Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf BP, Royal Dutch Shell und Total - Ölkonzerne unter Zugzwang? Zertifikateanalyse

Freitag, 23.11.18 16:30
Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf BP, Royal Dutch Shell und Total - Ölkonzerne unter Zugzwang? Zertifikateanalyse
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München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517), Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) und Total (ISIN FR0000120271 / WKN 850727) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Die größten Mineralölkonzerne der Welt hätten bis Anfang Oktober von dem Anstieg der Rohstoffpreise profitiert. Nun müssten sich die globalen Player unter erschwerten makroökonomischen als auch branchenspezifischen Bedingungen unter Beweis stellen.

Nach einer monatelangen Kursrally hätten Anleger in den letzten Tagen Zeugen eines starken Kursverfalls der Ölpreise werden müssen. Die Sorten WTI als auch Brent würden aktuell knapp 17% tiefer im Vergleich zu deren Jahreshochs Anfang Oktober dieses Jahres notieren.

Worin genau liege der Grund eines derartigen Preisrutschs? Einer der Gründe liege in der Wiederauflage der US-amerikanischen Sanktionen gegen den Iran. Donald Trumps Entscheidung, die Sanktionen gegen den Iran wiederaufzunehmen, habe dazu gedroht, eine große Menge Öl von einem der größten Produzenten vom Markt zu nehmen. Neben dessen sei die Produktion in den Vereinigten Staaten um einiges schneller als erwartet gestiegen. Selbst in aktuellen Krisenländern wie Libyen und Venezuela habe trotz zahlreichen Konflikten die Ölförderung konstant aufrecht gehalten werden können. Gleichzeitig würden andere wirtschaftliche Faktoren, wie z.B. die Handelskämpfe zwischen den USA und China oder das steigende Zinsniveau, die Nachfrage nach Öl merklich abbremsen.

Experten würden aktuell am Ölmarkt ein klares Überschussangebot erkennen, wonach die Erdölorganisation OPEC auf eine Verringerung der Produktion zusteuern würden. Auch die europäischen Ölmagnate BP, Royal Dutch Shell und Total müssten sich dem aktuellen Klima der Branche anpassen. Ein baldiges Eintreten des Gleichgewichts im Markt könnte hierbei zu einer profitablen Chance aller Beteiligten führen.

BP sei ein britischer multinationaler Öl- und Gaskonzern mit Hauptsitz in der englischen Hauptstadt London. Als eines der größten Mineralölunternehmen der Welt operiere BP in allen Bereichen der Öl- und Gas Industrie wie Exploration, Produktion, Distribution und Trading. Gegründet in 1908 operiere das Unternehmen heutzutage in über 70 Ländern mit mehr als 74.000 Mitarbeitern. Erst im Juli dieses Jahres habe BP das Schieferölgeschäft des Bergbaukonzerns BHP Billiton mit Sitz im australischen Melbourne für mehr als 10 Mrd. USD übernommen. Mittlerweile habe die Eingliederung und Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden können, so Bob Dudley, Vorstandsvorsitzender von BP. Zusammen mit den gestiegenen Ölpreisen habe dadurch im dritten Quartal ein deutlicher Umsatzanstieg erwirtschaftet werden können. Der bereinigte Nettogewinn sei im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 3,84 Mrd. USD mehr als verdoppelt worden.

Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 200,5 Mrd. USD zähle Royal Dutch Shell zu den europäischen Börsengiganten. Der in Großbritannien eingetragene Konzern mit Firmensitz im niederländischen Den Haag fördere Erdöl und Erdgas und handle mit diesen Rohstoffen. Das Geschäft umfasse die gesamte Wertschöpfungskette im Öl- und Gasbereich mit umfangreichen Upstream- und Downstream- sowie LNG-Aktivitäten. Im 3. Quartal 2018 habe der Konzern den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47% auf 5,84 Mrd. USD gesteigert. Der Konzernumsatz sei auf 100,2 Mrd. USD gewachsen, welches ein Anstieg von 32% zum Vorjahr darstelle. Auch das im Juli angekündigte Aktienrückkaufprogramm sei bereits erfolgreich angelaufen. Im Oktober sei die erste Tranche des Programms abgewickelt worden, wobei 2 Mrd. USD zurückgekauft worden seien. Bis Ende 2020 sollten dadurch eigene Aktien im Wert von 25 Mrd. USD zurückgekauft werden. Nichtsdestotrotz bleibe der weitere Verlauf abzuwarten.

Das französische Mineralölunternehmen Total sei mit einem Umsatz von 149,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017 das viertgrößte Mineralölunternehmen und das insgesamt achtgrößte Industrieunternehmen der Welt. Im dritten Quartal habe Total seinen bereinigten Nettogewinn um 48% verglichen zum Vorjahresquartal auf 4 Mrd. USD erhöhen können. Auch der Umsatz habe im Vergleich zum Vorjahresquartal von 43,04 Mrd. USD auf 54,72 Mrd. USD zugelegt. Bereits im September habe Total einen großen Gasfund in Glendronach vor der englischen Westküste von Shetland angekündigt. Arnaud Breuillac, President für Exploration & Produktion, habe erklärt: "Glendronach ist eine wichtige Entdeckung für Total, die uns den Zugang zu zusätzlichen Gasressourcen in einem unserer Kernbereiche ermöglicht und unsere Explorationsstrategie bestätigt. Die Entdeckung befindet sich in einem aufstrebenden Stück des produktiven westlichen Teils des Shetland-Gebietes und kann durch die Nutzung der bestehenden Laggan-Tormore-Infrastruktur schnell und kostengünstig kommerzialisiert werden."

Die Royal Dutch Shell-Aktie werde aktuell bei EUR 26,9 (22.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 31,38 (21.05.2018), das Jahrestief bei EUR 24,02 (06.02.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 19 Analysten die Aktie auf "kaufen", neun auf "halten" und zwei auf "verkaufen" setzen. Der Durchschnitt der Analysten setze aktuell ein 12-Monats-Kursziel von EUR 33,37.

Die Total-Aktie werde aktuell bei EUR 49,06 (22.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 56,82 (04.10.2018) gelegen, das Jahrestief habe bei EUR 43,09 (06.02.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 23 Analysten die Aktie auf "kaufen", sieben auf "halten" und ein Analyst auf "verkaufen" setzen. Der Durchschnitt der Analysten setze aktuell ein 12-Monats-Kursziel von EUR 61,46.

Die BP-Aktie werde aktuell bei GBp 526,06 (22.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei GBp 603,20 (22.11.2018) gelegen, das Jahrestief habe bei GBp 452,50 (06.04.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 19 Analysten die Aktie auf "kaufen", acht auf "halten" und ein Analyst auf "verkaufen" setzen. Der Durchschnitt der Analysten setze aktuell ein 12-Monats-Kursziel von GBp 648,41.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA17F25 / WKN VA17F2) auf die BP-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 14,62% und die Barriere bei GBP 4,40 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei GBP 6,80. Der Geldkurs betrage EUR 6,66 und der Briefkurs EUR 6,69. Der Bewertungstag sei der 21.06.2019. (Stand: 23.11.2018, 11:06)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA8BUL8 / WKN VA8BUL) auf Royal Dutch Shell. Die Bonusrendite liege hierbei bei 14,20% und die Barriere bei EUR 24,00. Sowohl der Bonusbetrag als auch der Bonuslevel würden EUR 32,00 betragen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 27,92 und der Briefkurs auf EUR 27,95. Der Bewertungstag sei am 21.06.2019. (Stand: 23.11.2018, 11:06)

Außerdem könnte das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA40N91 / WKN VA40N9) auf Total interessant sein. Die Bonusrendite betrage 12,54% und die Barriere EUR 38,00. Der Bonusbetrag und der Bonuslevel würden sich auf EUR 64,00 belaufen. Der Geldkurs liege bei EUR 56,88 und der Briefkurs bei EUR 56,92. Der Bewertungstag sei der 20.09.2019. (Stand: 23.11.2018, 11:07)

Außerdem könnte das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VA89WM3 / WKN VA89WM) auf die Aktie von BP mit einem Cap von GBP 3,20 interessant sein. Die maximale Rendite betrage 1,98% und der Discount 40,39%. Der Geldkurs liege bei EUR 3,52. Der Briefkurs werde bei EUR 3,55 gesehen. Der Bewertungstag sei am 20.09.2019. (Stand: 23.11.2018, 09:35)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 22.11.2018) (23.11.2018/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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