Maduro droht Oppositionsführer Guaidó in Venezuela mit Festnahme

Freitag, 14.02.20 20:16
Maduro droht Oppositionsführer Guaidó in Venezuela mit Festnahme
Bildquelle: fotolia.com
CARACAS (dpa-AFX) - Der sozialistische Präsident Nicolás Maduro hat angekündigt, den venezolanischen Interimspräsidenten Juan Guaidó festzunehmen zu lassen, sobald es einen gerichtlichen Beschluss dafür gebe. "Am Tag, an dem die Gerichte der Republik eine entsprechende Anordnung erlassen, geht er ins Gefängnis, seien Sie sicher", antwortete der autoritär regierende Maduro auf die Frage eines US-Reporters bei einer Pressekonferenz in Caracas am Freitag. "Dieser Tag ist noch nicht gekommen. Aber er wird kommen." Guaidó werde wegen all der Delikte, die er begangen habe, festgenommen werden.

Juan Guaidó war am Dienstag nach einer dreiwöchigen Auslandsreise nach Venezuela zurückgekehrt. Dabei kam es in dem Flughafen von Caracas zu Auseinandersetzungen zwischen oppositionellen Abgeordneten und Unterstützern der sozialistischen Regierung. Aber Guaidó konnte einreisen. Er hatte seine Heimat im Januar trotz eines Ausreiseverbotes verlassen und war nach Kolumbien, Europa und in die Vereinigten Staaten gereist. Es war bereits die zweite Auslandsreise, die er trotz Verbots unternommen hatte. Allerdings war Guaidós Onkel am Airport festgenommen worden, nachdem er mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten zurückgekommen war.

Die USA hatten Maduro gewarnt, dass es "sehr bedeutende Konsequenzen" geben werde, falls Guaidó bei der Rückkehr zu Schaden käme. Der Parlamentschef hatte sich vor gut einem Jahr zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Rund 60 Länder, darunter Deutschland, haben ihn mittlerweile als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, allerdings kann er sich in Venezuela bislang nicht durchsetzen. Maduro hingegen ist international weitgehend isoliert, hält sich aber mit Hilfe des Militärs weiter an der Macht. Die humanitäre Lage in dem Land mit den weltgrößten Erdölreserven ist katastrophal. 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen./mfa/DP/he



Quelle: dpa-AFX


News und Analysen

Export von Eselshaut nach China: Kenia will Geschäft verbieten

NAIROBI (dpa-AFX) - Der Export von Eselshaut aus Kenia nach China ist ein lukratives Geschäft - doch nun will das ostafrikanische Land dies verbieten. Die Regierung Kenias habe beschlossen, das ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 12837

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Was passiert 2020?
  • Allzeithoch bei 195,75 Euro!
  • Ist die Aktie jetzt noch ein Schnäppchen?

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!
Mit der BOTSI®-Strategie wird über ETFs weltweit in rund 4000 Aktien aus den bedeutendsten vier Anlageregionen investiert. Wobei durch die einzigartige, völlig prognosefrei arbeitende Steuerung der Aktienquote, risikoreduzierte Aktienmarktrenditen ermöglicht werden.
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr