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Mehrtägiger Streik am Amazon-Standort Koblenz gestartet

Donnerstag, 26.11.20 07:31
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
KOBLENZ (dpa-AFX) - Mit einem mehrtägigen Streik wollen Amazon -Mitarbeiter am Standort Koblenz im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag erneut Druck machen. Im Rahmen eines bundesweiten Streiks, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beginn der Schicht von Mittwoch auf Donnerstag ihre Arbeit nieder. Das teile ein Verdi-Sprecher vor Ort mit. Der Streik soll demnach bis Samstag dauern.

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Aufgrund der Corona-Pandemie sei in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Koblenz ein "stiller Streik" vereinbart worden. Die meisten Streikenden seien zu Hause geblieben, teilte der Sprecher mit. Vor dem Werksgelände versammelten sich demnach Donnerstagfrüh nur knapp zehn Beschäftigte. Wie viele Beschäftigte insgesamt die Arbeit niederlegten, kann nach Angaben des Sprechers erst nach dem Streik beurteilt werden. Er schätze die Streikbeteiligung aber höher ein als in den vergangenen Jahren.

Rund um den umsatzstarken Einkaufstag "Black Friday" hatte die Gewerkschaft an sieben deutschen Versandzentren zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Koblenz sind laut Verdi-Sprecher derzeit etwa 2600 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 800 Saisonarbeiter für die Weihnachtszeit.

Bei Amazon in Deutschland wird seit Jahren immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft regelmäßig zu Arbeitsniederlegungen auf - etwa im Weihnachtsgeschäft oder an Schnäppchen-Tagen wie "Black Friday" und "Cyber Monday". Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon argumentiert, dass das Unternehmen eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik anbiete, zudem gebe es Karrierechancen und viele Extras.

Der Konzern des US-Milliardärs Jeff Bezos lehnt Tarifverträge ab. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren vervielfacht. Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften gibt es nicht nur in Deutschland./juh/DP/zb

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Quelle: dpa-AFX


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