Johansson: 'Moria ist nicht normal, aber Migration ist normal'

Donnerstag, 17.09.20 11:29
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Eine Situation wie im abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos darf sich EU-Innenkommissarin Ylva Johansson zufolge nicht wiederholen. "Keine weiteren Morias!", forderte die Schwedin am Donnerstag im Brüsseler EU-Parlament. Dies sei eines der Ziele der neuen Migrations- und Asylpolitik, für die die EU-Kommission am Mittwoch neue Vorschläge vorlegen will. "Wir sollten nicht akzeptieren, dass Menschen unter diesen Bedingungen leben."

Das Flüchtlingslager Moria war vergangene Woche bei einem Brand fast vollständig zerstört worden. Rund 13 000 Migranten wurden obdachlos. Johansson betonte zugleich, dass die völlig überfüllten Lager auf den griechischen Inseln in den vergangenen Monaten bereits entlastet worden seien. Nach dem Brand der vergangenen Woche hätten zwölf EU-Staaten bereits Hilfe in Form von Sanitäranlagen, medizinischer Versorgung oder Unterkünften geleistet. Bislang seien unter Koordinierung der EU-Kommission mehr als 100 000 Gegenstände zusammengekommen.

Das Wichtigste sei nun, die Menschen auf Lesbos mit Lebensmitteln, Unterkünften und Medizin zu versorgen. "Ein neues, dauerhaftes und angemessenes Center ist die Priorität." Neue Flüchtlingslager wie Moria dürfe es hingegen nicht geben. "Wir brauchen einen Neustart bei der Migration. Und dies ist der richtige Zeitpunkt."

Zugleich betonte Johansson, dass es dringend eine Reform der Asyl- und Migrationspolitik brauche. "Moria ist nicht normal, aber Migration ist normal. Es ist etwas, das wir bewältigen können." Die Zeiten hätten sich geändert: Seien 2015 noch fast zwei Millionen Menschen nach Europa geflohen - ein Großteil von ihnen aus Syrien und somit schutzberechtigt -, seien es nun nur noch 140 000 Menschen, von denen der Großteil keinen Anspruch auf internationalen Schutz habe. Die Notwendigkeit einer europäischen Migrationspolitik gebe es aber noch immer. Jedes EU-Land müsse dazu seinen Beitrag leisten./ari/DP/eas



Quelle: dpa-AFX




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