Fondssortiment im Check: US-Anbieter verteidigt Platz an der Sonne - Fondsnews

Dienstag, 16.07.19 13:00
Fondssortiment im Check: US-Anbieter verteidigt Platz an der Sonne - Fondsnews
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Wien (www.fondscheck.de) - Die Branchenbeobachter von Scope haben auch im zweiten Quartal die Fondsanbieter mit der höchsten Zahl an bestbewerteten Portfolios gekürt, so die Experten von "FONDS professionell".

Sowohl in der Gruppe der Boutiquen als auch bei den Asset-Management-Riesen hätten die Sieger aus dem Vorquartal ihre Plätze verteidigen können.

Beständigkeit sei ein Qualitätsmerkmal - zumindest gelte das für MFS. Die Ratingagentur Scope führe den US-amerikanischen Fondsmanager das zweite Quartal in Folge als den besten Anbieter unter den großen Asset Managern. Darunter verstehe Scope jene Gesellschaften, bei denen mehr als 25 Portfolios in die Wertung eingehen würden. Laut den Berliner Branchenbeobachtern würden 62 Prozent der Portfolios von MFS über ein Top-Rating mit der Note "A" oder "B" verfügen. Fidelity folge mit einer Top-Produkte-Quote von 58 Prozent auf dem zweiten Platz, und habe damit einen großen Sprung gemacht: Im ersten Quartal habe der Vermögensverwalter mit 53 Prozent an Top-Ratings noch auf Rang sieben gelegen. Legg Mason vervollständige das Führungs-Trio mit einer Quote von 58 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q2 2018) habe es auch anderswo deutliche Verschiebungen gegeben. Für den aktuellen Spitzenreiter MFS habe es vor einem Jahr mit einer Quote von 47 Prozent an Spitzenprodukten nur zu Rang zehn gereicht. "Dem amerikanischen Asset Manager ist es also innerhalb eines Jahres gelungen, seine Top-Rating-Quote sowohl bei Aktien- als auch bei Rentenfonds signifikant zu verbessern", erläutere Scope-Analyst André Härtel.

Zurück in den Top Ten sei beispielsweise Union Investment: 52 Prozent der 115 bewerteten Fonds würden aktuell ein Spitzennote von Scope halten. Das reiche für Rang acht. Vor einem Jahr habe der genossenschaftliche Asset Manager noch auf dem 13. Rang gelegen. Neu in den Top Ten seien First State und Investec. Beide Gesellschaften seien vor einem Jahr noch in der Kategorie der kleinen Asset Manager geführt worden, da sie weniger als 25 Fonds in der Bewertung gehabt hätten.

Die zehn Sortimentskönige unter den großen Gesellschaften:

1. MFS
2. Fidelity International
3. Legg Mason
4. First State
5. BlackRock
6. Deka
7. Vanguard Investments
8. Union Investment
9. Alliance Bernstein
10. Investec

Auch bei den kleinen Gesellschaften mit weniger als 25 begutachteten Fonds habe der Spitzenreiter aus dem ersten Quartal dieses Jahres seine Führungsposition verteidigt. Lupus Alpha stehe mit einer Top-Rating-Quote 88 Prozent vor den beiden zweitplatzierten Degroof Petercam und Wellington Management (beide je 80%).

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q2 2018) würden sich auch bei den kleinen Gesellschaften einige Verschiebungen zeigen. Aus den Top Ten verabschiedet hätten sich Sparinvest und Dimensional. Zwei weitere Gesellschaften seien zu den großen Asset Managern aufgestiegen: First State und Investec. An ihre Stelle seien vier neue Akteure getreten: Wells Fargo AM, Polar Capital Partners, Hermes Invest Management und SKAG. Die deutlichste Verbesserung könne Wells Fargo vorweisen, deren Top-Ratingquote sich von 44 auf 78 Prozent verbessert habe. Dies sei gleichbedeutend mit einem Sprung von Rang 18 auf 4. Neben dem Spitzen-Trio hätten auch Comgest, Flossbach von Storch und T. Rowe Price ihren Platz in den Top Ten behaupten können.

Die zehn Sortimentskönige unter den kleinen Gesellschaften:

1. Lupus Alpha
2. Degroof Pctcrcam
2. Wellington Management
4. Wells Fargo AM
5. Polar Capital Partners
6. Comgest
7. Flossbach von Storch
8. Hermes Invest Management
8. SKAG
10. T. Rowe Price

Scope bewerte rund 6.000 in Deutschland sowie Österreich zum Vertrieb zugelassene Publikumsfonds (UCITS). Verwaltet würden die Fonds von insgesamt 313 Gesellschaften.

Das Anbieter-Ranking sortiere die Gesellschaften nach ihrem Anteil an Fonds mit Top-Rating. Scope bewerte die Qualität eines Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe. Das Rating reflektiere unter anderem die langfristige Ertragskraft und die Stabilität der Fondsperformance sowie das Timing- und das Verlustrisiko. Danach würden die Fonds, die mindestens fünf Jahre existieren würden und zum Vertrieb zugelassen sein müssten, in fünf Stufen von A bis E eingeteilt. Als Top-Rating würden A- und B-Ratings gelten. Der Quotient aus der Anzahl der Top-Ratings und der Gesamtzahl der Fondsratings eines Asset Managers ergebe dann den Prozentanteil der bestbewerteten Fonds eines Vermögensverwalters.

Um den unterschiedlichen strategischen Ansätzen der Gesellschaften gerecht zu werden, erstelle Scope zwei separate Ranglisten - jeweils eine für "kleine Gesellschaften", die über lediglich acht bis 24 bewertete Fonds verfügen würden, als auch eine für "große Fondsanbieter" mit mindestens 25 bewerteten Portfolios. Gesellschaften mit insgesamt weniger als acht bewerteten Fonds würden für diese Auswertung nicht berücksichtigt. (16.07.2019/fc/n/s)



Quelle: ac


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