Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Roche und Deutsche Börse AG - Die Krisen-Profiteure - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 26.03.20 10:30
Innenraumaufnahme einer deutschen Börse
Bildquelle: Unternehmensbild: Deutsche Börse
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind der Genussschein von Roche (ISIN CH0012032048 / WKN 855167) und die Aktie der Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie bekämen viele Unternehmen Rund um den Globus die negativen Auswirkungen der Krise zu spüren. Einbrechende Nachfrage im Tourismus, abreißende Lieferketten in der Textilindustrie und Kurzarbeit als direkte Folge ausbleibender Aufträge bei den Zulieferern der Automobilindustrie seien nur einige Beispiele hierfür. Doch während das Coronavirus eine Vielzahl von Unternehmen in eine existenzbedrohende Notlage versetze, würden einige Unternehmen existieren, die aufgrund der aktuellen Entwicklung einen wirtschaftlichen Aufschwung verspüren würden.

Sie würden zu den offensichtlichsten Gewinnern der Corona-Krise gehören. Herstellern von Desinfektionsmitteln würden ihre Produkte förmlich aus den Händen gerissen. Ob einfache Handdesinfektionen oder die Großflächendesinfektionen an Arbeitsstätten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Den gegenwärtigen Nachfrageüberschuss nach den Reinigungsmitteln könnten Konsumenten in Form leerer Regale in Supermärkten und Drogerien beobachten. Vor allem Sagrotan, dessen Markennamen, ähnlich wie es bei Tempo und Papiertaschentüchern der Fall sei, als Synonym für Desinfektionsmittel genannt werde, sei zurzeit stets ausverkauft. Produzent von Sagrotan sei der britische Konsumgütergigant Reckitt Benckiser, der neben Sagrotan auch andere weltbekannte Marken wie beispielsweise Clearasil, Calgon und Cillit Bang sein Eigen nenne. Um die Gunst der Stunde zu nutzen, habe das Unternehmen seine Produktionskapazitäten massiv gesteigert. Seit dem Ausbruch des Coronavirus seien Überstunden und Wochenendarbeit Alltag an den Produktionsstätten von Sagrotan. Eine Situation, die sich während der kommenden Wochen auch kaum ändern dürfte.

Während sich Arzneimittelhersteller und Biotechunternehmen derzeit ein Wettrennen auf der Suche nach einen wirksamen Impfstoff liefern würden, profitiere die Schweizer F. Hoffmann-La Roche AG schon jetzt von der Covid-19-Pandemie. Denn der umsatzstärkste Pharmakonzern der Welt vertreibe neben Medikamenten auch Diagnosetests, die zur Identifizierung von Corona-Erkrankungen verwendet würden. So habe die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vergangene Woche eine Notfall-Zulassung für den Cobas SARS-CoV-2-Test von Roche erteilt, als der Baseler Konzern einen ersten Durchbruch in der schnellen und breiten Diagnose des neuartigen Coronavirus habe vermelden können. Dieser Test eröffne Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern die Möglichkeit, bis zu 4.000 Proben innerhalb von 24 Stunden auf das neuartige Virus zu untersuchen. Bereits vergangenen Freitag seien die ersten 400.000 Corona-Test-Kits in die USA ausgeliefert worden. Da zukünftig alleine mit den USA eine wöchentliche Lieferung von weiteren 400.000 Corona-Tests vereinbart worden sei, würden die Produktionskapazitäten bei Roche stündlich entsprechend ausgeweitet, sodass auf Monatsbasis inzwischen Tests im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung stehen sollten.

Habe das Corona-Virus in den vergangenen Wochen für Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten gesorgt und die Kurse der meisten Aktien auf Talfahrt geschickt, würden sich, entgegen des aktuellen Trends, vor allem die Anteilscheine der Börsenbetreiber bei Anlegern großer Beliebtheit erfreuen. Ein Anstieg bei den ausgeführten Wertpapiertransaktionen und Handelsumsätzen lasse allen Anschein nach bei Investoren die Hoffnung auf gute Geschäftszahlen in den kommenden Monaten aufkeimen. So habe beispielsweise die Deutsche Börse AG im Februar einen Anstieg der Kassamarktumsätze in Höhe von 58%im Vergleich zum Vormonat vermelden können. Laut Aussage des Unternehmens sei der 28 Februar mit 2,8 Mio. ausgeführten Transaktionen und einem Handelsvolumen von EUR 18,6 Mrd. der umsatzstärkste Handelstag auf dem Handelssystem Xetra seit der Finanzkrise 2008 gewesen. Sollte sich dieser Trend auch in den kommenden Monaten fortsetzten, könnte sich auch die Trägerin des Frankfurter Wertpapierhandels zu jenem Kreis von Unternehmen zählen, die vom Ausbruch der Covid-19-Pandemie wirtschaftlich profitieren würden.

Die Aktie von Reckitt Benckiser werde aktuell bei GBp 5.956,00 (24.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei GBp 6.744,00 (19.02.2020) und das Jahrestief bei GBp 5.136,00 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und drei auf "sell" setzen.

Der Genussschein von Roche AG werde aktuell bei CHF 246,20 (24.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei CHF 254,45 (21.06.2019) und das Jahrestief bei CHF 226,45 (11.05.2019) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 19 Analysten die Aktie auf "buy", acht auf "hold" und zwei auf "sell" setzen.

Die Aktie der Deutsche Börse AG werde aktuell bei EUR 108,90 (24.03.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 158,90 (19.02.2020) und das Jahrestief bei EUR 93,24 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden zwölf Analysten die Aktie auf "buy", 13 auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE6PXC1 / WKN VE6PXC) bezogen auf den Roche-Genussschein mit einem Cap von CHF 320,00. Die maximale Rendite betrage 20,25% und der Discount 9,90%. Der Geldkurs liege bei EUR 248,36. Der Briefkurs werde bei EUR 251,56 gesehen. Der Bewertungstag sei am 18.06.2021. (Stand: 26.03.2020, 08:49)

Interessant sei auch das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE6AK52 / WKN VE6AK5) mit Cap von CHF 340,00 auf den Roche-Genussschein. Das Papier sei mit einer maximalen Rendite in Höhe von 23,57% ausgestattet, der Discount liege bei 6,84%. Der Geldkurs betrage EUR 256,38 und der Briefkurs EUR 259,58. Der Bewertungstag sei am 04.06.2021. (Stand: 26.03.2020, 08:49)

Außerdem könnte das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE4UBL3 / WKN VE4UBL) mit Cap in Höhe von EUR 160,00 auf die Deutsche Börse AG interessant sein. Die maximale Rendite betrage 49,56% und der Discount 10,18%. Der Geldkurs liege bei EUR 105,81. Der Briefkurs werde bei EUR 106,29 gesehen. Der Bewertungstag sei am 17.12.2021. (Stand: 26.03.2020, 08:43)

Eine Investmentidee sei auch das Discount-Zertifikat (ISIN DE000VE532Y2 / WKN VE532Y) auf die Deutsche Börse AG-Aktie mit einem Cap von EUR 170,00. Die maximale Rendite betrage 55,16% und der Discount 8,01%. Der Geldkurs liege bei EUR 108,28. Der Briefkurs werde bei EUR 108,76 gesehen. Der Bewertungstag sei am 17.12.2021. (Stand: 26.03.2020, 08:41)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 25.03.2020) (26.03.2020/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


Hier geht's zur Aktien-Startseite

News und Analysen

Boeing setzt 787-'Dreamliner'-Produktion in South Carolina aus

NORTH CHARLESTON (dpa-AFX) - Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing stoppt aufgrund der Corona-Krise nun auch die Produktion seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" im Bundesstaat South ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 13437 ►

Der Backtest: Handelsstrategien auf dem Prüfstand

Der Backtest: Handelsstrategien auf dem Prüfstand
Ein Backtest – auf deutsch: Rücktest oder auch Rückvergleich – ist ein Prozess zur Bewertung eines Modells. Hierzu werden die Regeln einer vorhandenen Strategie auf historische Daten angewendet. Dies erfolgt entweder mit einer speziell hierfür entwickelten Software oder durch eigene Programmierungen.
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr