Erste Asset Management ist Marktführer bei nachhaltigen Fonds in Österreich - Fondsnews

Mittwoch, 13.05.15 14:28
Erste Asset Management ist Marktführer bei nachhaltigen Fonds in Österreich - Fondsnews
Bildquelle: iStock by Getty Images
Wien (www.fondscheck.de) - Die Erste Asset Management nimmt eigenen Angaben zu Folge die klare Marktführer-Rolle bei nachhaltigen Investments in Österreich ein, so die Experten von "FONDS professionell".

Per 30. April 2015 verwalte sie ein nachhaltiges Anlagevolumen von 3,9 Milliarden Euro, habe die Gesellschaft heute bekannt gegeben. In den letzten fünf Jahren habe sich dieses Volumen um gut 70 Prozent erhöht, unterstreiche CIO Gerold Permoser die steigende Bedeutung einer Veranlagung, die die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungsmaßstäbe ergänze.

In den nächsten Jahren werde der aktive Dialog mit Unternehmen und Stakeholdern, also allen, die am Wohlergehen von Unternehmen interessiert seien, weiter ausgebaut und professionalisiert. Permoser, der in Personalunion den Bereich nachhaltige Investments der Erste Asset Management leite, werde in der Bewertung und Analyse der Unternehmen in nachhaltigen Fonds von einem sechsköpfigen Team unterstützt. "Wir führen einen aktiven Dialog mit Unternehmen, in die wir investieren oder die für eine Veranlagung in Frage kommen. In Form von Briefen, Conference-Calls und Unternehmensbesuchen werden Auskünfte erbeten und oft auch Verbesserungen eingefordert."

Vertreter der Erste Asset Management würden Hauptversammlungen von Unternehmen besuchen, in die sie mit ihren Aktienfonds investiert sei, und würden dort mit abstimmen. Diese Aktivitäten würden unter dem Begriff "Engagement" zusammengefasst. Darüber hinaus nutze die Erste Asset Management ihre Stimmrechte in nachhaltigen und traditionellen Fonds, um im besten Interesse der Investoren zu handeln. Dabei bediene sie sich auch internationaler Agenturen wie ISS oder GES. "2014 wurden die Stimmrechte bei 178 Unternehmen wahrgenommen, heuer werden es wohl schon ca. 260 werden", schätze Permoser.

Mittlerweile würden in Vereinigungen wie den Prinicpiles for Responsible Investment (PRI) nachhaltige Volumina gebündelt, um den Druck auf Konzerne zu erhöhen, sich stärker im Sinne nachhaltiger Grundsätze zu engagieren. Ein aktuelles Projekt, dem auch die Erste Asset Management beigetreten sei, sei eine Untersuchung der Arbeitsnormen in der landwirtschaftlichen Zuliefererkette. Hier hätten Asset Manager mit einem gebündelten Vermögen von 2.200 Milliarden US-Dollar 37 Unternehmen kontaktiert, von denen 34 in den Dialog eingetreten seien. Neun Unternehmen hätten erklärt, ihre Prozesse zu überdenken, bei 16 sei der Ausgang des Dialogs offen. Lediglich neun seien nicht bereit gewesen, sich zu verändern. "Durch den Dialog mit Unternehmen bekommen wir ein besseres Verständnis der Unternehmen und deren Strategie. Dies erlaubt uns ein tieferes Verständnis des fairen Unternehmenswertes", ergänze Permoser. (13.05.2015/fc/n/s)


Quelle: ac


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