MINI Future Short-Zertifikat auf den DAX: Short-Chance von 27 Prozent - Zertifikateanalyse

Mittwoch, 11.09.19 11:00
MINI Future Short-Zertifikat auf den DAX: Short-Chance von 27 Prozent - Zertifikateanalyse
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Lauda-Königshofen (www.zertifikatecheck.de) - Maciej Gaj von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung ein MINI Future Short-Zertifikat (ISIN DE000SC69EU8 / WKN SC69EU) der Société Générale auf den DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) vor.

Seit Mitte August steige der DAX wieder. Und mit ihm würden die Hoffnungen der Anleger wachsen, dass doch alles nicht so heiß gegessen werde, wie es gekocht worden sei. Man setze auf EZB-Maßnahmen, auf die US-Notenbank, eine Einigung der USA mit China und darauf, dass der BrExit doch noch mit einem Deal über die Bühne gehe. Die Sache habe aber einen Haken, der risikofreudigen Tradern die Chance bieten würde, sich beim DAX mit einem MINI Future auf der Short-Seite zu positionieren.

Starke Kursimpulse würden die Wahrnehmung der Marktteilnehmer beeinflussen. Das sei im Prinzip jedem bekannt, aber die meisten Trader seien davon überzeugt, dass das für alle gelten möge, nur nicht für sie selbst. Nüchtern betrachtet aber habe sich die Gesamtsituation seit der abrupten Aufwärtswende des DAX Mitte August gar nicht verbessert. Weder sei ein geregelter BrExit nähergekommen noch ein Deal der USA mit China. Dass man sich in einigen Wochen wieder an einen Tisch setzen wolle, ändere daran nichts, es wäre ja nicht das erste Mal. Und die erwarteten Leitzinssenkungen? Da könne man es mit dem Deutsche Bank-Chef Sewing halten, der vergangene Woche unterstrichen habe, dass kein mittelständisches Unternehmen auch nur einen Euro mehr investieren werde, nur, weil die Zinsen nach einer EZB-Maßnahme noch einmal 0,1 Prozent niedriger seien. Warum aber steige der DAX dann?

Erstens, weil viele Akteure durch diese Aufwärtswende glauben würden, dass sich die Lage gebessert haben müsste, sonst würde der DAX ja nicht steigen. Aber dadurch werde ein Kreislauf losgetreten: Es werde gekauft, das verbessere die Stimmung, löse weitere Käufe aus, die Stimmung werde noch besser … und so fort. Außen vor bleibe: die Realität. Zweitens, weil der DAX durch diese Wende eine tadellose, inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet habe. Der Ausbruch über deren Nackenlinie um 11.865 Punkte habe ein markantes charttechnisches Kaufsignal ausgelöst, dem viele gefolgt seien. Aber die Reichweite dieses Signals gehe zu Ende!

Das rechnerische Kursziel einer solchen Formation berechne sich aus der Distanz zwischen dem tiefsten Punkt der Formation und dem höchsten Punkt der Nackenlinie. Diese Distanz trage man nach oben ab, beginnend an dem Punkt, an dem der Kurs die Nackenlinie überboten habe. Tue man das, komme man auf ein Kursziel im Bereich von 12.450 Punkten. Damit wäre das Kursziel auf weniger als 200 Punkte herangekommen, während alleine ein Pullback an den Ausbruchslevel von 11.865 Zählern per Dienstagabend ein Korrekturpotenzial von 400 Punkten auf der Unterseite bedeuten würde.

Natürlich sei es risikofreudigen Tradern vorbehalten, gegen eine noch laufende Bewegung zu agieren, zumal es nicht zwingend dazu kommen müsse, dass der DAX spätestens um 12.450 Punkte nach unten drehe. Der Glaube könne Berge versetzen, auch, was die für morgen erwarteten Maßnahmen der EZB angehe. Drei Aspekte würden derzeit aber dafür sprechen, dass ein kräftiger Rücksetzer nahe sein könnte:

Erstens sei die Rally der Wochen zuvor in Sachen Handelskrieg und BrExit auf Treibsand gebaut. Und die Käufe hätten die Reaktion auf die Maßnahmen der US-Notenbank und der EZB vorweggenommen, daher könne es gut sein, dass dem DAX bald die Käufer ausgehe. Zweitens sei der DAX aus markttechnischer Sicht bereits recht überkauft. Drittens könne man seit Tagen beobachten, dass Trader massiv in konjunktursensible Aktien umschichten würden und vorher so beliebte defensive Aktien wie Beiersdorf und Henkel verkaufen würden, was andeute, dass da einige bereits leichtsinnig würden.

Risikofreudige Anleger, die davon ausgehen würden, dass dem DAX ein kräftiger Rücksetzer bevorstehe, könnten mit dem MINI Future Short-Zertifikat (WKN SC69EU) mit einem Hebel von 8,4 überproportional von einem solchen Szenario profitieren. Zur Sicherheit würde es sich anbieten, im Bereich knapp über 12.500 Punkten einen Stop Loss anzusiedeln, der ein kurzfristiges Überschießen über das Kursziel 12.450 Punkte zulassen würde. Das würde einem Kurs von etwa 12,50 Euro im Short-Zertifikat entsprechen. Das erste Kursziel für eine DAX-Korrektur läge auf Höhe der Nackenlinie der Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 11.865 Punkten. Angesichts der de facto weiterhin negativen Rahmenbedingungen müsste das aber nicht das Ende einer Abwärtsbewegung sein, so dass man im Fall des Erreichens dieses ersten Kursziels Teilgewinne mitnehmen und für die Restposition den Stop Loss dann in den Bereich des Einstiegskurses nachziehen könnte. (11.09.2019/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


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