Eurozone: Inflation klettert auf Rekordwert - Energiepreise steigen um 26 Prozent

Donnerstag, 20.01.22 11:30
Eurozeichen vor der Europäischen Zentralbank
Bildquelle: fotolia.com
LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Inflation im Euroraum hat Ende 2021 einen Rekordwert erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung wurde bestätigt. Damit liegt die Inflationsrate so hoch wie noch nie seit der Einführung des Euro. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate 4,9 Prozent betragen. Auch dies war bereits ein Rekord gewesen.

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Getrieben wurde die Inflation einmal mehr durch einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um knapp 26 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren 3,2 Prozent teurer als vor einem Jahr. Ohne Energie, Lebens- und Genussmittel stieg das Preisniveau um 2,6 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Maß für den Inflationstrend angesehen.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird schon seit längerem deutlich überschritten. Eine Zinserhöhung ist aber nicht in Sichtweite, denn die EZB sieht die Inflation vor allem durch Sonderfaktoren getrieben. Im Laufe des Jahres rechnet sie mit einem Rückgang der Teuerung. Andere große Notenbanken wie die US-Zentralbank oder die Bank of England haben dagegen Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung in Aussicht gestellt oder bereits vollzogen./bgf/la/mis



Quelle: dpa-AFX


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