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OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: 3 Billionen, Kommentar zur Fondsbranche ...

Mittwoch, 13.12.17 20:36
OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: 3 Billionen, Kommentar zur Fondsbranche ...
Bildquelle: iStock by Getty Images
Börsen-Zeitung: 3 Billionen, Kommentar zur Fondsbranche von Jan

Schrader

Frankfurt (ots) - Wie wohltuend für Vertreter der Fondsbranche der

Blick auf die Zahlen sein muss! Sage und schreibe 3 Bill. Euro

verwaltet die Branche für deutsche Anleger, doppelt so viel wie kurz

nach dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008, dreimal so viel wie zur

besten Zeit der Dotcom-Euphorie kurz nach der Jahrtausendwende. Mögen

Kritiker auch noch so oft auf die Herausforderungen der Branche

hinweisen, sei es die Last neuer Regelwerke wie Mifid II, der

Konkurrenzdruck durch günstige Indexfonds oder die latente Gefahr

fallender Kurse - das Geschäft der Fondsbranche läuft unbestritten

gut, die Erfolge sind beachtlich.

Das Selbstbewusstsein der Fondsanbieter ist groß: Während niedrige

Zinsen bewährte Sparprodukte wie Einlagen, Bausparverträge und

Lebensversicherungen in fahlem Licht erscheinen lassen, glänzen die

Fonds mit Kurszuwächsen und soliden Renditeaussichten. Neben

steigenden Börsenkursen trägt auch ein hoher Absatz das rasante

Mittelwachstum und zeigt, dass deutsche Sparer entgegen dem

landläufigen Klischee keine Börsenmuffel sind. Darüber hinaus setzen

institutionelle Investoren auf Arbeitsteilung und vertrauen immer

weitere Mittel der Fondsbranche an. Stolz rechnen Branchenvertreter

vor, dass Assetmanager direkt oder mittelbar für das Ersparte von 50

Millionen Bundesbürgern verantwortlich sind. Neben den Versicherern

und Banken sehen sich Fondshäuser längst als tragende Säule der

Finanzindustrie. Zu Recht.

Auf Selbstbewusstsein folgt Selbständigkeit. Gehören Assetmanager

zwar häufig zu Bank- oder Versicherungskonzernen, so sind

Abnabelungstendenzen erkennbar: Als unabhängige Adressen und

ETF-Riesen geben BlackRock und Vanguard weltweit den Ton an, während

sich in Europa mit der Fusion von Aberdeen und Standard Life oder von

Janus und Henderson Fondskonzerne mit Fokus auf das aktive Management

geformt haben. Hierzulande folgt die Deutsche Bank dem Vorbild der

französischen Amundi und holt im kommenden Jahr über einen

Teilbörsengang neue Eigner für ihre Fondstochter herein, die unter

dem alten Namen DWS auch international bekannt werden soll. In der

Sparkassenfamilie hat sich die DekaBank als Wertpapierhaus der Gruppe

Beinfreiheit verschafft, während im Verbund der Kreditgenossen der

Fondsriese Union Investment im Konzern der DZ Bank eine starke Rolle

einnimmt.

Die Branchenzahlen haben den Ruf der Fondsgesellschaften gestärkt.

In rauen Marktphasen werden sie davon profitieren.

OTS: Börsen-Zeitung

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Quelle: dpa


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