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13:30 05.09.17

Fondsmanager entdecken Casino-Aktien

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Aktien von Casino-Unternehmen konnten in den vergangenen Jahren eine beachtliche Ralley hinlegen. Vorn dabei sind die großen Anbieter von Online-Casinos und Sportwetten wie 888 Holdings, Bet365 oder die GVC Holding, gelistet an der Londoner Stock Exchange. Aber auch in Stockholm (Betsson AB, Cherry Casino) oder in Frankfurt (Bet-at-Home) gelistete Papiere konnten sehr zur Freude der Anleger teilweise atemberaubende Kurssteigerungen hinlegen. Deutlich zweistellige Wachstumsraten waren in den zurückliegenden Jahren keine Seltenheit. Beispielsweise hat die Aktie der GVC Holding seit 2013 über 400 % an Wert gewonnen. Aber auch die Aktien der großen amerikanischen Casino- und Hotelbetreiber MGM Ressorts, Las Vegas Sands und Wynn Resorts haben in letzter Zeit, nach Schwächephase im Zuge der Finanzkrise, wieder ordentlich zulegen können. Bei diesen Unternehmen ist das Glücksspiel heute zudem nur noch eines von mehreren Standbeinen. Viel Geld wird heute beispielsweise auch mit Hotels und Freizeitangeboten abseits der Casinos verdient. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass einige Fondsmanager die Aktien der Glücksspielbranche für sich entdeckt haben und zunehmend beginnen, diese in ihr Portfolio mit aufzunehmen.

Früher oft als "Lasterfonds" verschrien


Nicht erst seit heute stehen Aktien von Unternehmen, die menschliche Laster wie Glücksspiel, Alkohol, Tabak oder auch die Waffennachfrage bedienen im Fokus. Spezielle Fonds, die sich auf solche Unternehmen fixiert haben, standen allerdings auch stark in der Kritik – zu unanständig, hieß es für viele. Dennoch haben sie sich prächtig entwickelt und eher rational denkende Anleger mit deutlich über dem jeweiligen Index liegenden Renditen beglückt. Beispiel Vice-Fund: Der amerikanische Investmentfonds investierte bereits vor fünfzehn Jahren in Casino-Betreiber wie MGM Mirage, Las Vegas Sands oder Spieleentwickler wie IGT, abgerundet wurde das Portfolio mit Tabakherstellern wie Reynolds und Loews sowie mit Rüstungstiteln wie Raytheon und Boeing. Eine meist über 20 % jährlich liegende Rendite war die Folge. Daraufhin legte Fondsmanager Dan Ahrens sogar einen reinen Glücksspielfonds auf, in dem sich ausschließlich amerikanische Casino- und Hotelbetreiber befanden. Nach der zwischenzeitlichen Schwächephase aufgrund der Finanzkrise ab 2008 konnte der Fonds bis heute wieder kräftig performen. Das Problem bei reinen Casino-Fonds ist allerdings, dass es erstens zu wenig Glücksspieltitel gibt und zweitens, sollte es in der Branche, wie 2008 gesehen, zu einem Einbruch kommen, wirkt sich dies gleich negativ auf den gesamten Fonds aus. Der Nordea 1 - North American Value Fund belässt es daher bei einer Grenze von 10 % für Glücksspielaktien wie MGM Mirage in seinem Portfolio, obwohl sich die Titel meist deutlich besser als andere im Fonds entwickeln.

Casinospiel ist salonfähig geworden


Ein wichtiger Grund, weshalb Aktien mittlerweile so begehrt sind, liegt darin, dass Einsätze im Casino heute bei breiten Gesellschaftsschichten anerkannt und salonfähig geworden sind. Die Online-Casino-Branche hat sich in den letzten Jahren erheblich professionalisiert und bietet neben Glücksspielen ein regelrechtes Unterhaltungsprogramm an, dass über das Handy praktisch überall verfügbar ist. Zudem legen die meisten Unternehmen außerordentlichen Wert auf Sicherheit, Transparenz und einen guten Ruf bei den Spielern. Diese neue Seriosität, aber auch atemberaubende Spiele wie 3D-Slots mit hollywoodreifen Videosequenzen sowie die Einbindung der Spieler bei In-Game-Interaktionen und der Trend zur Virtual Reality haben für einen erheblichen Aufschwung gesorgt. Auch klassische Tischspiele haben mit dem Einzug von Live-Casino an Beliebtheit gewonnen. Hier können sich die Spieler mit einem Video-Stream an die Spieltische in echten Casinos für target="_blank" style="color: blue">Roulette Online oder Blackjack schalten lassen. Mit Fug und Recht kann auch behauptet werden, das Casinospielen zu einem sozialen Happening aufgestiegen ist. Die Spieler treffen sich zum gemeinsamen Spielen, um in den zahlreichen Bonus- und Gewinnspielen um wertvolle Preise oder vordere Plätze in den Ranglisten zu kämpfen.

Das insgesamt stark verbesserte Image der Casinobranche macht es den Fondsmanagern in Europa heute wesentlich einfacher, Casino-Titel in ihre Fonds aufzunehmen, zumal sie oftmals ethische Investmentgrundsätze beachten müssen. So berichtete ein AXA-Fondsmanager beispielsweise, dass er sich schon länger mit Aktien von Bet-at-Home oder auch vom österreichischen Spieleentwickler und Casino-Equipment-Hersteller Novomatic befasst. Tabak würde ihm dagegen nicht ins Portfolio kommen. (05.09.2017/fc/n/s)



Quelle: ac


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Dividenden Dax-Aktien 2017

Name: Adidas

Dividende pro Aktie: 2,00 Euro

Dividenden-Rendite: 1,3%

 

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