Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Apple, IBM, AXA und Bayer - Digitale Revolution hält Einzug im Gesundheitswesen

Freitag, 08.03.19 11:00
Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Apple, IBM, AXA und Bayer - Digitale Revolution hält Einzug im Gesundheitswesen
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München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985), IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399), AXA (ISIN FR0000120628 / WKN 855705) und Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Wearables - Geräte, die inzwischen viele von uns täglich begleiten würden - würden heutzutage oftmals nicht mehr nur zur Kommunikation verwendet, sondern auch als Messgerät der Gesundheit. Herzfrequenz, Anzahl Schritte am Tag und noch vieles mehr seien Daten, die aufgezeichnet würden und jederzeit abrufbar seien. Doch das sei erst der Anfang. Die Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen seien noch viel weitreichender. Das Potenzial für Medizin und Wirtschaft sei entsprechend groß. Gelte dies ebenfalls für Anleger?

Eine aktuelle Studie von McKinsey (09/2018) zeige, dass jedes Jahr alleine in Deutschland mehrere Milliarden Euro eingespart werden könnten, wäre das Gesundheitswesen digitalisierter. Diese Zahl werde voraussichtlich noch weiter steigen, denn die zunehmende Alterung der Gesellschaft, die wachsende Bevölkerungszahl sowie die stets teurer werdenden Behandlungsmethoden würden die Gesundheitskosten immer weiter vorantreiben. Außerdem werde die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen aufgrund der höheren Lebenserwartung immer weiter zunehmen und der medizinische Fortschritt treibe die Kosten weiter in die Höhe. In den nächsten Jahren werde folglich mit einem jährlichen Kostenanstieg von 4,5% gerechnet.

In den USA sehe das Bild nicht anders aus. Seit 1960 seien die Kosten im Gesundheitswesen um 818% gestiegen - das Wachstum des Bruttoinlandproduktes habe demgegenüber lediglich bei 186% gelegen (McKinsey). Um Ineffizienzen zu vermindern und Kosteneinsparungen erzielen zu können, seien "intelligente" Lösungsansätze daher stark gefragt. Investitionen in die Digitalisierung dürften dem Problem Abhilfe schaffen - und die Industrie könnte einen starken Wandel durchleben.

Es gebe verschiedene Ansatzpunkte, wie das Gesundheitswesen digitalisiert und damit effizienter ausgestaltet werden könne. So würden Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen, Robotik und Big Data Einzug im Gesundheitswesen halten.

Man denke zum Beispiel an die Forschung und Entwicklung, Testergebnisse und die extrem hohe Anzahl an Daten, die daraus entstünden. Durch die Umstellung auf papierlose Datenverarbeitung und die Automatisierung von Arbeitsabläufen könnten massive Kosteneinsparungen erreicht und die Abrufbarkeit der Daten sichergestellt werden.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte die Effizienz in Forschung und Entwicklung weiter gesteigert und die klinischen Erfolgsdaten könnten unterstützt und verarbeitet werden. Außerdem sei KI bereits eingesetzt worden, um in den Unmengen an Daten Muster zu erkennen und sich auf dieser Basis weiterzuentwickeln. Als Beispiel lasse sich hier die Analyse von Röntgenbildern aufführen. Informationen würden abgerufen, analysiert, bewertet und verständlich dargestellt. Das Potenzial von intelligenten Technologien sei aber damit noch lange nicht ausgeschöpft. KI könnte dazu beitragen, Krankheiten früher zu erkennen und verbesserte Therapieformen zu entwickeln. Die Wachstumsprognosen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen seien vielversprechend.

Neben KI sind und bleiben Wearables das große Thema im Gesundheitswesen, so die Bank Vontobel Europe AG. Diese könnten wertvolle Hinweise über die Gesundheit der Träger geben; dazu passende Gesundheits-Apps könnten Patienten zudem bei der Selbstbehandlung unterstützen - oder die Geräte würden die medizinisch relevanten Daten direkt an den Arzt überliefern. Wearables würden somit neue Gesundheits-Monitoring-Systeme ermöglichen, welche Sensorik, eine intelligente Datenauswertung sowie neue, patientenfreundliche Interaktionen vereinen würden (IBM). Krankheiten könnten folglich frühzeitig erkannt und Maßnahmen ergriffen werden. Ebenso dürften KI-gestützte Diagnostik und Telemedizin die Effizienz zusätzlich steigern. Auf diese Weise könnten nicht nur Kosteneinsparungen erreicht, sondern auch Gesundheitsprobleme entschärft werden.

EEs sei folglich wenig überraschend, dass Unternehmen aus den verschiedensten Branchen auf den Zug aufspringen und smarte Geräte entwickeln oder in Künstliche Intelligenz oder Big-Data-Lösungen investieren würden. Seien es Pharma-Giganten, Tech-Riesen oder auch Versicherungen; die Unternehmen versprächen sich viel von der zukunftsweisenden Technik.

So habe zum Beispiel Apple in ihrer Smartwatch Funktionen eingebaut, welche unter anderem die Herzfrequenz der Träger messen und die Nutzer vor Unregelmäßigkeiten warnen würden - ähnlich, wie dies auch Fitnesstracker tun würden. Die Apple Watch habe somit einen Wandel durchlebt und sich von einem reinen Sport-Messgerät zum "Medtech-Gadget" entwickelt. "Schlaue Uhren, Smartphones und Fitnesstracker verheißen, per Datentracking Volksleiden besser zu protokollieren oder sie sogar zu diagnostizieren", sage der Apple-Konzernchef Tim Cook in einem Interview. Er erwarte, dass "Apples größter Beitrag zur Menschheitsgeschichte im medizinischen Bereich liegen" würde.

Aber nicht nur Apple investiere in den Bereich "Digital Healthcare". Auch das chinesische Technologieunternehmen Tencent sehe in deren Anwendung großes Potenzial und habe im Januar 2019 eine Absichtserklärung mit dem deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen Merck unterzeichnet. Das Ziel? Gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um die Gesundheitsversorgung einfacher und effizienter zu gestalten. Und dies sei nicht das erste Bündnis, welches das deutsche Pharmaunternehmen eingegangen sei. Bereits im letzten Jahr habe es eine Kooperation mit Alibaba vereinbart.

Neben den Smartphone-Herstellern seien auch Tech-Riesen wie IBM und Microsoft bei der Forschung und Entwicklung im Bereich der "Digital Healthcare" ganz vorne mit dabei. Insbesondere die Weiterentwicklung und Einbindung von Künstlicher Intelligenz in diversen Bereichen des Gesundheitswesens stünden bei den beiden Großunternehmen im Vordergrund. IBM berücksichtige folglich in ihrer Forschung nicht nur einen Aspekt, sondern bringe das ganze Spektrum der Möglichkeiten zusammen: Wearables, Sensorik sowie maschinelles Lernen und kognitive Funktionalitäten. Durch die Symbiose sämtlicher Bereiche würden sich neue Chancen für die Zukunft des Gesundheitswesens eröffnen.

Auch Novartis habe die Entwicklung von "Gadgets" und "Big Data"-Anwendungen auf dem Plan. Der Schweizer Pharma-Riese betreibe folglich in San Francisco ein "Digital Innovation Lab" namens Biome, wo die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben werden solle. Gemäß Aussagen von Novartis könnten "viele dieser Technologien die Art und Weise verändern, wie Pharmaunternehmen Medikamente entdecken, entwickeln und vertreiben, wodurch es möglich werde, den Menschen Therapien schneller und kostengünstiger anzubieten".

Bei Roche sehe das Bild ähnlich aus. Dort werde insbesondere in Apps oder sonstige Technologielösungen investiert, die medizinische Daten direkt ans Fachpersonal weiterleiten würden, sowie in Lösungen für die Verarbeitung und Speicherung dieser Informationen. Neben Novartis betreibe auch Bayer verschiedene Start-ups, welche "digitale Gesundheitslösungen" erarbeiten und zur Verbesserung der Selbstversorgung sowie der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette beitragen sollten.

Datenanalyse, Telemedizin und das Tracking von Gesundheitsdaten sei ein Bereich, von dem sich auch Versicherungen Potenzial versprächen und welcher unter dem Namen "Insur-Tech" bekannt sei. Die digitalisierte Aufzeichnung von Daten und die elektronische Abwicklung von Versicherungsleistungen seien nur kleine Bestandteile von "Insur-Tech". Sowohl AXA als auch SwissLife würden sich in Anbetracht des vielversprechenden Trends an einem Start-up in ebendiesen Bereichen beteiligen, um die Entwicklungen voranzutreiben. Ein Beispiel von "Digital Health" im Versicherungswesen sei die Aufzeichnung von sportlichen Aktivitäten und deren Übertragung an die Versicherung, wodurch teilweise eine Prämienverbilligung erreicht werden könne.

Obwohl die Digitalisierung im Gesundheitswesen klare Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft bringen dürfte, stecke die Entwicklung erst in den Kinderschuhen. Konzepte müssten verfeinert, Synergien weiter ausgebaut und das notwendige Know-how erweitert werden. Die Grundsteine seien aber gelegt. Durch die zunehmende Bedeutung des Internet der Dinge (IoT), Künstlicher Intelligenz, Big Data und den Wearables ergebe sich eine spannende Investitionsmöglichkeit. Anleger könnten von diesem Trend partizipieren.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA9P6Y1 / WKN VA9P6Y) auf die Apple-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 17,54% und die Barriere bei USD 140,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei USD 240,00. Der Geldkurs betrage EUR 181,80 und der Briefkurs EUR 181,95. Der Bewertungstag sei der 20.12.2019. (Stand: 08.03.2019, 10:46)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA7YAL4 / WKN VA7YAL) auf IBM. Die Bonusrendite liege hierbei bei 12,85% und die Barriere bei USD 105,00. Sowohl der Bonusbetrag als auch der Bonuslevel würden USD 200,00 betragen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 157,76 und der Briefkurs auf EUR 158,18. Der Bewertungstag sei am 20.12.2019. (Stand: 08.03.2019, 10:46)

Außerdem könnte das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VA5M8U2 / WKN VA5M8U) auf die Aktie von AXA mit einem Cap von EUR 20,00 interessant sein. Die maximale Rendite betrage 2,41% und der Discount 11,18%. Der Geldkurs liege bei EUR 19,50. Der Briefkurs werde bei EUR 19,50 gesehen. Der Bewertungstag sei am 21.06.2019. (Stand: 08.03.2019, 10:45)

Eine Investmentidee sei zudem das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VF1PF54 / WKN VF1PF5) mit Cap von EUR 62,00 auf die Bayer-Aktie. Das Papier sei mit einer maximalen Rendite in Höhe von 7,66% ausgestattet, der Discount liege bei 17,48%. Der Geldkurs betrage EUR 57,53 und der Briefkurs EUR 57,58. Der Bewertungstag sei am 20.12.2019. (Stand: 08.03.2019, 10:46) (Ausgabe vom 07.03.2019) (08.03.2019/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.




Quelle: ac


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