Fondsbranche will "Treuetest" für Anleger - Fondsnews

Donnerstag, 10.01.19 15:00
Fondsbranche will "Treuetest" für Anleger - Fondsnews
Bildquelle: iStock by Getty Images
Wien (www.fondscheck.de) - Fondsanbieter sollten mehr über ihre Kunden wissen, so die Experten von "FONDS professionell".

So könnten sich die Portfoliomanager in Krisenzeiten besser für Anteilsrückgaben wappnen und ausreichende Kapitalpuffer bereitstellen. Zu diesem Schluss komme ein Positionspapier des europäischen Fondsverbands Efama und des internationalen Kapitalmarktverbands ICMA. In der Untersuchung hätten die Branchenverbände die bestehende Regulierung zu Stresstests beleuchtet, mit denen die Liquidität von Investmentfonds in turbulenten Marktlagen getestet werden solle.

Auf der Suche nach möglichen Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte hätten Aufseher auch in der Asset-Management-Industrie nach möglichen Gefahrenherden gefahndet. In den Blick geraten sei dabei die Liquidität von Fonds in angespannten Börsenlagen. Die Diskussion habe sich um Tests gedreht, mittels derer Portfoliolenker sicherstellen sollten, dass sie auch im Falle eines Börsencrashs ausreichend liquide Wertpapiere im Depot vorhalten würden, um gehäufte Anteilscheinrückgaben von Anlegern bedienen zu können. Auch ein zeitweiliger Rücknahmestopp sei im Gespräch gewesen.

Die Branchenverbände würden nun aber dazu aufrufen, den Fondsmanagern keine zu genauen Vorgaben über solche Stresstests aufzuerlegen. Die Interessenvertreter würden dies mit der großen Vielfalt an Märkten und Wertpapiertypen begründen, welche die Lenker von Investmentfonds handhätten. Efama und ICMA würden dafür plädieren, die Regulierung nicht weiter zu verschärfen. Stattdessen sollten die Asset Manager mehr über ihre Kunden erfahren. Besonders im Retailvertrieb sei eine ganze Reihe von Intermediären zwischen Anbieter und Endkunde geschaltet. Die Zwischenhändler sollten den Fondsgesellschaften einen genaueren Einblick über die Verhaltensweisen der Anleger gewähren, sodass mögliche Anteilsrückgaben besser antizipiert und geplant werden könnten.

Als Beispiel würden die Verbände Daten darüber anführen, wie viel Geld von Endkunden in steuerlich begünstigten Anlageformen liege. Grund: Hier sei die Bereitschaft zu einem spontanen Ausstieg eher gering. Die Lobbyisten würden einen runden Tisch anregen, bei dem Aufseher, Anbieter und Vertriebskanäle darüber diskutieren würden, wie solche Daten zusammengestellt werden könnten - ohne übermäßigen Aufwand zu verursachen. (10.01.2019/fc/n/s)



Quelle: ac


Hier geht's zur Fonds-Startseite

News und Analysen

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schafft vierte Gewinnwoche in Folge

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltenden Hoffnungen auf Fortschritte in den US-chinesischen Handelsgesprächen haben die Wall Street am Freitag auf Erholungskurs gehalten. Wie die Nachrichtenagentur ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 10209