Finanzierungen in Deutschland - Kreditaufnahme auf gleichbleibend hohem Niveau

Mittwoch, 09.01.19 10:30
Finanzierungen in Deutschland - Kreditaufnahme auf gleichbleibend hohem Niveau
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Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Deutschen stehen einer Finanzierung sehr offen gegenüber. Dies gilt für jedes Lebensalter, denn die Statistik besagt, dass Finanzierungen von 18-Jährigen ebenso aufgenommen werden wie von 75-Jährigen. Dabei schwanken die Kreditsummen jedoch recht stark. Im Durchschnitt lag die Finanzierungssumme der deutschen Kreditnehmer im Jahre 2017 bei etwa 10.250 EUR. Der Wert ist gegenüber dem Vorjahr nahezu gleichbleibend. Werden die Zahlen aus dem Jahr 2015 zurate gezogen, beträgt der Anstieg der durchschnittlichen Kreditaufnahme etwa 750 EUR.



Höhere Kreditsummen im mittleren Lebensalter


Mit einem Kreditbetrag von etwa 11.500 EUR liegt die Altersgruppe der 50 - 55-Jährigen an der Spitze der Statistik. Die Summen, die im mittleren Lebensalter angefragt werden, liegen sogar über dem Wert der durchschnittlichen Kreditaufnahme. Grundsätzlich ist der Abschluss einer Finanzierung ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Voraussetzung ist ein regelmäßiges Einkommen oder die Hinterlegung einer Sicherheit. Aus der Statistik geht hervor, dass sich bereits 18-Jährige für die Aufnahme einer Finanzierung entscheiden. Der durchschnittliche Kreditbetrag liegt bei etwa 4.300 EUR. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Kreditsumme an, bis sie im mittleren Lebensalter den bereits beschriebenen höchsten Wert erreicht. Ab einem Alter von 60 Jahren sinken die aufgenommenen Kreditsummen wieder ab und erreichen bei einem Durchschnittsalter von 75 Jahren den Wert von 7.500 EUR.

Finanzierung fristgemäß begleichen


Jede Kreditaufnahme sollte vorab sehr gut überlegt werden. Wenn das Geld zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt gebraucht wird, ist es empfehlenswert, von der Finanzierung abzusehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die persönliche Situation unsicher ist.

Eine Finanzierung stellt in der Schufa und in anderen Auskunfteien zunächst einmal kein Negativmerkmal dar. Das Gegenteil ist der Fall. Die Finanzierung kann sogar positiv bewertet werden, wenn die Raten regelmäßig bedient werden. Sollten die Raten nicht mehr gezahlt werden können, hat der Kreditnehmer ein Problem, das sich im schlimmsten Falle negativ auf seine Bonität auswirken kann. Mit dieser negativen Einschätzung sind Einschränkungen im täglichen Leben verbunden. Die Bank hat das Recht, den Kredit zu kündigen und die Summe in einem Betrag einzufordern. Wenn der Schuldner die Zahlung nicht leisten kann, ist die Bank berechtigt, die Forderung durch ein Gericht titulieren zu lassen. Ein solcher Titel hat über einen Zeitraum von 30 Jahren Bestand. Der Gläubiger hat das Recht, den offenen Betrag zu pfänden. Im schlimmsten Falle kann der Schuldner keine Wohnung mehr anmieten und kein neues Girokonto mehr eröffnen. Außerdem hat der die gesamten Verfahrenskosten zu tragen, die mit der Titulierung in Zusammenhang stehen.

Zahlungsausfälle deutscher Kreditnehmer in der Statistik


Die Zahlungsausfälle der deutschen Kreditnehmer werden im Jahre 2017 mit einem statistischen Wert von 9,40% beziffert. Dies betrifft alle Bundesländer. Bei der Betrachtung der einzelnen Regionen ergibt sich ein anderer Wert. So liegt das Bundesland Bayern mit Zahlungsausfällen in Höhe von 6,90% deutlich unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Berlin und Bremen führen die Statistik mit einer Ausfallrate von 12,70 Prozent an. Die anderen Bundesländer bewegen sich auf Werten, die zwischen sieben und elf Prozent liegen. (09.01.2019/dc/a/g)
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Quelle: ac


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