OTS: Control Risks GmbH / Sanktionsrisiken werden 2020 weiter steigen (FOTO)

Donnerstag, 10.10.19 10:03
OTS: Control Risks GmbH / Sanktionsrisiken werden 2020 weiter steigen (FOTO)
Bildquelle: iStock by Getty Images
Sanktionsrisiken werden 2020 weiter steigen (FOTO)

Frankfurt am Main (ots) -

Eine nationalistische US-Außenpolitik, Differenzen in der

US-Administration und Unstimmigkeiten zwischen den USA und Europa

werden 2020 für steigende Sanktionsrisiken sorgen. Das ist das

Ergebnis eines aktuellen Berichts der globalen Risikoberatung Control

Risks.

Der Bericht "Sanctions risk in 2020: complexity and

unpredictability" identifiziert fünf zentrale Trends, die globale

Sanktionsrisiken prägen.

1. Die USA sind zunehmend gewillt, Sanktionen zu verhängen,

insbesondere, da geopolitische Dynamiken es immer schwieriger für den

UN-Sicherheitsrat machen, dies zu tun. Während die USA es sich

leisten können, unilaterale primäre und sekundäre Sanktionen zu

verhängen, verkompliziert die fehlende internationale Legitimität die

Umsetzung jedoch erheblich.

2. Es herrschen Unstimmigkeiten innerhalb der USA, wie Sanktionen

zu verwenden sind. Eine wachsende politische Polarisierung in

Washington führt zu erheblichen Differenzen über die Sanktionspolitik

zwischen der Trump-Administration und dem Kongress.

3. Noch größere Unstimmigkeiten bezüglich des Einsatzes von

Sanktionen bestehen zwischen den USA und der EU. Dies verkompliziert

die globale Sanktionslandschaft zusätzlich und erhöht das

Sanktionsrisiko.

4. Die USA halten ihre Verbündeten dazu an, eigene Sanktionen zu

verhängen. Insbesondere die Golfstaaten haben sich diesem Trend

angeschlossen. Auf der anderen Seite überlegen jedoch auch Länder wie

China, die Gegenpositionen zu den USA einnehmen, vergleichbare

Maßnahmen umzusetzen.

5. Extraterritoriale Sanktionen, die für Personen in Ländern

gelten, die anderweitig keinen Sanktionen unterliegen, werden sich

wahrscheinlich verbreiten, insbesondere in Bezug auf Menschenrechte

und Korruption.

Wie sollten Unternehmen reagieren?

Der Bericht von Control Risks identifiziert Iran, Nordkorea,

Russland, Venezuela und Syrien als die Länder, die Unternehmen im

Auge behalten sollten. Wichtig ist jedoch auch, die Risiken im Umgang

mit nicht-sanktionierten Ländern zu beobachten, die mit diesen fünf

Ländern Geschäfte machen, wie beispielsweise die Türkei und China.

Control Risks rät Unternehmen, die Orientierungshilfen des US Office

of Foreign Assets Control (OFAC) und der EU zu beachten und

Durchsetzungsmaßnahmen zu verfolgen.

"Unternehmen sollten Sorgfaltsprüfungen durchführen, die über

unmittelbare Gegenparteien hinausgehen", sagt Henry Smith, Partner

bei Control Risks und Autor des Berichts. "Aktuelle

Durchsetzungsmaßnahmen der US-Behörden zeigen die Notwendigkeit auf,

das Sanktionsrisiko für die gesamte Wertschöpfungskette zu

berücksichtigen - vom Lieferanten bis zum Kunden und alles

dazwischen", fügt Smith hinzu.

Den vollständigen Bericht zum Download finden Sie hier:

https://direc.to/c1W4

OTS: Control Risks GmbH

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/17205

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_17205.rss2

Pressekontakt:

Felicitas Sommer

Senior Marketing Executive

felicitas.sommer@controlrisks.com

+49 1590 445 3336

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist

abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/17205/4397198 -



Quelle: dpa-AFX


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