NZD/HKD, Hohe Leitzinsen machen Währung attraktiv

Donnerstag, 11.06.09 18:53
NZD/HKD, Hohe Leitzinsen machen Währung attraktiv
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Frankfurt a. M. (forexcheck.de) - Am heutigen Tag profitierte der Neuseeländische Dollar von guten Meldungen zur Konjunktur. So wurden Zahlen zu den neuseeländischen Gästeübernachtungen ("Accomodation Survey") für April 2009 veröffentlicht, die von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen wurden.Ferner investieren immer mehr Anleger in den Neuseeländischen Markt wegen der realtiv hohen Zinsen in diesem Währungsraum mit Leitzinsen bei 2,5 Prozent.So lag der Neuseeländische Dollar gegenüber dem Hongkong Dollar (NZD/HKD) bis zum heutigen Abend an der Spitze der Forexgewinner.Das Währungspaar notierte bei 4,9999 und damit 2,52 % fester als noch am letzten Handelstag. Auch auf den weiteren Plätzen findet sich der Neuseeländische Dollar wieder…So kann er gegen den US-Dollar (NZD/USD) um 2,39 % zulegen. Heute profitierte der Euro gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD) von positiven Meldungen zur weiteren Konjunktur. Es wurde von Wirtschaftsweisen gemunkelt, dass die Konjunkturdelle bereits im zweiten Quartal beendet sein dürfte.Einige US-Analysten sehen gar einen Dowstand von 12.000 Punkte bis Oktober voraus.Dies verhalf der Europäischen Einheitswährung gegenüber dem Greenback zu einem Kursplus von knapp einem Prozent.Besonders negativ hervorgetan hat sich heute das Währungspaar Euro gegenüber dem Neuseeländischen Dollar (EUR/NZD) das den ganzen Tag die Verliererliste anführte. Das Währungspaar notiert aktuell bei 2,1843 und damit 1,48 % schwächer als noch am letzten Handelstag.Auf den weiteren Plätzen der prozentual schwächeren Devisenpaare befinden sich der Schweizer Franken gegen den Australischen Dollar (CHF/AUD), das Britische Pfund gegen den Neuseeländischen Dollar (GBP/NZD) sowie der Euro gegen den Australischen Dollar (EUR/AUD). Die Verluste betragen bei den oben aufgeführten Paaren derzeit: 1,20 %, 1,19 % und 1,19 %.Zum Euro hin hält der Japanischen Yen aktuell das Niveau über dem 137er Level was etwas höher als das Tief bei 136,56 ist.Nach einem Hoch bei 1,4113 US-Dollar am heutigen Tag ist der Euro bis zum Abend wiedr unter das 1,41er Niveau zurück gefallen und notiert aktuell wenige Pips darunter bei 1,4076.Zum Schweizer Franken hat sich der Euro seit heute Morgen nach einem Hoch bei 1,5146 und einem Tief bei 1,5106 mittlerweile bis auf 1,5120 erholen können.Nach Kursen zwischen 0,8498 und 0,8568 hat sich der Euro zum Britischen Pfund bis heute Abend bis auf 0,8512 einpendeln können.An Wirtschaftsmeldungen kam heute einiges, was die Forexkurse hätte durcheinanderwirbeln können:Am heutigen Morgen wurden schon Zahlen zweiten vorläufigen Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (kokunaisouseisan) für das erste Quartal 2009 veröffentlicht.Das japanische Wirtschaftswachstum ist im ersten Quartal um 3,8 % zurück gegangen. Damit wurde die vorläufige Veröffentlichung revidiert.Um 10:00 Uhr wurde der Monatsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) für Juni 2008 bekannt gegeben."Abwärtsrisiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit den Konjunkturaussichten, während Aufwärtsrisiken unerwartet hohe Rohstoffpreise betreffen", heißt es im Monatsbericht der EZB.Um 11:00 Uhr kam die Veröffentlichung der Konjunkturprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für Deutschland, EU und die Welt.Das Institut erwartet zwar eine Stabilisierung im Verlauf dieses Jahres auf leichtem Niveau, eine konjunkturelle Wende sei aber erst 2010 zu erwarten.Die Experten revidieren ihre eigene Prognose aus dem Monat März (-3,7 %) und erwarten nun mehr, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 6,0 % sinken wird. Für das kommende Jahr rechne man mit einem lediglich "sehr moderaten" Anstieg um 0,4 %. Im März war man von einem Minus von 0,1 % für das kommende Jahr ausgegangen.Voraussetzung für eine Erholung der Wirtschaft im Jahr 2010 sei aber, dass sich die Situation im Bankensektor nicht erneut verschlechtere, so das IfW Kiel.Aufgrund steuerlicher Entlastungen bei den verfügbaren Einkommen dürften sich die privaten Konsumausgaben im Jahr 2010 trotz steigender Arbeitslosenzahlen "etwas ausweiten".Ferner kam auch am Vormittag die erste Veröffentlichung der Zahlungsbilanz ("Current Account") der EU für das erste Quartal 2009.Die Leistungsbilanz aller 27 EU Mitgliedsstaaten weist im ersten Quartal in der ersten Veröffentlichung ein Defizit in Höhe von 50,8 Mrd. Euro aus. Im vorangegangenen Quartal lag das Defizit bei 57,3 Mrd. Euro.Die Dienstleistungsbilanz der EU zeigt im ersten Quartal in der ersten Veröffentlichung einen Überschuss in Höhe von 15,3 Mrd. Euro. Im Vorquartal lag das Plus bei 17,1 Mrd. Euro.Um 14.30 Uhr kam die Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen Einzelhandelsumsatz ("Retail Sales") für Mai 2009 sowie die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ("Initial Jobless Claims") für die Vorwoche.Der US-amerikanische Umsatz im Einzelhandel ist im Mai um 0,5 % gestiegen. Erwartet wurde ein leichter Umsatzanstieg von 0,3 %. Im Vormonat war der Umsatz des Einzelhandels in den Vereinigten Staaten noch um 0,2 % (revidiert von -0,4 %) gefallen. Ohne die Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz in den USA ebenfalls um 0,5 % gestiegen. Gerechnet wurde mit einem Bereich von 0,2 %. Einen Monat zuvor war noch ein Rückgang von 0,2 % zu verzeichnen gewesen (revidiert von -0,5 %).Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 601.000 gefallen. Erwartet wurden 625.000 neue Anträge nach zuvor 625.000 (revidiert von 621.000).Um 16:00 Uhr fand die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Lagerbeständen ("Business Inventories") für April 2009 statt.Die US-amerikanischen Lagerbestände sind im April um 1,1 % zurückgegangen. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,8 bis 1,0 %.Die Umsätze sind gleichzeitig um 0,3 % gefallen. Das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt in den USA bei 1,43.Eine halbe Stunde später kam die Veröffentlichung des wöchentlichen Erdgasberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US Lagerhaltung.Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 106 Bcf auf 2.443 Bcf gestiegen. Im Vorjahr hatten sie bei 1.875 Bcf gelegen.Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte die heutige Referenzkursfeststellung.Die EZB legte die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8632 (0,8709) Britische Pfund (EUR/GBP), 136,80 (136,53) Japanische Yen (EUR/JPY) und auf 1,5158 (1,5166) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest.Der Referenzkurs zum US-Dollar (EUR/USD) liegt bei 1,3959 (1,3866). (11.06.2009/fx/n/m)

Quelle: ac


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