Endlos Turbo Short 1,8525 auf EUR/AUD: China ist der Katalysator - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 03.12.20 11:00
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Währungspaar EUR/AUD (Australischer Dollar) (ISIN EU0009654748 / WKN 965474) einen Endlos Turbo Short 1,8525 (ISIN DE000DF56HT5 / WKN DF56HT) mit dem Basiswert EUR/AUD vor.

China habe jüngst vorübergehende Anti-Dumping-Zölle auf australischen Wein verhängt. Damit hätten die politischen Auseinandersetzungen weitere Handelsbeschränkungen nach sich gezogen. Vor kurzem habe China bereits Importverbote u.a. für Kohle und Kupfer aus Down Under erlassen. Derartige Maßnahmen seien ein potenzielles Risiko für die australischen Exporte und damit die Wirtschaft des Landes. Denn das Reich der Mitte sei der wichtigste Handelspartner und der wichtigste Abnehmer für australische Waren und Erzeugnisse.

Gerade einige Rohstoffe wie Kohle und Kupfer seien jedoch essenziell wichtig für das chinesische Wirtschaftswachstum, weil sie zur Energieerzeugung und für Infrastrukturprojekte benötigt würden. Deshalb gehen wir davon aus, dass beide Länder über kurz oder lang Anstrengungen unternehmen werden, die in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich verschlechterten Beziehungen wieder zu verbessern, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Das gelte nach Erachten von Marcus Landau auch vor dem Hintergrund des im November vereinbarten Freihandelsabkommens RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership), zu dem neben China und Australien weitere 13 Volkswirtschaften aus dem asiatisch-pazifischen Raum gehören würden. Denn mit diesem Abkommen, das nach achtjährigen Verhandlungen unterzeichnet worden sei, könnte letztlich der Druck auf China zunehmen, sich an Handelsregeln zu halten.

Die große Abhängigkeit der australischen Konjunktur vom chinesischen Wirtschaftswachstum habe in den vergangenen Wochen zu Aufwertungsdruck beim Australischen Dollar geführt - auch zum Euro. Denn gerade "Rohstoffwährungen" hätten von der Outperformance der chinesischen Konjunktur profitiert. Der Wechselkurs EUR/AUD habe sich damit dem unteren Ende der seit April gebildeten Handelsspanne genähert. Hier befinde sich zwar aus technischer Sicht bei etwa 1,60 bis 1,61 AUD eine Unterstützung. Es gebe jedoch fundamentale Aspekte, die nach Erachten von Marcus Landau für einen Bruch sprechen könnten. In diesem Fall sehen wir weiteren Abwärtsspielraum in den nächsten zwölf Monaten bis in den Bereich von 1,51 AUD, so Marcus Landau von der DZ BANK weiter.

China bleibe dabei nach Erachten von Senior Manager Landau der vorrangige Katalysator. Im Reich der Mitte laufe die Konjunktur inzwischen wieder weitestgehend rund. Das Land stelle damit im internationalen Vergleich eine positive Ausnahme dar. Für das Gesamtjahr 2020 erwarte man ein BIP-Wachstum von 1,8% (2019: 6,1%). Im nächsten Jahr gehe man aufgrund von einer kräftigen Corona-Erholung sowie anderen Nachholeffekten von einem BIP-Anstieg von 8,8% aus.

Eine starke Entwicklung der chinesischen Konjunktur sollte auch weiterhin der australischen Wirtschaft zugutekommen. Auch hier hätten sich die negativen Corona-Auswirkungen im laufenden Jahr vergleichsweise in Grenzen gehalten. Einen stützenden Effekt hätten die Konjunkturmaßnahmen der Regierung, was insbesondere dem Konsum zugutekomme. Andere Wirtschaftszweige wie der Tourismus seien aber weiterhin ein potenziell belastender Faktor für die Wirtschaft des Landes. Nach einem erwarteten BIP-Rückgang von 3,1% für 2020 gehen wir für nächstes Jahr jedoch von einem Wachstum von 2,5% aus, so Marcus Landau von der DZ BANK.

Entsprechend sehe Senior Manager Landau keinen Abwertungsdruck durch weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Die australische Notenbank habe ihren Leitzins seit Anfang März dreimal auf das Rekordtief von 0,10% gesenkt. Auf der jüngsten Notenbanksitzung habe es keine Änderungen gegeben. Zinserhöhungen als Katalysator für eine Aufwertung des Australischen Dollar erwarte man ebenfalls nicht. Die Notenbank des Landes gehe mindestens für die nächsten drei Jahre davon aus, ihren Leitzins nicht anzuheben.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert EUR/AUD stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 1,8526 AUD sowie einer Knock-Out-Barriere von 1,8526 AUD. Das Produkt eigne sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen möchten. Der Endlos-Turbo Short auf den Basiswert EUR/AUD habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (Euro-Fixing, das von der Europäischen Zentralbank täglich um 14:15 Uhr MEZ festgestellt werde) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme.

Dieses Produkt sei nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/AUD-Wechselkurses habe damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Der EUR-Gegenwert werde am Ausübungstag auf Basis des von der Europäischen Zentralbank um 14:15 Uhr MEZ festgestellten EUR-Fixings errechnet. (Stand vom 02.12.2020) (03.12.2020/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: aktiencheck


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