Vale A Aktie
WKN:897998
ISIN:BRVALEACNPA3
Land: Brasilien
Branche: Energie und Rohstoffe
Sektor: Rohstoffe
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Nach Dammbruch an Vale-Mine: Einigung über Milliarden-Entschädigung

Donnerstag, 04.02.21 20:27
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
BRUMADINHO (dpa-AFX) - Rund zwei Jahre nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien hat der Bergbaukonzern Vale ein Abkommen zur Zahlung einer Entschädigung von umgerechnet fast sechs Milliarden Euro geschlossen. "Der Präsident des Obersten Gerichtshofs hat die historische Vereinbarung genehmigt", hieß es in einer Mitteilung des Gerichtshofs im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais am Donnerstag. Das Abkommen mit der Regierung von Minas Gerais sei das größte Abkommen, das jemals in der Geschichte Brasiliens und Lateinamerikas geschlossen wurde. "Wir haben es geschafft", schrieb Romeu Zema, Gouverneur des Bundesstaates, auf Twitter. Laut einer Mitteilung der Regierung von Minas Gerais sollen 30 Prozent der Mittel der Gemeinde und der Bevölkerung von Brumadinho zugute kommen.

Am 21. Januar war die fünfte Anhörung zur Verhandlung über die Entschädigung zwischen der Regierung von Minas Gerais und Vale ohne Übereinkunft zu Ende gegangen. Der Bergbaukonzern hatte bis 29. Januar Zeit, ein Angebot vorzulegen, das den Erwartungen des Bundesstaates entsprechen sollte. Danach wurde es Sache der Justiz, über die Entschädigung zu entscheiden.

Die Vereinbarung beende die Möglichkeit eines Rechtsstreits, der sich über mehr als ein Jahrzehnt erstrecken könnte, hieß es nun in der Gerichtsmitteilung. Laut dem Nachrichtenportal "G1" liegt der vereinbarte Wert von gut 37 Milliarden Reais mehr als 30 Prozent unter dem, den die Regierung von Minas Gerais ursprünglich gefordert hatte.

Der Damm an der von Vale betriebenen Mine Córrego do Feijao war am 25. Januar 2019 gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe Brumadinho hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Mindestens 259 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Weitere elf Menschen werden noch immer vermisst.

Kurz vor dem Dammbruch hatten Mitarbeiter der brasilianischen Tochter des TÜV Süd die Rückhaltebecken geprüft und für sicher befunden. Die brasilianische Justiz nahm im Februar vergangenen Jahres die Anklage gegen den Bergbaukonzern Vale und die Tochterfirma von TÜV Süd sowie 16 Mitarbeiter der beiden Unternehmen wegen Mordes an./mfa/DP/he



Quelle: dpa-AFX


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