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OTS: Bain & Company / Kryptowährungen: Eine neue Assetklasse entsteht / ...

Donnerstag, 14.10.21 10:03
Monitoransicht mit Chart.
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Kryptowährungen: Eine neue Assetklasse entsteht / Bain-Analyse des

Markts für digitale Zahlungsmittel

München/Zürich (ots) -

- Umsätze rund um Bitcoin und Co. haben sich seit 2016 weltweit mehr als

versechsfacht

- Handelsvolumina vor allem mit Derivaten und im OTC-Geschäft steigen deutlich

- Durch wachsendes Engagement institutioneller Anleger verändern sich zunehmend

die Rahmenbedingungen

- Finanzdienstleistern bieten sich als Market Maker, Broker, Asset-Manager,

Vermögensverwalter und Infrastrukturanbieter neue Chancen

Im Geschäft mit Kryptowährungen bahnt sich eine Zeitenwende an. Nach den Sturm-

und Drangjahren mit enormen Kursschwankungen, in denen insbesondere private

Anleger auf unregulierten Onlinemarktplätzen gehandelt haben, beginnt eine Ära

der Professionalisierung. Institutionelle Anleger forcieren die

Weiterentwicklung von Bitcoin und ähnlichen digitalen Zahlungsmitteln hin zu

einer eigenständigen Assetklasse. In welcher Geschwindigkeit sich dieser Wandel

vollzieht, zeigt eine aktuelle Marktanalyse der internationalen

Unternehmensberatung Bain & Company.

Kryptohandelsvolumen explodiert

Danach sind die weltweiten Umsätze allein im Handel mit Kryptowährungen von 2016

bis 2020 von rund 2 Milliarden US-Dollar auf etwa 13 Milliarden US-Dollar

gestiegen (Abbildung). Im gleichen Zeitraum explodierte das Handelsvolumen

förmlich. Es schnellte von circa 400 Milliarden US-Dollar auf zuletzt rund 9,6

Billionen US-Dollar hoch. Das ist mehr als das Vierfache des Handelsvolumens an

den großen deutschen Handelsplätzen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate

Exchange im Jahr 2020. Dabei entfielen im vergangenen Jahr nur noch 20 Prozent

der Kryptotransaktionen auf die vor allem von privaten Anlegern genutzten

Marktplätze. Das von institutionellen Anlegern dominierte außerbörsliche

OTC-Geschäft ("Over the Counter") vereinigte bereits 35 Prozent des Handels auf

sich. Drei Jahre zuvor waren es gerade einmal 5 Prozent gewesen. Noch

dynamischer entwickelte sich der Markt für Derivaten: Er stand 2020 für 45

Prozent des gesamten Handelsvolumens.

"Der Markt für Kryptowährungen institutionalisiert sich", stellt Dr. Christian

Graf, Bain-Partner und Finanzmarktexperte, fest. Professionelle Anleger

bevorzugten den OTC-Handel vor allem wegen der höheren Flexibilität. Mit

Derivaten sicherten sie sich zunehmend gegen die unverändert bestehenden

Ineffizienzen und hohe Volatilität im Markt ab. Angesichts des

milliardenschweren Engagements institutioneller Anleger ist aus Grafs Sicht der

Point of no Return überschritten: "Wir erleben die Entstehung einer neuen

Assetklasse."

Hohe Wachstumsdynamik im B2B-Geschäft

Dies zeigt auch eine Aufschlüsselung der Umsätze nach Marktteilnehmern. Danach

stand das B2C-Geschäft - angefangen beim Käufer einer einzelnen digitalen

Währungseinheit bis hin zu vermögenden Day-Tradern - noch für die Hälfte aller

Umsätze. Der entscheidende Grund für den im Vergleich zu den Handelsvolumina

großen Umsatzanteil liegt in den deutlich höheren Gebühren, die Privatanleger

bei Transaktionen zahlen. Weitere 20 Prozent entfielen auf das B2B2C-Geschäft

mit zwischengeschalteten Brokern, insbesondere Fintechs beziehungsweise

Neo-Broker. Das reine B2B-Geschäft zwischen professionellen Trading-Unternehmen,

Brokern, Banken, Vermögensverwaltern und anderen institutionellen Akteuren

vereinigte 2020 bereits rund 30 Prozent auf sich.

"Vor allem das B2B-Geschäft wird stark zulegen", ist Karl Gridl, Associate

Partner bei Bain und Kapitalmarktexperte, überzeugt. "Institutionelle Anleger

positionieren sich im Markt. Sie erwarten eine leistungsstarke Infrastruktur und

ein Angebot auf dem Niveau klassischer Assetklassen." Entsprechend vielfältig

sind die Chancen, die sich für Market Maker, Broker, Asset-Manager sowie weitere

Finanzdienstleister ergeben. Das Spektrum reicht vom Gewährleisten eines

hochliquiden, kostengünstigen Handels über das Bereitstellen einer sicheren

Infrastruktur für die Verwahrung bis hin zum Auflegen von Produkten wie

Kryptofonds. "Neue Milliardenmärkte bilden sich heraus", so Gridl. "Das

Umsatzpotenzial einer vollständigen Kryptowertschöpfungskette ist um ein

Vielfaches höher als das, was im Handel steckt." Für etablierte

Finanzdienstleister ist dabei von entscheidendem Vorteil, dass sie das Vertrauen

institutioneller Anleger haben. Mit einer zügigen Standardisierung könnten sie

die Einstiegshürden für große Kunden senken und mit entsprechenden Produkten

Risiken und Volatilität begrenzen.

Schnelles Handeln unerlässlich

Voraussetzung für das Entstehen von Zukunftsmärkten ist die Erarbeitung neuer

Regelwerke und die Weiterentwicklung der Technologie. Insbesondere der

Energieverbrauch von Kryptowährungen stößt vielerorts auf Kritik. Doch

mittlerweile wird mit der Fortentwicklung von Systemen wie Ethereum alles

darangesetzt, den Stromverbrauch für die einzelnen Blockchain-Transaktionen zu

reduzieren.

Zugleich schaffen staatliche Aufsichtsbehörden rund um den Globus den nötigen

Rahmen für eine Professionalisierung des Kryptomarkts. Meilensteine in

Deutschland waren beispielsweise die Regelung des Kryptoverwahrgeschäfts sowie

das Gesetz über elektronische Wertpapiere, während in der Schweiz mit der

DLT-Gesetzgebung (Distributed-Ledger-Technologie) ein wichtiger Schritt nach

vorne gemacht wurde. In den USA zeigt sich die Börsenaufsicht SEC inzwischen

offen für kryptobasierte ETFs. Zahlreiche Anbieter stehen bereits in den

Startlöchern. China wiederum verfolgt einen restriktiven Kurs, das Land arbeitet

an einer eigenen elektronischen Währung.

Vielerorts ist damit die Grundlage für eine Erweiterung des Kryptomarkts über

den bislang dominierenden Handel hinaus geschaffen. Dessen Basistechnologie, die

Blockchain, eröffnet die Möglichkeit, Transaktionen in weiteren Assetklassen wie

Immobilien oder Private Equity transparent und sicher abzubilden. Weitere

Optionen bestehen perspektivisch in der Erbringung von finanzwirtschaftlichen

Dienstleistungen in dezentralen Netzwerken. Allerdings ist Eile geboten. "Die

Blockchain-Technologie hat das Potenzial, den gesamten Finanzmarkt fundamental

zu verändern", betont Bain-Partner Graf. "Banken, Börsen und andere

Finanzdienstleister sollten daher so schnell wie möglich Know-how aufbauen und

diesen Zukunftsmarkt besetzen."

Eine entsprechende Grafik finden Sie hier:

https://www.bain.com/de/insights/snap-chart-umsatze-im-handel-mit-kryptowahrunge

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unserer Kundenunternehmen. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, den

Wettbewerb zu übertreffen und neue Standards in den jeweiligen Branchen zu

setzen. Partnerschaften aus unserem Ökosystem digitaler Innovatoren ergänzen

unsere Expertise und sorgen dafür, dass wir für unsere Kundschaft bessere,

schnellere und nachhaltigere Ergebnisse erzielen. In den kommenden zehn Jahren

werden wir weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar in Pro-Bono-Projekte

investieren. Wir unterstützen Organisationen, die sich den aktuellen

Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Umwelt sowie wirtschaftliche

Entwicklung stellen und sich für Gleichberechtigung in jeder Hinsicht

engagieren. Von EcoVadis, der führenden Plattform für ökologische, soziale und

ethische Leistungsbewertungen für globale Lieferketten, sind wir mit der

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Quelle: dpa-AFX


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