeldet. Das sei das größte Plus seit dem Schlussquartal 2016 gewesen. Im ersten Quartal 2018 habe die britische Wirtschaft nur um 0,1% expandiert, im zweiten Quartal habe sich das Wachstum auf 0,4% erhöht.

Im dritten Quartal habe die Wirtschaft vor allem von einem robusten privaten Konsum profitiert. Deshalb habe im Vereinigten Königreich insbesondere im Juli der Konjunkturmotor gebrummt. Die Statistiker hätten in diesem Zusammenhang auf positive Effekte durch das warme Wetter und die Fußball-WM verwiesen. Im August und September habe die britische Wirtschaft dagegen stagniert. Und auch weitere Daten würden Hinweise darauf geben, dass die Wachstumsdynamik wieder nachlassen könnte.

So habe beispielsweise die Industrieproduktion im September sowohl gegenüber dem Vormonat als auch im Vorjahresvergleich gestockt. Hierunter zusammengefasst seien die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe, im Bergbau sowie bei den Versorgern. Die beiden Letztgenannten hätten dabei Produktionsrückgänge verzeichnet, was das Gesamtergebnis belastet habe. Einen Lichtblick habe dagegen das Verarbeitende Gewerbe geliefert, das etwa 80% der gesamten Industrieproduktion ausmache. Hier habe die Produktion im September zum Vormonat um 0,2% zugelegt, nachdem es im August noch einen Rückgang von 0,1% gegeben habe. Ob sich der positive Trend kurzfristig fortsetzen kann, scheint unseres Erachtens jedoch fraglich, so das DZ BANK-Derivate-Team.

Zuletzt hätten auch Frühindikatoren auf eine mögliche Verlangsamung der konjunkturellen Dynamik hingedeutet. So habe sich beispielsweise die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober überraschend deutlich eingetrübt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sei zum Vormonat von 53,6 auf 51,1 Punkte gefallen. Er habe damit das niedrigste Niveau seit Juli 2016 erreicht. Seinerzeit habe kurz zuvor das Brexit-Referendum stattgefunden. Noch würden die Verhandlungen laufen, zu welchen Konditionen der Austritt erfolgen solle. Ebenfalls verhandelt werde über die Ausgestaltung der künftigen wirtschaftlichen Beziehungen.

Die Nachrichten in diesem Zusammenhang würden daher aktuell auch wesentlich mehr die Entwicklung des Pfund Sterling (GBP) als die Konjunkturdaten prägen. Je nachdem, wie sich die Ergebnisse der Brexit-Verhandlungen konkret gestalten würden, könnte dies zu größeren Ausschlägen des Britischen Pfunds in die eine oder andere Richtung führen, was bei entsprechenden Investments in das Pfund zu berücksichtigen sei. Ein potenziell belastender Faktor für die britische Währung wäre ein ungeordneter EU-Austritt. Daran dürften jedoch weder Großbritannien noch die EU Interesse haben, weshalb sich nach unserer Einschätzung beide Parteien letztlich einigen dürften, so das DZ BANK-Derivate-Team. Am 12. November hätten Unterhändler der britischen Regierung gemeldet, dass man sich mit den Unterhändlern der EU auf einen Entwurf für das Brexit-Abkommen geeinigt habe. In den kommenden Wochen müssten nun das britische Parlament und die EU-Staaten das Abkommen billigen. Sollte sich die Einigung als tragfähig erweisen, könnte dies das Pfund weiterhin stützen.

Zuletzt habe die britische Währung bereits Stärke gezeigt, so auch zum Euro. Beim Wechselkurs EUR/GBP sahen wir Ende August bei 0,9099 GBP ein Verlaufshoch, an das sich eine Abwärtsbewegung anschloss, so das DZ BANK-Derivate-Team. Im Zuge dieser Abwärtsbewegung rücke nun das Zwischentief von April dieses Jahres bei 0,8621 GBP in den Fokus. Sollte diese Marke erreicht und dann unterschritten werden, könnte dies nach unserer Ansicht als ein Signal für eine anhaltende Pfund-Stärke gewertet werden, so das DZ BANK-Derivate-Team. Ein erstes Ziel in dem Szenario eines weiter erstarkenden Pfunds könnte dann das Tief von April 2017 bei 0,8314 GBP sein. Mögliche Stopps für ein solches Szenario könnten je nach Risikobereitschaft über den Verlaufshochs bei 0,8774 GBP oder 0,894 GBP platziert werden.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos-Turbo Short auf das Währungspaar EUR/GBP die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Wechselkurses gehebelt nach. Auf den Basiswert EUR/GBP stünden Anlegern verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Short mit einer aktuellen Knock-Out-Schwelle von 0,918 GBP. Werde die Knock-Out-Schwelle berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 13.11.2018) (15.11.2018/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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