Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf adidas - Wachstumsoffensive - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 25.03.21 10:45
Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf adidas - Wachstumsoffensive - Zertifikateanalyse
Bildquelle: Adidas AG
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von adidas (ISIN DE000A1EWWW0 / WKN A1EWWW) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Der deutsche Sportartikelhersteller adidas habe das von der Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2020 besser als erwartet abschließen können. Nachdem das Unternehmen aus Herzogenaurach bei Nürnberg vor knapp zwei Wochen die Zahlen für das vergangene Jahr publiziert habe, seien die Erwartungen vieler Experten übertroffen worden.

Vor allem die Quartale drei und vier hätten aufgrund des gestiegenen Absatzes im Raum Asien-Pazifik einen positiven Beitrag zu den jüngsten Zahlen beigetragen. Demnach habe adidas zwar unter dem Strich einen Rückgang des Umsatzes von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen, jedoch hätten dennoch rund EUR 19,84 Mrd. umgesetzt werden können. Aufgrund der Lockdown-Maßnahmen und der damit verbundenen Schließungen der adidas-Stores sei der Gewinn auf insgesamt EUR 429 Mio. gesunken, was im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 einem Minus von 78 Prozent entspreche.

Angesichts dieses drastischen Rückgangs erwarte CEO Kasper Rorsted für das aktuelle Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent. Generell scheine der Unternehmenschef optimistisch in die Zukunft zu blicken, denn auch für die kommenden Geschäftsjahre prognostiziere er ein großes Wachstum für den Sportartikelhersteller. Hierfür sollten nicht nur bevorstehende Sport-Großveranstaltungen, wie die anstehende Fußball-Europameisterschaft, sorgen. Laut Rorsted habe vor allem das Thema Digitalisierung oberste Priorität innerhalb des Unternehmens, weshalb diese in den kommenden Geschäftsjahren umfangreich ausgebaut werden solle. Für den Ausbau des Onlinehandels und des E-Commerce-Sektors möchte adidas bis 2025 insgesamt rund EUR 1 Mrd. investieren. Dieser Fünfjahresplan sehe ein Umsatzwachstum aus dem Onlinegeschäft von bis zu 80 Prozent vor.

Des Weiteren plane das Unternehmen weitere Schritte beim Ausbau seiner Direktvertriebsstrategie (Direct to Consumer, oder kurz D2C), denn die bereits seit längerem angekündigte Kooperation mit der Indoor-Heimtrainer-Marke Peloton sei nun offiziell. Peloton sei insbesondere mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie bekannt geworden. Während viele Sportarten aufgrund von geschlossenen Fitnessstudios und Sportstätten nicht hätten praktiziert werden können, habe das Geschäft von Peloton floriert. Das Unternehmen biete Indoor-Heimtrainer, die so genannten Peloton-Bikes, mit den passenden Online-Streaming-Kursen an. Die Zahl der aktiven Nutzer sei parallel zum globalen Infektionsgeschehen stark angestiegen und habe Anfang des Jahres die Marke von über 4 Mio. erreicht. Obwohl die Peloton-Bikes aktuell lediglich in den USA, Kanada, Großbritannien und Deutschland erhältlich seien, sei 2020 ein Umsatz von rund USD 1,8 Mrd. erzielt worden.

Gerade während der pandemiebedingten Lockdowns sei die Popularität von Online-Fitnesskursen sowie Fitness-Heimgeräten enorm angestiegen, wovon nun auch adidas profitieren möchte. Mit der Kooperation möchte adidas weiter den Direktvertrieb stärken und für Peloton biete die Partnerschaft die Möglichkeit, die eigene Community noch weiter auszubauen. Die erste gemeinsame Kollektion der beiden Unternehmen mit dem Namen "adidas x Peloton", welche im Frühjahr- und Sommersaison erscheinen solle, bilde den Auftakt der Kooperation.

Zudem habe der Konzern zu Jahresbeginn bekannt gegeben, Reebok verkaufen zu wollen. Das Tochterunternehmen, welches 2006 für rund EUR 3,1 Mrd. übernommen worden sei, passe demnach nicht in die Zukunftspläne der adidas AG. Zwar schreibe Reebok schwarze Zahlen, allerdings trage es zum Gesamtumsatz von adidas nur rund 7,5 Prozent bei. Ausschlaggebend für den Verkauf des Tochterunternehmens sei die fehlende Zukunftsausrichtung. Bisher habe noch kein potenzieller Käufer gefunden werden können, was vor allem mit der Verflechtung von adidas und Reebok zusammenhänge. Demnach würden IT und Administrative Aufgaben über die gleichen Konzerneinheiten abgewickelt, was ein Herauslösen von Reebok aus der Konzernstruktur erschwere. Wie hoch die Kosten für die Ausgliederung von Reebok sein würden, sei noch offen.

Die Aktie der adidas AG werde aktuell bei EUR 280,10 (23.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 300,00 (11.03.2021) und das Jahrestief bei EUR 180,62 (23.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 18 Analysten die Aktie auf "buy", 19 auf "hold" und vier auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Long Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VQ35FP0 / WKN VQ35FP) auf adidas mit einem Basispreis von EUR 199,82. Der Stopp-Loss betrage EUR 204,40 und der Abstand zum Stopp-Loss 26,74%. Das Papier habe ein Bezugsverhältnis von 0,1 und einen Hebel von 3,51. Der Geldkurs liege bei EUR 7,88. Der Briefkurs werde bei EUR 7,94 gesehen. (Stand: 25.03.2021, 08:38)

Interessant sei auch das Short Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VQ2W964 / WKN VQ2W96) bezogen auf adidas, das einen Basispreis von EUR 371,35 habe. Der Stopp-Loss liege bei EUR 363,03, der Abstand zum Stopp-Loss belaufe sich auf 30,14%. Das Bezugsverhältnis betrage 0,1, der Hebel 3,01. Der Geldkurs liege bei EUR 9,28, wobei der Briefkurs bei EUR 9,34 gesehen werde. (Stand: 25.03.2021, 08:38)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 24.03.2021) (25.03.2021/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: aktiencheck


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Datum :
06.05.21
258,40 EUR
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