Nachgefragt (5): So gehen Fondsanbieter mit der Corona-Krise um - Fondsnews

Dienstag, 28.04.20 15:47
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Wien (www.fondscheck.de) - Wie Investmentgesellschaften ihre Vertriebsbetreuung und ihr Marketing an die Corona-Krise anpassen und mit welchen innovativen Konzepten es ihnen gelingt, Berater und Kunden in diesem herausfordernden Umfeld bestmöglich zu unterstützen, hat FONDS professionell ONLINE in Erfahrung gebracht, so die Experten von "FONDS professionell".

Beim morgendlichen Kaffee die Agenden des Tages mit Kollegen durchgehen und anschließend rasch weiter zum ersten Außer-Haus-Termin. Danach stehe ein Meeting im Restaurant auf dem Plan, und am Nachmittag folge noch ein wichtiges Strategiegespräch mit dem Chef: Was bis Mitte März 2020 selbstverständlich gewesen sei, sei mittlerweile nur noch eine Erinnerung. Praktisch alle Seminare, Konferenzen und sonstigen Vertriebsevents seien abgesagt, unzählige Angestellte würden vom Homeoffice aus arbeiten, und Kundentermine würden - wenn überhaupt - nur noch online stattfinden. Die Corona-Pandemie stelle den traditionellen Finanzvertrieb auf die Probe.

FONDS professionell ONLINE habe dutzende Anbieter gefragt, wie sie ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten an die neue Situation angepasst hätten. In einer mehrteiligen Reihe stelle die Redaktion in den kommenden Tagen die Konzepte der Investmentgesellschaften en détail vor.

Mit welchen Ideen zur Vertriebsunterstützung und innovativen Konzepten im Marketing hätten die Investmentgesellschaften auf die Corona-Krise reagiert? Die Redaktion habe nachgefragt:

DANSKE INVEST

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater? Falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Wir sehen teilweise einen erhöhten Informationsbedarf. Die Fragen beziehen sich auf die Entwicklung und Aussicht von einzelnen Anlagelassen beziehungsweise Fonds, in denen die Kunden investiert sind.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt? Falls ja, welche sind das?
Als nordisches Haus spielt nachhaltiges Investieren eine große Rolle, hier sind wir dabei das Angebot weiter auszubauen. Außerdem sehen wir in den Bereichen europäische Aktien sowie Schwellenländer-Anleihen in Hartwährungen langfristig großes Potenzial.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert? Falls ja, in welcher Form?
Sicher stehen nun digitale Formate noch stärker im Vordergrund, dies hat auch Vorteile. So ermöglichen wir beispielsweise durch die gezwungene Umstellung unserer "Nordic Summit" auf digitale Formate, einem deutlich größeren Kreis von Investoren aus der DACH-Region teilzunehmen, als im vergangenen Jahr vor Ort in Kopenhagen.

Welche Produkte und Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Aktuell halten wir den Danske Invest Europe für interessant, einen flexiblen Aktienfonds, der sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten den Index schlagen kann. Auf der Anleihenseite ist für viele Investoren der Danske Invest Europe Corporate Sustainable Bond sowie der Danske Invest Emerging Markets Debt Hard Currency eine gute Wahl.

Wie kommen Sie im Marketing und in der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Sehr gut, bei der Danske Bank arbeiten aktuell über 19.000 Kollegen vom Homeoffice aus, dank moderner IT-Infrastruktur funktioniert es reibungslos. Wichtig ist, dass der Austausch zwischen den Kollegen erhalten bleibt. Wir vereinbaren zum Beispiel virtuelle "Kaffeepausen" über Skype.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare usw.) weiter ausbauen?
So wie wir es länderübergreifend intern lange gewohnt sind, nutzen wir die gestiegene Akzeptanz dieser Formate nun auch intensiv mit Kunden. Wir haben in diesen Tagen eine ganze Reihe interessanter Webinare mit unserem Chefstrategen Henrik Drusebjerg aber auch externe Redner wie dem früheren schwedischen Premierminister Carl Bildt.

DEGROOF PETERCAM

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater? Falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Wir sehen Anfragen von Vertriebspartnern nach Produkten, die sich in den vergangenen Wochen positiv vom Markttrend abgehoben haben, aber auch nach Informationen zu Strategien, die eine spezielle Marktnische abdecken. Insgesamt informieren wir unsere Partner aktiv über Webinar-Angebote und kurzfristige Newsletter.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt? Falls ja, welche sind das?
Wir haben 2020 den Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt und bieten hier in verschiedenen Asset-Klassen Produktlösungen an.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert? Falls ja, in welcher Form?
Aufgrund der aktuellen Lage wurden verschiedene Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Wir kompensieren dies durch unser regelmäßiges Angebot an Webinaren und Telefonkonferenzen.

Welche Produkte und Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Dies kann nicht pauschal beantwortet werden. Wir haben eine umfangreiche Produktpalette, und der Bedarf des Vertriebspartners steht im Mittelpunkt. Die Analyse ergibt dann das mögliche Angebot. Wir sehen jedoch ein starkes Interesse an Aktienstrategien.

Wie kommen Sie im Marketing und in der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Dies ist kein Problem. Alle Anwendungen und die Kommunikation funktionieren einwandfrei. Aufgrund der Tatsache, dass wir dezentral aufgestellt sind, war die Anpassung nur minimal.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare usw.) weiter ausbauen?
Wir haben schon in der Vergangenheit auf verschiedene Interaktionsmodelle gesetzt und werden dies auch in der Zukunft so fortsetzen. Video- und Telefonkonferenzen sowie Webinare nutzen wir schon seit Jahren.

DEKA

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater, falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Ja, die Themen sind hauptsächlich Einschätzungen zum Kapitalmarkt, den Immobilienmärkten und Fragen zum Fondsmanagement. Auch Anlageempfehlungen für Sparkassenkunden wurden häufig erfragt.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?
Vertriebsschwerpunkte sind nach wie vor die Betreuung von Bestandskunden und die Neukundengewinnung. Ein ebenfalls seit Jahren bestehender Vertriebsschwerpunkt ist das regelmäßige Wertpapiersparen mittels Sparplänen.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Kommunikation ist in der aktuellen Krise besonders wichtig. Wir stellen den Sparkassen und ihren Kunden schnell und transparent Informationen zur Verfügung. Noch intensivere Unterstützung bieten wir den Kunden bei der Nutzung von Online-Angeboten.

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Zunächst empfehlen wir, nicht in Panik zu geraten, auch wenn es gerade nicht so gut läuft. Kunden, die einen Sparplan haben, sollten außerdem unbedingt dranbleiben oder gerade jetzt einsteigen. Grundsätzlich sollten Anleger sich überlegen, ob die niedrigen Kurse vielleicht ein guter Zeitpunkt zum Einstieg sind. Und nicht zuletzt: Die Mischung macht’s. Auf breite Streuung achten!

Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Alle erforderlichen technischen und organisatorischen Voraussetzungen sind vorhanden, so dass alle Dienstleistungen in vollen Umfang erbracht werden können. Alle Meetings und Absprachen finden digital statt. Auch der Kontakt zu Sparkassen über unsere Vertriebsmitarbeiter ist digital gewährleistet. Homeoffice ist zurzeit notwendig und richtig für die Gesundheit unserer Kunden und der Kollegen.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Wir werden es prüfen. Dennoch ist der persönliche Kontakt zu unseren Kunden und den Sparkassen sehr wichtig und wird auch weiter im Vordergrund stehen.

DNB ASSET MANAGEMENT

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater? Falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Es besteht vermehrt krisenbezogener Informationsbedarf: Wie schätzen wir die Märkte und die Sektoren, in die wir investieren, ein? Wie positionieren wir uns? Wir updaten unsere Klientel auch deutlich häufiger, als das in ruhigen Marktphasen der Fall ist, und informieren bei deutlichen Marktverwerfungen mit Ad hoc-Updates über diverse Kommunikationskanäle. Ermöglicht wird dies durch den engen Kontakt mit den Fondsmanagern, mit denen wir mehrmals täglich kommunizieren, aber auch durch unabhängiges Research. Die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden verdeutlichen, dass diese aktive Informationsarbeit sehr gut ankommt und gewünscht ist.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt? Falls ja, welche sind das?
Die nordischen Asset-Klassen stechen gerade in diesen Zeiten als besonders attraktiv hervor. Eine Konstante bleibt unser Fokus auf Themen wie Technologie- oder Öko-Investments und unser Value-Ansatz, da die fundamentalen Unternehmenszahlen für Anleger wichtiger geworden sind.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert? Falls ja, in welcher Form?
Wir reagieren selbstverständlich mit einem erweiterten Angebot an Online-Meetings. Ich bin übrigens überzeugt, dass die nun geleisteten Investitionen in die technologische Infrastruktur auch in Nachkrisenzeiten für eine stärkere Nutzung der Online-Formate sorgen werden. So mancher Asset Manager hat nun seinen ganz eigenen Aha-Effekt: Online-Updates sind effizient, funktionieren prima und werden sogar vom Markt stark nachgefragt. Vertrieblich hat sich nur die Ansprache verändert. Statt persönlich erfolgt sie mehr telefonisch und online-unterstützt. Marketingtechnisch sind Newsletter und die Social-Media-Kanäle stärker in den Fokus gerückt.

Welche Produkte und Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Unsere Empfehlungen sind relativ krisenfest und stehen daher nach wie vor: nordische Asset-Klassen und unsere globalen, value-basierten Themenstrategien werden aus gutem Grund nachgefragt.

Wie kommen Sie im Marketing und in der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Wir sind ein internationales Büro mit Mitarbeitern aus der ganzen Welt. Wir waren vor Krisenbeginn bereits so ausgestattet, dass für alle Mitarbeiter ein flexibles Arbeiten möglich ist, wo immer ein Internetanschluss gegeben ist. Wir arbeiten seitdem überwiegend von zu Hause.

DWS

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater? Falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
In dieser außergewöhnlichen Zeit sind unsere Kunden umso mehr an unseren Meinungen und Einschätzungen interessiert. Unsere Experten stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Vertriebspartnern, um die aktuellen Entwicklungen einzuordnen. Ein Großteil der Anfragen zielt dabei auf die Marktentwicklungen, unsere Positionierung sowie Implikationen auf einzelne Fonds ab. Diese Themen haben wir aufgegriffen und in neuen Informationsmaterialien und Telefonkonferenzen detailliert erläutert. Gemeinsam mit unserem Chefanlagstrategen (CIO) Stefan Kreuzkamp haben wir darüber hinaus im Nachgang zu den größten Marktverwerfungen unsere Vertriebspartner mehrmals unmittelbar über die Situation sowie unsere Maßnahmen informiert. In kurzfristig anberaumten Telefonkonferenzen und unseren etablierten Formaten stehen wir regelmäßig in Kontakt mit unseren Vertriebspartnern.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt? Falls ja, welche sind das?
Unsere Vertriebsschwerpunkte sind stets auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet. Im aktuellen Marktumfeld liegt deren Fokus unter anderem auf flexiblen Multi-Asset-Lösungen, wie dem bewährten DWS Concept Kaldemorgen (ISIN LU0599946893 / WKN DWSK00) und dem mit dem gleichen "Investment-Motor" ausgestatteten, etwas defensiver agierenden DWS Invest Conservative Opportunities (ISIN LU2034326152 / WKN DWS229). Diese Fonds bieten dem Anleger die Möglichkeit, dem negativen Einlagezins bei kontrolliertem Risiko zu entkommen. Ergänzt durch offene Immobilienfonds, wie unsere etablierte Grundbesitz-Fondsfamilie, die mit ausschließlich positiven Jahresrenditen und attraktiven Ausschüttungen seit Auflegung zu Stabilität in den Portfolien unserer Kunden beiträgt. Daneben gewinnt das Thema Nachhaltigkeit analog zu dem gesellschaftlich geschärften Bewusstsein auch bei Anlageentscheidungen an Bedeutung. Angelehnt an unseren Erfolgsfonds DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811) spielt der DWS Invest ESG Equity Income (ISIN LU1616932866 / WKN DWS2NX) als Quelle für zinsähnliche Einnahmen eine wichtige Rolle. Der Fonds investiert in schwankungsärmere Dividendentitel und nutzt einen Nachhaltigkeitsfilter, der das Portfolio weiter stabilisiert.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert? Falls ja, in welcher Form?
Unser Vertriebsschwerpunkt hat sich nicht geändert. Wir sind überzeugt, dass die Bedürfnisse und Anlageziele unserer Kunden sich langfristig nicht verändert haben. Darüber hinaus arbeiten wir mit unseren Vertriebspartnern an weiteren Produkten, die Kunden für den Einstieg in den Kapitalmarkt nutzen können.

Welche Produkte und Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Grundsätzlich ist dies abhängig vom Risikoprofil und den Anforderungen des individuellen Kunden. Zum Einstieg in den Kapitalmarkt böte sich beispielsweise der Fonds DWS Invest Conservative Opportunities an. Während unsere offenen Immobilienfonds weiterhin stabile Erträge ermöglichen sollten, können risikoaffinere Investoren unsere Aktienfondsklassiker, wie den DWS Top Dividende oder den DWS Akkumula (ISIN DE0008474024 / WKN 847402) zum Wiedereinstieg nutzen.

Wie kommen Sie im Marketing und in der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Sehr gut. Die DWS hat unternehmensweit rasch und umsichtig Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass wir unseren Verpflichtungen und unserer treuhänderischen Verantwortung gegenüber unseren Kunden nachkommen. Unsere Teams arbeiten digital und nutzen Echtzeitkommunikationswege.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare usw.) weiter ausbauen?
Das haben wir mit Produkt- und Markt-Update-Calls bereits getan und werden diese weiter ausbauen. Auch in der Vergangenheit haben wir viele digitale Angebote genutzt, von Webinaren über Telefon- und Videokonferenzen bis hin zu digitalen Road Shows. Auf unsere Erfahrungen können wir uns jetzt stützen und diese in der Breite ausrollen. Gerade in diesen Zeiten sind wir eng an der Seite unserer Kunden.

EB SIM

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater, falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
In der Tat sehen wir einen erhöhten Informationsbedarf via E-Mail und Telefon, weil ja persönliche Kontakte sowie Präsenzveranstaltungen unterbleiben müssen. Die Anfragen beziehen sich zum großen Teil auf bestehende Mandate oder Vermögensverwaltungen und auf die aktive Umsetzung des Marktgeschehens in unseren Publikumsfonds. Vielfach interessiert die Kunden auch, welche Alternativen in der Allokation möglich sind und wie wir den Markt aktuell und in seiner künftigen Entwicklung bewerten.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?
Generelle Leitlinie war für uns die erfolgreiche Positionierung und der weitere Ausbau unserer Publikumsfonds am Markt. Für die EB-SIM als vergleichsweise junge Gesellschaft ist auch die weitere Erhöhung des Bekanntheitsgrades nach wie vor wichtiges strategisches Ziel. Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsdiskurses in der Gesellschaft und unserer eigenen konsequent nachhaltig orientierten strategischen Ausrichtung der EB-SIM akzentuieren wir das Thema Erneuerbare Energien und zugleich auch stark das Thema Impact Investing als Alternativen und Ergänzungen zu den kundenseitig bereits sehr oft abgedeckten liquiden Märkten. Im letztgenannten Segment sehen wir im Bereich der Emerging Markets gutes Erholungspotential. Die starke Ausweitung der Spreads bei EM-Corporate Bonds lassen aus unserer Sicht erste interessante Investments zu.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Die Vertriebsplanung befindet sich in laufender Überprüfung. Da Präsenzveranstaltungen verschoben wurden, setzen wir vermehrt auf Web-Informationen und Webinare. Zudem gewinnt die regelmäßige, individuelle Information und Beratung spezifischer Kunden über den telefonischen Kontakt eine noch größere Bedeutung als ohnehin schon. Wir setzen auf eine verlässliche, nachhaltige Kontaktpflege und profunde Beratung auf Höhe der Zeit. Dazu gehört gerade jetzt auch ein enger telefonischer Kontakt zu Banken und zu unabhängigen Beratern.

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Die aktuelle Krise ist eine enorme Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft - in globaler Perspektive. Aber vielleicht liegt in ihr auch eine Chance. Wir sind überzeugt, dass der Neustart der Wirtschaft nach der Corona-Krise noch nachhaltiger, grüner und klimafreundlicher werden muss als zuvor. Unsere EB-SIM-Nachhaltigkeitsfonds zielen schon heute darauf ab. Wir empfehlen insbesondere unseren EB-Öko-Aktienfonds (ISIN LU0037079380 / WKN 971682), der weltweit in nachhaltige Aktien investiert, den EB-SEMCOR, einen Emerging Markets Corporate Bonds. sowie den EB-SMAI, der einen globalen Multi Asset-Ansatz verfolgt.

Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Erstaunlich gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gerade mit der Internetstabilität haben wir - und auch unsere Geschäftspartner - einen richtig guten Arbeitsmodus gefunden und insbesondere Videokonferenzen als ein sehr gut nutzbares Instrument entdeckt. Überall ist eine enorme Bereitschaft zu spüren, sich mit den Gegebenheiten dieser Ausnahmesituation so gut es geht konstruktiv zu arrangieren. Und das klappt in erstaunlicher Weise!

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Ja, im Rahmen der Möglichkeiten werden wir das sicherlich machen, gerade weil sich neue, aus der Situation flexibel designte Formate jetzt erstaunlich gut bewähren. Wir haben unsere digitalen Tools und Angebote bereits angepasst. Uns kommt dabei zugute, dass wir als relativ junge Gesellschaft die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung von vornherein mitgedacht und direkt integriert haben.

EDMOND DE ROTHSCHILD AM

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater, falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Wir konnten durch die Corona-Krise einen Anstieg der Anfragen unserer Partner verzeichnen. In vielen Fällen ging es um aktuelle Positionierungsfragen in den Portfolios der Fonds. Wir konnten aber auch viele Gespräche bezüglich der Nutzung von Anlagechancen im aktuellen Marktumfeld führen.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?
Wir sind mit unseren attraktiven Lösungen sehr breit aufgestellt. Unser Vertriebsfokus liegt daher unter anderem auf nachhaltigen Investments, Emerging-Market-Unternehmensanleihen, Income-orientierten Anlagen und auf innovativen Themen wie Big Data. Bei institutionellen Anlegern konnten wir die Gespräche in Bezug auf Themen wie Infrastructure Debt, Private Equity und unseren Immobilienangeboten weiterhin vertiefen.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Nein, geändert hat sich nichts. Einige geplante Aktivitäten haben sich aufgrund der aktuell rechtlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und aus Schutz der Gesundheit des einzelnen Bürgers aufgrund der Corona-Pandemie nur ein wenig nach hinten verschoben.

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Nachgefragt werden etwa unsere ESG-orientierten Lösungen, da sich die Investition in attraktive und qualitativ hochwertige Unternehmen während der turbulenten Marktphase bewährt hat. Außerdem macht die aktuelle Ausweitung der Risikoaufschläge bei Anleihen das eine oder andere Segment wieder interessant, beispielsweise Emerging Market Corporates oder Anleihen-Laufzeiten-Fonds. Je nach Risikoneigung können sich hier spannende Einstiegsmöglichkeiten ergeben.

Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Durch die Heimarbeit hat sich die Vertriebs- und Marketingbetreuung nicht verändert. Wir bieten in der Kundenbetreuung die gleiche Qualität in der Heimarbeit wie im Büro.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Wir haben die Betreuungsqualität in Form von Videokonferenzen und Webinaren für unsere Kunden weiter ausgebaut. Wir bieten regelmäßige Videokonferenzen und Webinare an.

EYB & WALLWITZ

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater, falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Der Informationsbedarf ist im Rahmen der Corona-Krise gestiegen. Im Zentrum des Interesses stehen die Anleihemärkte, deren Entwicklung und Ausblick.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?
Fokus des Vertriebs sind unsere vermögensverwaltenden Strategien wie beispielsweise der Phaidros Funds Balanced (ISIN LU0295585748 / WKN A0MN91). Ziel ist, das erfolgreiche Wachstum der vergangenen Jahre auch im Jahr 2020 fortzuschreiben. Mit dem jüngsten Fonds unserer Produktfamilie, dem Phaidros Funds Schumpeter Aktien (ISIN LU1877914488 / WKN A2N5FV), möchten wir zusätzlich neue Kundengruppen erschließen.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Der Fokus hat sich weg von der Neukundenakquise hin zu einem deutlich stärkeren Bestandskundenmanagement verschoben. Insbesondere Veranstaltungen sind im Rahmen unserer Marketingplanung stark betroffen. Das bedeutet, dass geplante Veranstaltungen bis Mitte des Jahres nicht stattfinden. Wir gehen aber nach wie vor davon aus, dass unsere jährliche Investment-Conference im September und Oktober durchgeführt werden kann.

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Wir können unseren Vertriebspartner alle unsere Fonds ans Herz legen. Die Strategien mit hohem Anleihenanteil werden nach den erratischen Bewegungen an den Bondmärkten von der Beruhigung der Märkte profitieren. Unsere Aktienstrategie hat sich als sehr stabil erwiesen und so gehört unser Fonds Phaidros Funds Schumpeter Aktien auf Jahressicht auch zu den Besten seiner Vergleichsgruppe. Auch hier sehen wir bei den jetzigen Niveaus gute Chancen trotz der weiterhin zu erwartenden hohen Volatilität.

Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Sehr gut. Das Verständnis und die Akzeptanz der Vertriebspartner für die neue Situation war und ist außergewöhnlich. Hinzu kommt, dass wir im Marketing und Vertrieb schon immer mit mobilen Arbeitsplätzen ausgestattet und dezentral aufgestellt waren. Dadurch haben sich zumindest für die Bürotätigkeiten für uns keine grundlegenden Änderungen ergeben.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Das bereits bestehende breite Angebot von Webinaren, Videokonferenzen und Podcasts haben wir in der Corona-Krise bereits intensiviert. Sollte die Akzeptanz solcher Formate nach dem Shutdown weiterhin hoch bleiben, werden wir diese natürlich kontinuierlich ausbauen. (News vom 27.04.2020) (28.04.2020/fc/n/s)



Quelle: Aktiencheck


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