Memory Protect Pro Express-Zertifikat auf K+S: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 26.09.19 11:20
Memory Protect Pro Express-Zertifikat auf K+S: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse
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Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Memory Protect Pro Express-Zertifikat (ISIN DE000VF7N8Q6 / WKN VF7N8Q) von Vontobel auf die K+S-Aktie (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88).

Die K+S-Aktie habe wieder einmal kräftig Prügel bezogen. Um fast 14 Prozent sei der MDAX-Wert auf Wochensicht in die Tiefe gerauscht, auf das niedrigste Niveau seit 2005. Die zaghafte, seit Mitte August laufende Erholung sei damit schlagartig abgewürgt worden. Für den Absacker gebe es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen hätten die Hedgefonds-Manager von Millennium International Management LP ihre Leerverkaufspositionen kräftig aufgestockt - sie würden nun rund ein Prozent aller Aktien des Salz- und Düngemittelproduzenten umfassen. Zum anderen habe K+S wegen einer schwachen Kalinachfrage seine Produktion gekappt. Bis Ende des Jahres 2019 werde die Düngemittelproduktion für Kaliumchlorid um bis zu 300.000 Tonnen reduziert, habe der Konzern mitgeteilt. Es sei zwar eine schwierige, aber die richtige Entscheidung, so Alexa Hergenröther, Leiterin der Operativen Einheit "Europe+" - auch mit Blick auf die anhaltenden chinesischen Importstopps für das Standardprodukt Kaliumchlorid.

Die Produktionsanpassung bleibe natürlich nicht ohne Konsequenzen: Der damit verbundene Effekt auf den Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde bei bis zu 80 Mio. Euro liegen, so K+S. Was das für die Jahresprognose bedeute, würden die Aktionäre erst am 14. November bei Vorlage der Q3-Zahlen erfahren. Es könnte aber durchaus auf eine Gewinnwarnung hinauslaufen. Kein Wunder, dass Anleger das Weite suchen würden.

Zusätzlich Öl ins Feuer gegossen hätten Analysten wie Oliver Schwarz von Warburg Research. Er habe die Papiere von "buy" auf "hold" abgestuft und das Kursziel um 5 auf 18,40 Euro gesenkt. Zwar sei es eine gute Nachricht, dass alle wichtigen Produzenten eine strikte "Preis-vor-Volumen-Strategie" verfolgt seien, so Schwarz mit Blick auf den vorübergehenden Importstopp Chinas. Allerdings werde es einige Zeit dauern, bis die Produktionskürzungen am Markt gegriffen hätten. Bis dahin werde deutlich mehr Kali im Angebot sein als nachgefragt, was die Preise doch belasten dürfte. Der Experte rechne auch für 2020 nicht mit höheren Vertragsabschlüssen. Kurzum: Eine Investition in K+S zum jetzigen Zeitpunkt erfordere eine gewisse Portion Mut - wenn, dann besser gepuffert und mit entsprechend langem Anlagehorizont. (Ausgabe 37/2019) (26.09.2019/zc/a/a)


Quelle: Aktiencheck


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12.11.19
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