Neuer DWS-Vertriebschef: "Verzeichnen wieder kräftige Mittelzuflüsse" - Fondsnews

Dienstag, 02.04.19 12:30
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Wien (www.fondscheck.de) - Harald Rieger, der neue Retail-Vertriebschef der DWS in Deutschland und Österreich, sieht die Zeiten der hohen Mittelabflüsse aus Flaggschifffonds wie DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811), DWS Concept Kaldemorgen (ISIN LU0599946893 / WKN DWSK00) und DWS Multi Opportunities (ISIN LU1254146563 / WKN DWS2BC) als beendet an, so die Experten von "FONDS professionell".

Diese Fonds seien "in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 bei Anlegern nicht so beliebt" gewesen, räume Rieger auf Anfrage von "FONDS professionell ONLINE" ein. "Allerdings hat sich dieser Trend bereits im vierten Quartal und auch zum Jahresauftakt 2019 klar gedreht und wir verzeichnen wieder kräftige Mittelzuflüsse", so Rieger.

Allein aus dem deutschen Original des DWS Top Dividende seien der BVI-Investmentstatistik zufolge im vergangenen Jahr fast 1,4 Milliarden Euro abgeflossen. Die Luxemburger Version des größten DWS-Portfolios, der DWS Invest Top Dividend (ISIN LU0507266061 / WKN DWS0ZE), habe sogar 1,5 Milliarden Euro verloren. Aus dem DWS Concept Kaldemorgen hätten Anleger rund 926 Millionen Euro abgezogen, aus der deutschen und Luxemburger Version des Multi Opportunities in Summe weitere 781 Millionen Euro.

"Ganz wichtig ist: Wir verfolgen mit unseren Fonds klar definierte Strategien, die wir unseren Anlegern transparent offenlegen. Und diesen bleiben wir treu. Das ist Teil unseres treuhänderischen Auftrags", betone Rieger, der Anfang März Hagen Schremmer als Retail-Chef für den Heimatmarkt des Asset Managers abgelöst habe.

So verfolge der DWS Top Dividende eine defensive, globale Aktienstrategie. "Insofern haben uns die Nettomittelabflüsse 2018 nicht überrascht, als gerade im ersten Halbjahr Wachstumstitel eine bessere Entwicklung gesehen haben als Dividendentitel", erläutere Rieger. "Aber uns war schon Mitte des Jahres 2018 klar, dass sich dies drehen wird. Der DWS Top Dividende und seine ESG-konforme Variante DWS Invest ESG Equity Income (ISIN LU1616932940 / WKN DWS2NY) gehörten 2018 zu den besten Strategien der Vergleichsgruppe." Auch die Nettomittelzuflüsse seit Jahresbeginn seien vielversprechend. Ein ähnliches Bild ergebe sich für die flexiblen Multi-Asset-Fonds aus dem Team von Klaus Kaldemorgen, etwa den DWS Concept Kaldemorgen und den DWS Dynamic Opportunities (ISIN DE000DWS17J0 / WKN DWS17J).

Im Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem die DWS unter dem Strich milliardenschwere Mittelabflüsse habe verzeichnen müssen, hebe Rieger auch positive Entwicklungen hervor. "Die Entwicklung und starken Nettomittelzuflüsse von Privatkunden in unsere Xtrackers-ETFs, aber auch passive Mandate für institutionelle Kunden, sind sicherlich echte Erfolgsgeschichten", sage er. Die DWS habe 2018 europaweit 17 Prozent des Neugeschäfts mit passiven Produkten für sich verbuchen können.

"Starke Nachfrage haben wir zudem im Immobilienbereich gesehen, unter anderem bei unseren offenen Immobilienfonds Grundbesitz Europa und Grundbesitz Global", berichte Rieger. Auch die aktiv verwalteten "Best in Class"-Strategien wie der DWS Invest Euro High Yield Corporates (ISIN LU0616839501 / WKN DWS04E), der DWS Invest Asian Bonds (ISIN LU0813325411 / WKN DWS1GM) und der DWS Invest Euro Corporate Bonds (ISIN LU0300357554 / WKN DWS0M3) hätten sich großer Beliebtheit erfreut.

Im klassischen Privatkundengeschäft dürften die Grundbesitz-Fonds auch in diesem Jahr gefragt bleiben, erwarte Rieger. Auch die flexiblen Multi-Asset-Fonds wie der DWS Concept Kaldemorgen und der DWS Dynamic Opportunities sowie die Top-Dividende-Strategie sollten "als Basisanlagen in jedem Kundenportfolio eine wichtige Rolle spielen", meine der neue Vertriebsleiter. Ein "großes Interesse" erwarte er auch für den neuen Fonds DWS Invest SDG Global Equities (ISIN LU1891311430 / WKN DWS2Y8), der die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die ESG-Standards der DWS vereine.

Für dieses Jahr hätten sich Rieger und seine Kollegen einiges vorgenommen: "Klares Ziel ist, unsere Marktführerschaft im Privatkundenbereich weiter zu verteidigen und auszubauen", betone er. "Dies gilt auch für unsere Position im institutionellen Geschäft, in dem wir gerade 2018 große Fortschritte gemacht haben und dieses Jahr weitere Marktanteile gewinnen wollen." (02.04.2019/fc/n/s)



Quelle: ac


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