Neue BNP Paribas-Zertifikate auf EUR/USD: Neues Euro-Tief nach EZB-Entscheid - Zertifikatenews

Freitag, 23.01.15 10:12
Neue BNP Paribas-Zertifikate auf EUR/USD: Neues Euro-Tief nach EZB-Entscheid - Zertifikatenews
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Paris (www.zertifikatecheck.de) - BNP Paribas hat u. a. das MINI Long-Zertifikat (ISIN DE000PS1LME2/ WKN PS1LME) und das MINI Short-Zertifikat (ISIN DE000PS06293/ WKN PS0629) auf das Währungspaar EUR/USD emittiert, wie aus der Veröffentlichung "Märkte & Zertifikate daily" der BNP Paribas hervorgeht.

Wie erwartet sei der Euro nach dem Entscheid der EZB, die Geldpolitik in der Euro-Zone weiter zu lockern, erheblich unter Druck geraten. Im Vergleich zum US-Dollar sei es für die Gemeinschaftswährung zeitweise um mehr als 2 Prozent nach unten gegangen, auf den tiefsten Stand seit Ende 2003.

Die EZB habe am Nachmittag ein Programm der quantitativen Lockerung bekannt gegeben, in dessen Rahmen sie von März 2015 bis September 2016 jeden Monat Anleihen und andere Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro kaufen wolle. Damit wolle sie das Wachstum in der Euro-Zone ankurbeln und die drohende Deflation bekämpfen. Die Schwäche des Euro nehme sie dabei billigend in Kauf. Weil Ausfuhren aus der Euro-Zone billiger würden, sorge dies für steigende Nachfrage nach Exportartikeln. Gleichzeitig sollten teurere Importe die Inflation anheizen.

Die charttechnische Situation beim Euro sei aktuell ziemlich klar: Nach dem Rutsch unter das Tief aus dem Jahr 2005 bei etwa 1,1640 US-Dollar sei der Weg bis zur nächsten signifikanten Unterstützung bei 107,60 US-Dollar, die aus dem Korrekturtief vom September 2003 resultiere, erst einmal frei. Der RSI notiere zwar schon seit einiger Zeit tief im roten Bereich, doch aufgrund des fundamental ausgeübten Drucks auf die Gemeinschaftswährung, werde der Indikator derzeit vernachlässigt.

Der MACD sei ebenfalls im freien Fall, jedoch sei hier noch am ehesten mit einem Kaufsignal in absehbarer Zeit zu rechnen. Aktuell seien die Analysten davon aber noch weit entfernt. Sollte es jedoch zu einer Gegenreaktion kommen und auch der MACD irgendwann ein Kaufsignal liefern, hätte eine Erholung durchaus die Chance, bis etwa 1,2043 US-Dollar anzuhalten, ohne dass sich die charttechnische Situation gravierend verbessern würde. Ein erstes positives Zeichen wäre allerdings das Verlassen des kurzfristigen Abwärtstrends, der aktuell bei etwa 1,16 US-Dollar verlaufe. (23.01.2015/zc/n/a)


Quelle: ac


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