Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf MasterCard, Visa und Wirecard - Bargeldloses Zahlen immer beliebter

Mittwoch, 01.04.20 12:00
Außenaufnahme von dem Wirecardfimengebäude
Bildquelle: Wirecard AG
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von MasterCard (ISIN US57636Q1040 / WKN A0F602), Visa (ISIN US92826C8394 / WKN A0NC7B) und Wirecard (ISIN DE0007472060 / WKN 747206) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Deutschland gelte traditionell als Bargeldnation. Im internationalen Vergleich hätten hierzulande nur wenige Konsumenten Kredit- oder Girokarten bei ihren täglichen Einkäufen eingesetzt. Doch angesichts der Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus würden mittlerweile immer mehr Verbraucher der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen, die zum Einsatz digitaler Zahlungsmittel rate, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Besonderer Beliebtheit erfreue sich hierbei das kontaktloses Bezahlen, bei dem die Karte lediglich vor das Terminal gehalten werde und bei dem auf die Eingabe eines PINs verzichtet werden könne. Sei dies bisher nur bis zu einem Betrag von EUR 25 möglich gewesen, hätten viele klassische Zahlungsdienstleister aus aktuellem Anlass das entsprechende Limit auf EUR 50 erhöht. Anscheinend biete sich der Branche derzeit die einmalige Gelegenheit, die Digitalisierung der Zahlungsvorgänge im Bargeldland Deutschland voranzutreiben.

Nutzer des Zahlungsservice Apple Pay könnten häufig auch bei Beträgen oberhalb des Limits von EUR 50 auf die Eingabe eines PINs verzichten und somit die derzeit unbeliebte Berührung des Kartenterminals an der Kasse umgehen. Neben dem Besitz eines mobilen Apple Geräts und der Einrichtung des entsprechenden Zahlungsservices des iPhone Herstellers sei ein CDCVM fähiges Kassenterminal Voraussetzung hierfür. CDCVM stehe für Consumer Device Cardholder Verification Method und ermögliche bei der Nutzung von Apple Pay die Autorisierung des Zahlungsvorgangs via PIN durch die Entsperrung des eigenen Smartphones zu ersetzten. Der virtuelle Bezahlvorgang werde dann im Anschluss über eine hinterlegte Kreditkarte der Zahlungsdienstleister Visa oder MasterCard abgewickelt, ein Umstand der den beiden Branchengrößen derzeit in die Karten spiele.

MasterCard und Visa würden zudem vom Onlinehandel profitieren. Doch nicht nur vom zunehmenden Bedürfnis der Konsumenten an kontaktlosen Zahlungsvorgängen könnten diese beiden Kreditkartengiganten, die sich in der westlichen Welt ein Oligopol mit American Express teilen würden, derzeit profitieren. Angesichts der aktuellen Lage versuche eine Vielzahl an Verbrauchern die Zeit außerhalb des eigenen Wohnraums auf ein Minimum zu reduzieren, ohne jedoch auf den täglichen Konsum verzichten zu wollen oder zu können. Einen Ausweg hierfür biete der Onlinehandel, welcher ohnehin in jüngerer Vergangenheit maßgeblich an Bedeutung gewonnen habe. Da der größte Teil der Zahlungsvorgänge im Onlinehandel traditionell in digitaler Form via Kreditkarte oder digitalen Zahlungsservices wie beispielsweise Apple Pay abgewickelt werde, komme auch diese Entwicklung MasterCard und Visa zugute.

Nur wenigen Verbrauchern dürfte sich das Geschäftsmodell von Wirecard auf den ersten Blick offenbaren. Doch tatsächlich nähmen viele Konsumenten bei Onlinebestellungen Dienstleistungen des DAX-Unternehmens in Anspruch, ohne sich darüber bewusst zu sein. Wirecard kooperiere mit diversen Kreditkartenunternehmen, darunter auch Visa und MasterCard. Hierbei trete Wirecard im Rahmen des Bezahlvorgangs in Onlineshops als Mittelsmann zwischen Shopbetreiber und Kreditkartenunternehmen in Erscheinung und stelle die technische Abwicklung der Zahlung sicher. Als Vergütung für diese Dienstleistung erhalte Wirecard von beiden beteiligten Parteien eine Gebühr, deren Höhe vom Umfang der abgewickelten Zahlungssumme abhängig sei. Somit gehöre auch Wirecard zu jenen Unternehmen, die von der aktuellen Entwicklung profitieren könnten.

Die Aktie der MasterCard Inc. werde aktuell bei USD 245,85 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 344,56 (19.02.2020) und das Jahrestief bei USD 203,30 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 38 Analysten die Aktie auf "buy", drei auf "hold" und kein auf "sell" setzen.

Die Aktie der Visa Inc. werde aktuell bei USD 161,04 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 213,31 (19.02.2020) und das Jahrestief bei USD 135,74 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 36 Analysten die Aktie auf "buy", drei auf "hold" und kein auf "sell" setzen.

Die Aktie der Wirecard AG werde aktuell bei EUR 102,10 (31.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 160,90 (28.05.2019) und das Jahrestief bei EUR 83,24 (19.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 22 Analysten die Aktie auf "buy", sechs auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE9R9E7 / WKN VE9R9E) auf die Aktie von MasterCard mit einem Cap von USD 180,00. Die maximale Rendite betrage 10,77% und der Discount 30,83%. Der Geldkurs liege bei EUR 148,58. Der Briefkurs werde bei EUR 150,06 gesehen. Der Bewertungstag sei am 19.03.2021. (Stand: 01.04.2020, 11:58)

Interessant sei auch das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE3WD17 / WKN VE3WD1) mit Cap von USD 140,00 auf die Visa-Aktie. Das Papier sei mit einer maximalen Rendite in Höhe von 11,59% ausgestattet, der Discount liege bei 19,89%. Der Geldkurs betrage EUR 114,66 und der Briefkurs EUR 116,14. Der Bewertungstag sei am 18.12.2020. (Stand: 01.04.2020, 11:59)

Außerdem könnte das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE98GH9 / WKN VE98GH) mit Cap in Höhe von EUR 64,00 auf Wirecard interessant sein. Die maximale Rendite betrage 19,24% und der Discount 46,79%. Der Geldkurs liege bei EUR 53,56. Der Briefkurs werde bei EUR 53,76 gesehen. Der Bewertungstag sei am 17.12.2021. (Stand: 01.04.2020, 11:56)

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (01.04.2020/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck




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