Habeck: Grünen-Parteitag sollte nur Umsetzbares beschließen

Freitag, 11.06.21 05:43
Kursticker auf einer digitalen Anzeige.
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BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Grünen-Parteitag hat Co-Parteichef Robert Habeck die Delegierten vor unrealistischen Forderungen gewarnt. "Der Wahlkampf ist ein sehr besonderer. Da sollte möglichst wenig schief gehen", sagte Habeck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Was wir beschließen, sollte umsetzbar sein. Wenn wir wissen, dass etwas nicht klappen kann, sollten wir es nicht beschließen." Die Grünen wollten regieren und seien "ambitioniert bis zum Anschlag, aber nicht darüber hinaus", sagte Habeck. "Wir sind pragmatisch und spielen nicht Wünsch-Dir-was."

Der Co-Parteichef verwies unter anderem auf Anträge zum Wahlprogramm, den CO2-Preis noch stärker steigen zu lassen als dies der Vorstandsvorschlag vorsieht. Schon dieser geht über die Zielmarken der Koalition hinaus. Auch einem Änderungsantrag, der ein Ende des Diesel-Motors bereits 2025 fordert, erteilte Habeck eine Absage.

Die Grünen treffen sich von Freitag an zu einem dreitägigen digitalen Parteitag. Sie wollen das Wahlprogramm beschließen und Co-Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bestätigen. Habeck erwartet eine "fulminante" Unterstützung für Baerbock und ein "starkes Signal" der Solidarität. Die Grünen sind in Umfragen wieder deutlich hinter die Union zurückgefallen. Baerbock hatte sich zuletzt für Ungenauigkeiten in ihrem Lebenslauf entschuldigt./shy/DP/zb



Quelle: dpa-AFX


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