Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf NVIDIA - Investieren in E-Sports und Mobile Gaming - Zertifikateanalyse

Montag, 27.05.19 12:49
Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf NVIDIA - Investieren in E-Sports und Mobile Gaming - Zertifikateanalyse
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München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von NVIDIA (ISIN US67066G1040 / WKN 918422) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Ein kontinuierliches Wachstumsfeld in der Unterhaltungsindustrie stelle das Geschäft mit Computer-, Konsolen- und Smartphone Spielen dar. Dabei gehe die Spielerfahrung auf dem Smartphone mittlerweile weit über simple Apps hinaus und könne Spielekonsolen die Stirn bieten. Cross-Plattform-Gaming zum Beispiel ermögliche es Spielern mit verschiedenen Endgeräten zusammenzuspielen. Was seien die Treiber für das Wachstum und wie lasse sich damit Geld verdienen?

Das Geschäft mit dem Verkauf von Spiellizenzen sei längst nicht mehr der größte Umsatzreiber für die Produzenten, man setze vermehrt auf Abonnement Modelle und den Entertainment Faktor. Videospiele würden immer mehr Menschen begeistern und dabei gehe es nicht nur um das Spielen selbst, sondern auch das Zuschauen. So würden Streamer zählen, die in Echtzeit ihr Spielerlebnis mit anderen teilen würden, zu den erfolgreichsten YouTubern und könnten sich auf eine wachsende Zuschauerbasis stützen.

Neben Online-Streams würden sich auch E-Sports-Veranstaltungen wachsender Beliebtheit erfreuen. Hier würden sich Spieler in Turnieren miteinander messen. Dabei sei der E-Sport längst vergleichbar mit traditionellem Profisport. Professionelle Gamer müssten jeweils mehrere Stunden pro Tag trainieren, damit sie den Anschluss an die Weltspitze nicht verlieren würden. E-Sports-Teams seien professionell aufgestellt und könnten hunderte von Mitarbeitern beschäftigen.

Laut einer Studie des Vontobel Investment Office hätten 2018 im E-Sports rund 906 Mio. USD umgesetzt werden können. Beachtlich seien auch Sponsorenverträge mit Daimler, DHL oder Intel, so wie diese hätten viele weitere große Firmen für die E-Sports-Industrie begeistert werden können. Die Sponsorenerträge hätten um 53% gegenüber dem Vorjahr auf 359 Mio. USD zugenommen, Tendenz steigend. Auch mehrere Fußballvereine würden eigene Teams zusammenstellen, um von dem Trend zu E-Sports zu profitieren, denn die Preisgelder im E-Sport würden enorme Höhen erreichen. Epic Games veranstalte eine eigene Weltmeisterschaft zu seinem erfolgreichsten Spiel Fortnite, der Preispool liege bei 100 Mio. USD. Vergleichbare Summen gebe es allenfalls noch im Fußball zu gewinnen, beim Golfturnier US Open hingegen würden sich die Preisgelder im Vergleich nur auf 12 Mio. USD belaufen. Dies verdeutliche, wie groß der entstandene Markt für Videospiele und E-Sports sei.

Im Folgenden vier aktuelle Profiteure des Hypes um E-Sports:

Electronic Arts: Der ehemalige Marktführer im Bereich Computer- und Videospiele habe im letzten Jahresabschluss einen Umsatz von 5,18 Mrd. USD ausgewiesen. Mit dem jährlich erscheinenden Klassiker "Fifa" und der beliebten "Battlefield"-Reihe bediene der Hersteller eine große Fangemeinde. Bekannt geworden sei das Unternehmen vor allem für seine Sportspiele, es publiziere aber auch Titel in diversen anderen Themengebieten. Die meisten Spiele seien zu einem festen Preis erwerbbar, könnten aber später gegen Zuzahlung um zusätzliche Inhalte erweitert werden. So könne ein Titel über mehrere Jahre kontinuierlich Spielspaß bieten, da er sich über Updates und Erweiterungen anpassen lasse. Außerdem betreibe Electronic Arts eine Onlinevertriebsplattform namens "Origin" auf welcher Spiele verschiedener Herausgeber angeboten würden. Die Plattform fungiere als eine Art soziales Netzwerk für die Spieler.

Activision Blizzard: Seit einer Fusion mit Vivendi Universal Games sei Activision Blizzard der umsatzstärkste Gaming Konzern und gleichzeitig mit über 500 Millionen Spielern das größte Spielenetzwerk. Im vergangenen Jahr habe der Umsatz bei 7,5 Mrd. USD gelegen. Die Ergebnisse im ersten Quartal hätten die Erwartungen übertroffen, die Erträge hätten bei 1,85 Mrd. USD gelegen. Schon früh habe man hier auf das Geschäftsmodell gesetzt Umsätze mit Abonnements zu generieren, und zwar mit dem bekannten Titel "World of Warcraft". Weitere bekannte Marken des Konzerns seien die "Call of Duty"-Reihe, ein jährlich erscheinender und vielfach prämierter Ego-Shooter (Schießspiele aus der Spielerperspektive) oder auch die beliebte App Candy Crush. Das Unternehmen zeige ein starkes Engagement im E-Sports, betreibe eigene Ligen und plane einen weiteren Ausbau dieser Sparte. Außerdem sollten weitere Titel auch mit Smartphone Versionen ausgestattet werden. Die Margen in dem Geschäft seien gewohnt hoch, so habe der akquirierte Bereich King Digital Entertainment, zu welchem Candy Crush gehöre, eine operative Marge von 34% erzielt. Apps wie diese seien für die Nutzer grundsätzlich kostenlos, würden aber viele Anreize bieten In-App-Käufe zu tätigen.

Ubisoft: Der französische Spieleentwickler gehöre ebenfalls zu den weltgrößten Videospielfirmen und entwickle mehrere eigene erfolgreiche Reihen, wie zum Beispiel "Assassin's Creed" oder "Far Cry". Laut Branchenzeitschriften gehöre Ubisoft zu den führenden Entwicklern im Bereich des Kopierschutzes für Digital erworbene Spiele und arbeite aktuell an Cloud Gaming-Lösungen. Viele Spieler würden häufig teure Computer mit den neuesten NVIDIA-Grafikkarten benötigen, um den Anforderungen neuer Spiele gerecht zu werden und das Spieleerlebnis voll zu genießen. Dafür möchte Ubisoft eine Lösung bieten: Über eine Cloud solle das Spiel nur auf den eigenen Rechner gestreamt werden, so sei es möglich, auch mit einem Laptop oder Tablet hochaufgelöst und flüssig zu spielen.

Die Finanzziele für das abgelaufene Quartal seien erreicht worden, die operative Marge habe laut Reuters bei 82,9% gelegen. Dies lasse sich dadurch erklären, dass das Unternehmen stark von Skaleneffekten profitiere und die Kosten für zusätzlich verkaufte Kopien verschwindend gering seien gegenüber den hohen Fixkosten, die die Spieleentwicklung verschlinge. Im Gegensatz zu den beiden vorher genannten Herstellern unterliege Ubisoft stärkeren zyklischen Schwankungen, da es weniger Titel herausbringe und diese zumeist direkt nach der Veröffentlichung von einer starken Nachfrage profitieren würden. 2018 habe der Medienkonzern Vivendi seine Anteile an Ubisoft für ca. 2 Mrd. EUR veräußert und der chinesische Internetgigant Tencent habe sich eine 5-prozentige Beteiligung gesichert.

Tencent zeige ein starkes Engagement im Gaming Sektor und dominiere in China klar den Markt. Allein die Spiele-Sparte habe im Jahr 2018 19 Mrd. USD umgesetzt. Das Unternehmen gehöre zu den Pionieren im E-Sports Bereich und besitze die Rechte an einigen der wichtigsten Spiele in diesem Bereich. Weiter gehöre Tencent zu den führenden Entwicklern mobiler Spiele und habe letztes Jahr eine europäische E-Sports-Liga eingeführt, in der Spieler auf ihren Handys gegeneinander antreten würden. Zuletzt habe der Konzern unter starker Regulierung des chinesischen Spielemarktes gelitten. Der Konzern habe daher seine Präsenz in Europa und den USA sowie andere Sparten ausgebaut.

Wie die aufgeführten Unternehmen und Beispiele eindrucksvoll beweisen würden, handle es sich bei dem Markt für Computer- und Videospiele um einen innovativen Sektor, der noch einiges an Wachstumspotenzial bieten könnte. Besonders spannend bleibe auch die Entwicklung und die zunehmende Popularität des E-Sports-Bereichs. So diskutiere das Internationale Olympische Komitee, ob es E-Sports 2024 in Paris als 43. Olympische Disziplin einführe. Hauptprofiteure dieses Trends seien die Hersteller, Herausgeber und Lizenzinhaber beliebter Spiele, aber auch Hardwarehersteller wie Intel oder NVIDIA könnten profitieren.

Die Electronic Arts-Aktie werde aktuell bei 93,83 USD (23.05.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch habe bei 151,26 USD gelegen (29.04.2019), das 52-Wochen-Tief bei 73,91 USD (24.12.2018). Bei Bloomberg würden 21 Analysten die Aktie auf "buy", 13 auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Die Activision Blizzard-Aktie werde aktuell bei 42,91 USD (23.05.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch habe bei 84,67 USD gelegen (01.10.2018), das 52-Wochen-Tief bei 39,85 USD (11.02.2019). Bei Bloomberg würden 22 Analysten die Aktie auf "buy", zwölf auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Die Ubisoft-Aktie werde aktuell bei 70,78 EUR (23.05.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch habe bei 107,90 EUR gelegen (18.07.2018), das 52-Wochen-Tief bei 61,28 EUR (20.11.2018). Bei Bloomberg würden acht Analysten die Aktie auf "buy", neun auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Die Tencent-Aktie notiere aktuell bei Hongkong-Dollar (HKD) 326,00 (23.05.2019). Das 52-Wochen-Hoch habe bei HKD 427,99 gelegen (07.06.2018), das 52-Wochen-Tief bei HKD 251,49 (30.10.2018). Bei Bloomberg würden 51 Analysten die Aktie auf "buy", acht Analysten auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF5Y479 / WKN VF5Y47) auf die NVIDIA-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 26,25% und die Barriere bei USD 120,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei USD 180,00. Der Geldkurs betrage EUR 127,14 und der Briefkurs EUR 127,24. Der Bewertungstag sei der 19.06.2020. (Stand: 27.05.2019, 11:37)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF5A4G3 / WKN VF5A4G) auf NVIDIA. Die Bonusrendite liege hierbei bei 12,23% und die Barriere bei USD 135,00. Sowohl der Bonusbetrag als auch der Bonuslevel würden USD 200,00 betragen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 158,71 und der Briefkurs auf EUR 158,89. Der Bewertungstag sei am 21.06.2019. (Stand: 27.05.2019, 11:38)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 24.05.2019) (27.05.2019/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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