Nobel Biocare schwache Nachfrage in 2Q/2010

Mittwoch, 11.08.10 12:32
Nobel Biocare schwache Nachfrage in 2Q/2010
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Christoph Gubler, Analyst von Vontobel Research, stuft die Nobel Biocare-Aktie (ISIN CH0037851646/ WKN A0NH9T) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit "hold" ein.Die Ergebnisse von Nobel Biocare für 2Q/2010 würden bezüglich Umsatz den unteren Erwartungen entsprechen. Die Konsenserwartungen seien jedoch beim EBIT um 6% und beim Reingewinn um 11% verfehlt worden. Der Umsatz in 2Q habe sich auf EUR 155,0 Mio. belaufen (Vontobel Research-Erwartung: EUR 155,7 Mio., Konsens: EUR 152 Mio.). Das EBIT habe EUR 30,2 Mio. betragen (Vontobel Research-Erwartung: EUR 34,8 Mio., Konsens: EUR 32 Mio.).Der Reingewinn habe EUR 19,6 Mio. betragen (Vontobel Research-Erwartung: EUR 26,1 Mio., Konsens: EUR 22 Mio.). Die Geschäftsleitung glaube an eine mögliche Rückkehr des Dentalmarkts in die Wachstumszone noch in diesem Jahr und wolle innerhalb von neun bis zwölf Monaten mindestens in die durchschnittliche Wachstumszone des Marktes zurückkehren.Das Umsatzwachstum (alle Zahlen in Lokalwährung) sei im zweiten Quartal auf -6,3% gekommen (Vontobel Research-Schätzung: -4%, Konsens: -5%), was auf weitere Marktanteilsverluste hindeute, da die Konkurrenten die folgenden Wachstumszahlen vorgelegt hätten: Biomet (ISIN US0906131000/ WKN 868154) 2%, Zimmer (ISIN US98956P1021/ WKN 753718) 8%, Dentsply (ISIN US2490301072/ WKN 884794) 3,5%, Straumann (ISIN CH0012280076/ WKN 914326) 7%. NA habe ein Wachstum von -3,6% erzielt (Vontobel Research-Schätzung:-1%), was zwar besser sei als -6,7% im ersten Quartal, aber angesichts der gegenüber dem Vorquartal um 700 Basispunkte einfacheren Vergleichsbasis enttäusche. Der Patientenzugang zu Finanzmitteln bleibe begrenzt.In Europa habe sich das Wachstum auf -8,1% belaufen (Vontobel Research-Schätzung: -5%). Dies sei besser als -7,1% des ersten Quartals, aber die Vergleichsbasis sei ebenfalls um 500 Basispunkte niedriger gewesen. In Frankreich, Italien und Belgien sei das Wachstum nun positiv, aber in Spanien (Wirtschaft), Schweden (Erstattungspraktiken) und Deutschland (Managementprobleme) setze sich die rückläufige Entwicklung fort. In Asien habe sich das Wachstum auf -0,3% belaufen, wobei positive Wachstumszahlen aus Japan und Australien die negative Entwicklung in Drittvertriebsmärkten ausgeglichen hätten.Im Rest der Welt sei das Wachstum auf -32% gekommen (Vontobel Research-Schätzung: -70%), nachdem ein teilweises Drittvertriebsmodell eingeführt worden sei. Die Bruttomarge habe sich im zweiten Quartal auf 78,4% belaufen (Vontobel Research-Schätzung: 79,8%) und sei von den Kosten für die Erhöhung der Procera-Kapazitäten, Mixeffekten und, nach Ansicht der Analysten, Preisdruck beeinträchtigt worden. Die EBIT- und Reingewinnmargen seien auf 19,5% (Vontobel Research-Schätzung 22,4%) und 12,6% (Vontobel Research-Schätzung: 16,8%) gekommen.Das zugrunde liegende Wachstum verbessere sich nicht und sei eigentlich enttäuschend angesichts der abgeschwächten Vergleichsbasis. Die Rentabilität habe sich weiter verschlechtert und die Kosten für M&S sowie F&E müssten in Zukunft steigen, damit der Umsatz stabilisiert werden könne. Bei einem P/E 2011 von 16 und einem EV/EBITDA von 10 notiere der Titel mit einem Abschlag von 30% im Vergleich zum Hauptkonkurrenten Straumann, aber mit einem Aufschlag von 15% im Vergleich zu den Schweizer und internationalen Medtechunternehmen. Das DCF-Model ergebe einen Fair Value von CHF 28 pro Aktie.Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Nobel Biocare-Aktie mit dem Rating "hold". Basierend auf einem Ziel-P/E 2011 von 18 betrage ihr Kursziel CHF 22 pro Aktie. (Analyse vom 11.08.2010) (11.08.2010/ac/a/a)
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Quelle: ac


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