Euwax Trends am Vormittag: Konjunktursorgen drücken DAX deutlich ins Minus - Anleihenbarometer markiert Rekordniveau

Donnerstag, 18.08.11 12:46
LED Tafel an Außenbereich eines Gebäudes
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Ein Mix aus schlechten Vorgaben und Konjunktursorgen hat dem DAX am Donnerstag bereits zu einem schwachen Start in den Tag verholfen. Die gesenkten Wachstumsprognosen von Morgan Stanley für die Volksrepublik China und Taiwan im kommenden Jahr wirkten sich dabei besonders belastend aus. Sowohl der Nikkei 225 als auch der Hang Seng Index verloren 1,3 Prozent, der DAX startete mit einem Minus von rund zwei Prozent. Im Laufe des Vormittags gab es zwar keine neuen Nachrichten, die US-Futures sorgten aber für Abgabedruck. Notierten der Dow Jones Index und der S&P 500 zum DAX Start noch mit einem Minus von rund einem Prozent, so war der Abschlag vorbörslich bis auf zwei Prozent angestiegen. Bis auf 5.697 Zähler verlor das Deutsche Aktienbarometer im Tagestief, um die Mittagszeit beträgt das Minus noch 3,3 Prozent oder 195 Punkte auf 5.755 Zähler.

Mit den Konjunkturängsten richten sich die Blicke bereits auf die am Nachmittag anstehenden Zahlen wie beispielsweise den Philly-Fed-Index. Er misst die Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia. Volkswirte erwarten für August einen Indexstand von plus 1,5 nach plus 3,2 Punkten im Vormonat. Mit dem Empire-State-Manufacturing-Index hat der erste regionale Frühindikator für die USA bereits enttäuscht. Darüber hinaus steht die Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung auf dem Programm. Hier lautet der Ökonomenkonsens auf einen Anstieg um 5.000 binnen Wochenfrist.

Der massive Kursrückgang hat in Stuttgart auch einige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Der Sentiment Index notiert seit der Börseneröffnung im Plus und ist auch nach dem Kursrutsch im grünen Bereich zu finden. Anleger setzten weiterhin mehrheitlich auf eine Erholung des DAX.

Der Bund-Future kann von den Turbulenzen profitieren und markierte bei 135,03 Punkten ein neues Rekordhoch. Damit ist die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,15 Prozent zurück gegangen – die Inflationsrate lag in Deutschland im Juli bei 2,6 Prozent. In Stuttgart halten einige Anleger den Anstieg für übertrieben und setzen mit Puts auf einen Kursrückgang des Deutschen Anleihenbarometers.

Nach der Kaufempfehlung eines auf Hebelprodukte spezialisierten Newsletters sind Calls auf das Devisenpaar Euro / US-Dollar in Stuttgart gesucht. Die Redakteure verweisen auf die Diskussion um die Einführung von Eurobonds. Sollten diese tatsächlich kommen, könnte dies nach Ansicht der Redakteure dem Euro Auftrieb verleihen.



Quelle: boerse.de

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