OTS: BearingPoint GmbH / Umfrage: Immer weniger Deutsche nutzen ...

Mittwoch, 28.10.20 08:46
Tafel mit Kursen
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Umfrage: Immer weniger Deutsche nutzen Kryptowährungen (FOTO)

Frankfurt am Main (ots) - Deutsche wissen zunehmend mehr über Kryptowährungen,

nutzen sie jedoch weniger und haben immer weniger Vertrauen in die

Preisstabilität. Das zeigt die neue Umfrage der Management- und

Technologieberatung BearingPoint zu Kryptowährungen, die bereits zum fünften Mal

in Folge mit vergleichbarem Forschungsdesign durchgeführt wurde. Dr. Robert

Bosch, Partner bei BearingPoint im Bereich Financial Services: "Immer mehr

Deutsche wissen über Kryptowährungen Bescheid und immer weniger nutzen sie.

Dieser Trend geht mit einem stetig gesunkenen Vertrauen in Kryptowährungen

einher. Das Vertrauen in Gold und staatliche Währungen ist dagegen weiter

ungebrochen."

Kryptowährungen sind in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Inzwischen

hat fast jeder Deutsche schon einmal von Kryptowährungen gehört. Und jeder

Vierte weiß sogar, wie diese digitalen Zahlungsmittel funktionieren. Doch die

gestiegenen Kenntnisse über Kryptowährungen gehen nicht einher mit stärkerer

Nutzung bzw. stärkerem Vertrauen in diese Zahlungsmittel. Im Gegenteil: wie eine

neue repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Management- und

Technologieberatung BearingPoint zeigt.

Nutzung von Kryptowährungen gesunken

Seit dem Höhepunkt im Jahr 2017 nutzen immer weniger Deutsche Kryptowährungen.

Damals gaben noch 11 Prozent der Befragten an, Kryptowährungen zu nutzen. In den

Folgejahren sank die Zahl der Kryptogeldnutzer kontinuierlich und heute geben

nur noch 4 Prozent an, Kryptowährungen zu nutzen.

Preisstabilität: Wenig Vertrauen in Kryptogeld

Das Vertrauen in die Preisstabilität von Kryptowährungen ist seit Jahren im

Abwärtstrend. Während 2017 noch jeder dritte Befragte Kryptowährungen vertraute,

gibt dies heute nur noch jeder sechste an. Dagegen ist das Vertrauen in Gold (87

Prozent) und staatliche Währungen (86 Prozent) weiter ungebrochen und im

Vergleich zu 2019 weiter gestiegen.

Große Mehrheit glaubt nicht an Ablösung staatlicher Währungen durch Kryptogeld

Die überwiegende Mehrheit der Befragten (76 Prozent) glaubt nicht daran, dass

Kryptowährungen zukünftig staatliche Währungen ablösen werden. Wie schon 2019 -

als 77 Prozent dieser Meinung waren - genießen staatliche Währungen damit weiter

einen sehr hohen Stellenwert in Deutschland.

Dr. Robert Bosch, Partner bei BearingPoint im Bereich Financial Services: "Immer

mehr Deutsche wissen über Kryptowährungen Bescheid und immer weniger nutzen sie.

Dieser Trend geht mit einem stetig gesunkenen Vertrauen in Kryptowährungen

insgesamt einher. Das Vertrauen in Gold und staatliche Währungen ist dagegen

weiter ungebrochen. Die Nutzung erfuhr 2017 einen steilen Anstieg, durch den

Hype um Bitcoin und der Anwendungsfälle der Utility Tokens. Durch den hohen

Preisanstieg des Bitcoins im Jahre 2017, haben die Menschen eine Ablösung der

FIAT-Währungen durch Kryptowährungen für wahrscheinlicher gehalten. Das ist

heute anders. Dazu kommt, dass die Politik mit Plänen zur Etablierung eines

digitalen Euros darauf reagiert hat. Dies ist eine spannende Entwicklung und

würde den herkömmlichen privaten Kryptowährungen den Kampf ansagen."

Anlageform: Vertrauen in Gold und staatliche Währungen am größten

Kryptowährungen sind unter den Anlegern als Anlageform weiter wenig attraktiv.

Fast dreiviertel der Befragten sind der Meinung, dass sie keine geeignete

Anlageform sind. Wie schon in den Vorjahren bleibt Gold mit 80 Prozent klar

erste Wahl bei den bevorzugten Anlageformen, gefolgt von staatlichen Währungen

mit 66 Prozent.

Investitionen in Krypto-Assets für 41 Prozent gar keine Option

Krypto-Assets - also digitale Abbildungen von Vermögenswerten, die ohne eine

physische Urkunde bzw. Eigentumsnachweis existieren und gehandelt werden können

- sind ebenfalls nur für wenige Menschen interessant. In die jeweiligen

Vermögenswerte - wie beispielsweise digitales Geld, Wertpapiere, physische

Vermögenswerte, Unternehmensanteile oder Wertpapiere - würden nur jeweils

zwischen 13 und 16 Prozent investieren. Unter denjenigen, die sich das

vorstellen können, sind Männer stärker vertreten als Frauen. Ganze 41 Prozent

der Befragten können sich Krypto-Assets-Vermögenswerte gar nicht vorstellen.

Dr. Robert Bosch: "Kryptowährungen werden offensichtlich nicht als FIAT-Ersatz

gesehen und selbst eine digitale tokeniserte FIAT-Währung wie der digitale Euro

ist aktuell noch nicht im Fokus. Der Grund könnte mangelnde Kenntnis sein. Durch

fehlende Medienpräsenz mangelt es an Aufklärung in den Themen. Grundsätzlich ist

in den kommenden Jahren auch abzuwarten, wie die Politik und die dazugehörigen

Regulierungen die Rahmenbedingungen für digitale Wertpapiere verbessern."

Selbstverwahrung deutlich beliebter als bei einer Bank

Gefragt nach einem generellen Service einer Kryptoverwahrung - die seit dem 1.

Januar 2020 in Deutschland gesetzlich möglich ist - gibt fast die Hälfte der

Befragten (49 Prozent) an, dies lieber selber verwahren zu wollen, als es

beispielsweise einer Bank zu überlassen. Nur gerade einmal 17 Prozent würden die

Verwahrung der Krypto-Assets durch eine institutionelle Stelle nutzen.

Dr. Robert Bosch: "Die Tatsache, dass sich die Deutschen lieber in Eigenregie um

die Kryptoverwahrung kümmern, als dies beispielsweise einer Bank zu übergeben,

finde ich sehr spannend. Denn schließlich gehen die Menschen damit ein Risiko

ein, durch eigene Schuld ihr Vermögen zu verlieren. Ein Grund dafür könnte ein

gewisser Vertrauensverlust in Banken sein. Ein anderer, mangelnde Kenntnisse zu

Kryptowährungen insgesamt und im Besonderen zu den neuen gesetzlichen

Regelungen. Auf jeden Fall lässt dieser Punkt aufhorchen und wir werden

dranbleiben, wie sich diese Debatte weiterentwickelt."

Über die Studie

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland im

Auftrag von BearingPoint, an der zwischen dem 15. und 16. September 2020

insgesamt 2038 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind

repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Erhebung wurde zum

fünften Mal in Folge mit vergleichbarem Forschungsdesign durchgeführt und

untersucht Wahrnehmung und Nutzungsverhalten virtueller Zahlungstechnologien in

Deutschland.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit

europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei

Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft

mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance &

Risk, Operations und Technology. Im Bereich Business Services bietet

BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services über SaaS hinaus. Im dritten

Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für eine erfolgreiche digitale

Transformation sowie zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bereit und

entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative Geschäftsmodelle.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und

Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000

Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam

mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen:

Homepage: https://www.bearingpoint.com/de-de/

LinkedIn: http://www.linkedin.com/company/bearingpoint

Twitter: @BearingPoint_de (https://twitter.com/BearingPoint_de)

Pressekontakt:

Alexander Bock

Global Manager Communications

Telefon: +49 89 540338029

E-Mail: mailto:alexander.bock@bearingpoint.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/68073/4746690

OTS: BearingPoint GmbH



Quelle: dpa-AFX




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