GlaxoSmithKline macht mehr Umsatz als gedacht - Ziele unter Vorbehalt bestätigt

Mittwoch, 29.04.20 15:15
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
LONDON (dpa-AFX) - Die Covid-19-Pandemie hat sich für den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) zum Jahresauftakt vorerst noch positiv ausgewirkt. Wie einige andere Branchenkollegen habe das Unternehmen eine höhere Nachfrage nach Medikamenten verzeichnet, wobei Kunden vor allem aus Europa und den USA ihre Lager aufgestockt hätten, teilte der Konzern am Mittwoch in London mit. Es bleibe jedoch viel Unsicherheit, womit GSK die Prognose nur unter Vorbehalt bestätigte. An der Börse blieb die Aktie am Nachmittag unbewegt.

Der Umsatz legte auf Proforma-Basis - also unter bilanzieller Berücksichtigung der Beteiligungsverhältnisse vom neuen Joint Venture mit Pfizer auch im Vorjahr - währungsbereinigt um 10 Prozent auf 9,1 Milliarden Pfund (10,4 Milliarden Euro) zu. GSK hat sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten in ein milliardenschweres Bündnis mit dem US-Pharmakonzern eingebracht. Nachdem der Deal im Sommer 2019 abgeschlossen war, floss dieses Geschäft nun voll in das erste Quartal mit ein. Allerdings habe sich die Pandemie in dem Bereich durch die Maßnahmen der Länder zur Eindämmung des Virus und durch das veränderte Verbraucherverhalten stark negativ auf das Wachstum ausgewirkt.

Bei den Impfstoffen profitierte GSK abermals von seinem Kassenschlager Shingrix. Der Umsatz mit dem Gürtelrosen-Impstoff legte allein um rund 80 Prozent auf 647 Millionen Pfund zu. Aber auch im Geschäft mit Impfstoffen gegen Meningitis lief es rund.

Analysten hatten insgesamt mit weniger Umsatz gerechnet. Der Gewinn je Aktie von 31,5 Pence lag dagegen auf Höhe der Schätzungen. Unter dem Strich kletterte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn von 830 Millionen Pfund im Vorjahr auf 1,57 Milliarden Pfund. Die Quartalsdividende soll unverändert 19 Pence je Aktie betragen.

Das Management um Konzernchefin Emma Walmsley hielt zwar an der Anfang Februar herausgegebenen Prognose fest. So soll der bereinigte Gewinn je Aktie weiterhin um ein bis vier Prozent sinken, was GSK unter anderem mit der teuren Entwicklung neuer Arzneimittel begründet.

Die endgültigen Auswirkungen von Covid-19 auf das Geschäft könne das Unternehmen derzeit aber noch nicht voraussagen. Für das restliche Jahr - und speziell für die kommenden Monate - bestünden in dem Zusammenhang erhebliche interne und externe Risiken. Wenn es notwendig werden sollte, müsse die Prognose demnach noch angepasst werden.

Finanziell sieht sich GSK gut aufgestellt. Die Barmittel würden demnach für die operative Fortführung des Geschäfts ausreichen, zudem stünden weitere, bislang nicht in Anspruch genommene Quellen zur Finanzierung zur Verfügung./kro/eas/fba



Quelle: dpa-AFX




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