Express-Zertifikat auf LANXESS: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 15.04.21 12:30
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
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Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Express-Zertifikat Relax 01/2026 (ISIN DE000DK0VKK6 / WKN DK0VKK) von der DekaBank auf die LANXESS-Aktie (ISIN DE0005470405 / WKN 547040).

Die Corona-Krise habe weltweit zahlreichen Unternehmen zugesetzt. Auch der Chemiekonzern LANXESS habe die Auswirkungen zu spüren bekommen. Zwar habe 2020 unter dem Strich ein Konzernergebnis von 885 Mio. Euro gestanden und damit mehr als vier Mal so viel wie im Vorjahr. Das habe jedoch an einem Sondereffekt gelegen - dem Verkauf der Beteiligung am Chemieparkbetreiber Currenta.

Operativ sei es hingegen weniger rund gelaufen. Der Umsatz sei um gut zehn Prozent auf 6,1 Mrd. Euro zurückgegangen. Das Betriebsergebnis sei um 15,4 Prozent auf 862 Mio. Euro gesunken. Im neuen Jahr solle es aber wieder aufwärts gehen. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie solle sich das operative Ergebnis im besten Fall fast bis auf das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 erholen, habe der Konzern mitgeteilt. Rückenwind verspreche sich LANXESS von der Erholung der Autobranche sowie weiter gut laufenden Geschäften mit Desinfektionsmitteln.

Aber auch der Konzernumbau solle Früchte tragen. Unternehmenschef Matthias Zachert sei dabei, den Konzern stärker auf die Spezialchemie auszurichten, die in der Regel profitabler und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch stabiler als das Geschäft mit Massenwaren sei. Zukäufe seien dabei ein probates Mittel. Erst Mitte Februar habe LANXESS in den USA zugegriffen: Für umgerechnet rund 870 Mio. Euro habe sich der Konzern Emerald Kalama Chemical einverleibt. Mit dem Deal solle das Geschäft rund um Desinfektions- und Konservierungsmittel gestärkt werden.

Der Umbau komme bei Analysten gut an. Einige würden jedoch befürchten, dass die hohen Rohstoffpreise die Geschäftsentwicklung und damit die Erholung im ersten Halbjahr belasten könnten. Auch seien die Logistikkosten aktuell recht hoch, da das Frachtangebot noch recht knapp sei, der Welthandel aber anziehe, wie LANXESS bei Bilanzvorlage habe einräumen müssen. Punkte, die offenbar auch die Börse beschäftigen würden. Denn die Aktie tue sich nach der starken Kursentwicklung in den Schlussmonaten 2020 sichtlich schwer, noch einen oben drauf zu setzen. Jeder Vorstoß in den Bereich um 65 Euro werde schnell wieder eingefangen. Auf der anderen Seite würden sich um 60 Euro schnell wieder Käufer finden - ideale Voraussetzungen für Seitwärtsinvestments, etwa ein Express der DekaBank mit jährlich sinkender Tilgungshürde. (Ausgabe 14/2021) (15.04.2021/zc/a/a)



Quelle: aktiencheck


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Datum :
10.05.21
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