OTS: DUCAH - Digital Urban Center for Aging & Health / Führende deutsche ...

Donnerstag, 22.07.21 10:51
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
Führende deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen gründen mit

der Bundesregierung DUCAH / Ziel: das Gesundheitssystem der Zukunft zu

entwickeln

Berlin (ots) -

- Das "Digital Urban Center for Aging & Health (DUCAH)" sorgt für einen

neuartigen quartiersbezogenen Innovationstransfer zwischen Gesundheits-,

Digital-, Finanz- und Wohnungswirtschaft sowie Forschung in die Praxis

- Gesundheit und Altern in einer digitalen und urbanen Gesellschaft erforschen

und gestalten

- Durch digitale Innovationen Mangel an Pflegepersonal beheben und

Selbstbestimmtheit im Alter erhöhen.

21 führende deutsche Unternehmen haben gemeinsam mit der Bundesregierung das

Digital Urban Center for Aging & Health (DUCAH) in Berlin gegründet. Das DUCAH

vernetzt Politik, Gesundheits-, Sozial-, Immobilien-, sowie Finanz- und

Digitalwirtschaft ganzheitlich miteinander. Dabei reicht die Bandbreite der

Gründer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die

Bundesärztekammer, verschiedene Universitäten, Telekommunikationsunternehmen,

Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bis hin zu Banken und Versicherungen. Das

DUCAH ist ein Forschungscenter der Stiftung Internet und Gesellschaft in

Verbindung mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

(HIIG) und dem Einstein Center Digitale Zukunft (ECDF). Die Forschung findet

jeweils am Ort des Geschehens von Gesundheit, Pflege und Altern statt - in

Stadt-und Pflegequartieren sowie Krankenhäusern.

Die Idee des DUCAH auf einen Blick

Das DUCAH ist vor allem geprägt durch (1) den Austausch zwischen den

wissenschaftlichen Disziplinen (interdisziplinär), (2) den Austausch zwischen

den Branchen etwa Immobilienwirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Technologie sowie

in direkter Zusammenarbeit mit Start-ups (interindustriell) und (3) den

Austausch zwischen marktlichen, zivilgesellschaftlichen und staatlich-kommunalen

Akteuren und nicht zuletzt das innovationsfördernde Umfeld (intersektoral).

"Das bedeutet in der Praxis, dass wir mit dem DUCAH an innovativen Lösungen

arbeiten, die das Pflegepersonal entlasten, die den Alltag der Patienten

erleichtern, die den Fachkräftemangel mindern, die Diagnosen schneller und

präziser machen, die selbstbestimmtes Wohnen im gewohnten Umfeld auch im Alter

erlauben und die vor allem zusammen mit den Menschen entwickelt werden. Das

große Ziel ist der Transfer von Innovation in die Praxis", erklärt Prof. Dr. Dr.

Thomas Schildhauer, Direktor des Humboldt Instituts für Internet und

Gesellschaft (HIIG) und Initiator des DUCAH, seine Vision.

Das DUCAH greift dabei insbesondere auf die renommierte und mehrjährige

Forschung der beiden beteiligten Forschungscenter ECDF (Einstein Center Digital

Future - https://www.digital-future.berlin/ ) und HIIG (Alexander von Humboldt

Institut für Internet und Gesellschaft - https://www.hiig.de/ ) und ein breites

Netzwerk weiterer Universitäten und Forschungseinrichtungen (siehe Grafik unten)

zurück.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die besondere Vision des DUCAH ist die unbedingte Ausrichtung auf den Menschen.

"Der Mensch steht im Zentrum unserer Forschung. Unser Ziel ist die

teilhabeorientierte Erprobung bestehender digital gestützter Innovationen im

Quartiers-, Pflege- und Krankenhauseinsatz. Wie können Menschen auch im Alter

noch selbstbestimmt leben? Das bedeutet Forschung, die auf Teilhabe der Senioren

fokussiert ist", sagt Prof. Wolfgang Hünnekens , Honorar-Professor im Bereich

digitaler Kommunikation an der Universität der Künste und Mitinitiator des

DUCAH.

Ziel ist die Unterstützung von zu Pflegenden, Pflegerinnen und Pflegern,

Angehörigen sowie Ärztinnen und Ärzten mit digitalen Technologien. "Der große

Mehrwert des neuen Zentrums liegt in der Vernetzung von Anwendung und Forschung

- also praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. So entstehen Prototypen

mit vergleichender Begleitforschung, eine Art Reallabor für die Beteiligten",

sagt Mitinitiator Prof. Dr. Dr. Felix Balzer, Professor für "E-Health and Shared

Decision Allocation", Einstein Center Digital Future (ECDF) und Charité -

Universitätsmedizin Berlin. Das bedeutet ein reges Geben und Nehmen, denn so

beeinflussen Anwendungserfahrungen die Forschung, während Innovationen aus der

Forschung im Gegenzug in die Praxis übertragen werden.

"Wir wissen: Theorie ist nicht alles, wir brauchen auch den Praxisbezug. Der

demographische Wandel, die Digitalisierung sowie der Lebens- und Sozialraumbezug

sind aktuell die Haupttreiber in der Gesundheitswirtschaft. Was bedeutet das

aber für die Menschen, wie werden sie leben wollen, wie werden sie

selbstbestimmt leben können? Um das genauer untersuchen und verbessern zu

können, verfolgen wir mit dem DUCAH einen konkreten quartiersbezogenen Ansatz in

Stadt und Land - und keine Wissenschaft im Elfenbeinturm", sagt Prof. Dr.

Stephan A. Jansen vom HIIG, Gründungskoordinator des DUCAH und

Stiftungsgastprofessor für Urbane Innovation - Gesundheit, Mobilität und

Digitalisierung - an der Universität der Künste.

DUCAH-Impulsteams treiben die Forschung voran

In sieben DUCAH-Impulsteams, jeweils unter der Leitung renommierter Forscher und

Vertreter von Unternehmen, sind schon erste Forschungsvorhaben auf den Weg

gebracht worden.

- Entwicklung von Modellen mit Sozialrendite. Wie können Unternehmen und

Projekte aus der Gesundheits- und Pflegewirtschaft für Investoren interessant

werden und sich so refinanzieren?

- Forschungen zum Herstellen von Digital Literacy, von digitaler Mündigkeit bei

älteren Menschen. Etwa eine einfach zu bedienende 360°-Kamera, die es Senioren

und ihren Angehörigen problemlos erlaubt, in Kontakt miteinander zu kommen

oder ein Concierge- bzw. Digital-Lotsenmodell vor Ort.

- Safety Watch inkl. einer App für Senioren. Angehörige können einfacher mit

ihren Angehörigen in Kontakt treten und vor allem erkennen, wenn sie in Not

sind.

- Entwicklung eines "Sturzerkennungs-Radars", das tatsächlich mit unschädlichen

niedrigschwelligen Radarstrahlen arbeitet und sofort erkennt, wenn in einem

Raum jemand gestürzt ist.

DUCAH - Die Schwerpunkte der Forschung

Natürlich beschäftigen sich Unternehmen, Krankenhäuser, Krankenkassen und andere

Einrichtungen bereits mit diesem Thema. Das DUCAH führt aber Institutionen und

Forschungsergebnisse sektorenübergreifend in einem Zentrum zusammen und

kombiniert sie dann zusätzlich mit den Erkenntnissen einer relevanten

Begleitforschung. "Das bedeutet konkret: Design- und gestaltungszentriert,

soziologisch und ethnografisch, organisationstheoretisch,

medizinisch-soziologisch, (datenschutz-) rechtlich und governance-theoretisch

aus der Perspektive Stadt- und Lebensraumentwicklung, der Medizin-Technologie

und -Informatik und nicht zuletzt die Entwicklung neuer Arbeitsformen und

Geschäftsmodellimplikationen. Und das Ganze interdisziplinär, ökosystemisch und

partnerschaftlich", erklärt Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer .

http://www.ducah.de

Pressekontakt:

Michael Häutemann, DUCAH c/o Von Neuem GmbH, Kissinger Str. 1-2, 14199 Berlin

michael.haeutemann@ducah.de mobil: 0170-7919990

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/157455/4975319

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Quelle: dpa-AFX


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