OTS: Deutscher Verband der Spielwarenindustrie e.V. / DVSI: Spielware setzt ...

Dienstag, 24.11.20 10:53
Kursticker auf einer digitalen Anzeige.
Bildquelle: pixabay
DVSI: Spielware setzt Höhenflug fort / Pressekonferenz 2020 (FOTO)

2021: Diese Aktien sollten Sie im Depot haben ...

Nürnberg (ots) - Branche besonders "krisenfest" / Klassische Spielwaren im Trend

/ Onlinegeschäft großer Gewinner / DVSI warnt vor Wettbewerbsverzerrung

Die Deutschen haben in der Corona-Pandemie ihre Liebe für Spielwaren entdeckt.

Das zeigen die Zahlen der sechsten DVSI-Branchenstudie über die deutsche

Spielwarenindustrie sowie die Daten einer repräsentativen, exklusiv für den DVSI

erstellten YouGov-Umfrage. Im dritten Jahr in Folge und auch in Krisenzeiten

kennt das Konjunkturbarometer der Branche nur eine Richtung: nach oben. Zweiter

großer Gewinner der guten Entwicklung ist das Onlinegeschäft mit Spielwaren, das

bereits im vergangenen Jahr einen Marktanteil von ca. 43% erreichte. Das Thema

Nachhaltigkeit, Fokusthema des letzten DVSI-Index', steht für viele

Spielwarenhersteller trotz Corona nach wie vor weit oben auf der Agenda. Für 35%

zählt die Reduzierung von Material- und Energieeinsatz zu den wichtigsten

Maßnahmen in den kommenden Jahren. Auch für 2021 erwarten 42% der befragten

Spielwarenhersteller, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt.

Während Deutschland laut Sachverständigenrat 2020 einen Rückgang des realen

Bruttoinlandsprodukts um 5,1% verkraften muss, trotzt die deutsche

Spielwarenindustrie der Krise und zählt zu den "Gewinnern" der Corona-Pandemie.

Die Branche erweist sich zudem als ein Beschäftigungsanker in rauer See. Stieg

die Erwerbslosenquote auf 6% Ende Oktober, bauten die deutschen

Spielwarenhersteller 2020 per Saldo kein Personal ab, sondern 28% der Befragten

schafften im Vergleich zum Vorjahr sogar etwas mehr Stellen. Zuwächse gab es vor

allem bei mittelgroßen Unternehmen. Nach einem nennenswerten

Beschäftigungszuwachs Mitte dieses Jahrzehnts präsentiert sich die Branche bei

der Mitarbeiterentwicklung als robust.

Umsatzentwicklung und Erwartungen

Vorsichtige Krisengewinner: 58 % der Unternehmen schätzen ihre gegenwärtige

Situation als "gut" oder sogar als "sehr gut" ein. Besonders gut beurteilen

dabei große und mittlere Unternehmen die wirtschaftliche Entwicklung. Obwohl die

Abverkaufszahlen aktuell eine andere Sprache sprechen, glauben die befragten

DVSI-Mitglieder allerdings, dass das Wachstum in diesem Jahr mit 1,5% nur

moderat ausfallen dürfte. Großunternehmen mit über 10 Mio. EUR jährlichem Umsatz

setzen die Messlatte aber höher an. Sie rechnen mit Zuwächsen von 3,5 % in 2020.

"Der verhaltene Optimismus der heterogenen deutschen Spielwarenindustrie ist

durchaus verständlich", sagt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, "denn während

des Umfragezeitraums Ende Oktober/Anfang November stiegen die Infektionszahlen

drastisch an, was sich psychologisch negativ ausgewirkt haben dürfte. Zum

anderen profitieren nicht alle Hersteller gleichermaßen vom Online-Boom. Hier

haben die Top-Marken klar die Nase vorne, während kleinere Hersteller stärker

auf den stationären Handel angewiesen sind." Gewichtige Impulsgeber der

Spielwaren-Sonderkonjunktur sind Gesellschaftsspiele, Arts & Crafts, Building

Sets, aber auch Modellbau/Plastikmodellbau und Modellbahn. Brobeil: "Die

Beschäftigung mit haptischen Dingen, mit Basteln, mit Handwerk, das nimmt wieder

zu."

Die Corona-Pandemie geht aber nicht völlig an der Spielwarenbranche vorbeigeht.

Der Konzentrationsprozess und die seit Jahren anhaltende Polarisierung in der

Branche nahmen durch COVID-19 zusätzlich Fahrt auf. Das zeigen die

unterschiedlichen Erwartungshaltungen an die Umsatzentwicklung. Zum anderen

rechnen nur noch 28% der Spielwarenhersteller in diesem Jahr mit besseren

Umsätzen im Weihnachtsgeschäft als ein Jahr zuvor. 2019 waren es noch 33%.

"Trotz hoffnungsvoller Signale, dass Ende dieses Jahres oder im Frühjahr 2021

Impfstoffe zur Verfügung stehen", sagt Ulrich Brobeil, "werden wir wohl

mindestens noch ein halbes Jahr mit einer gewissen Unsicherheit leben müssen,

bis wir schrittweise zur lang ersehnten Normalität zurückfinden." Die

Corona-Pandemie hinterlässt auch im Kopf der Hersteller ihre Spuren.

Online der große Profiteur

Der Hauptumsatztreiber in den letzten 10 Monaten war der Onlinehandel. Das gaben

64% der Befragten an. Das wird auch 2021 so bleiben, wie 57% sagten. Letzteres

überrascht nicht. Nur 6% rechnen 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität; weitere

22% gehen von einer langsamen Normalisierung im Laufe des Jahres aus. Der

Siegeszug des Onlinehandels bereitet dem DVSI als Sprachrohr der Hersteller

durchaus auch Kopfzerbrechen. "Die Schließung der stationären

Spielwarengeschäfte während des Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres", sagt

Ulrich Brobeil, "führte zu einer Wettbewerbsverzerrung und zu einer weiteren

Verschiebung in Richtung Onlinehandel, was unsere Innenstädte weiter unter Druck

gesetzt haben dürfte. Auch Spielwarengeschäfte sind für die funktionale Körnung

der Innenstädte von großer Bedeutung."

Nachhaltigkeit? Auch in Corona-Zeiten ein Thema

Klimaschutz und erneuerbare Energien liegen den Deutschen am Herzen - auch dem

DVSI und den deutschen Spielwarenherstellern. Der DVSI ist erneut Partner der

voraussichtlich im September 2021 stattfindenden 2. Bio!TOY Konferenz, bei der

es u.a. um den Einsatz von biobasierten Kunststoffen und Verpackungsalternativen

geht. Das Informationsbedürfnis in der Spielwarenbranche ist für den

DVSI-Geschäftsführer jedenfalls da. "Ich glaube", sagt Ulrich Brobeil, "dass

eine ressourcenschonende Wirtschaft möglich ist. Fortschritte in der

Spielwarenbranche gibt es bereits auf etlichen Ebenen." Für 41% der Hersteller

besitzt das Thema Nachhaltigkeit eine hohe bis sehr hohe praktische Bedeutung im

Alltag; 50% der Befragten attestieren ihrer Organisation sogar ein hohes oder

sehr hohes Niveau und 52 % zeigen sich überzeugt, dass das Thema für die

Wettbewerbsfähigkeit von "großer" bis "sehr großer" Bedeutung ist.

Pressekontakt:

Deutscher Verband der Spielwarenindustrie e.V.

Ulrich Brobeil

Tel. 0911 / 477112-11

Email: mailto:brobeil@dvsi.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/150801/4772291

OTS: Deutscher Verband der Spielwarenindustrie e.V.



Quelle: dpa-AFX




Heute im Fokus

2021: Diese Aktien sollten Sie im Depot haben!
2021: Welche Aktien sollten Sie im Depot haben?
2021: Welche Aktien sollten Sie im Depot haben?
Das turbulente Börsenjahr 2020 ist Geschichte! Doch welche Aktien sollten Sie 2021 im Depot haben?...

News und Analysen

WDH/Herrenloser Koffer sorgt für Teil-Sperrung des Frankfurter Flughafens

(Tippfehler behoben)FRANKFURT (dpa-AFX) - Teile vom Terminal I des Frankfurter Flughafens und der dazu gehörende Regionalbahnhof sind am Samstagabend gesperrt worden. Nach Angaben der Bundespolizei ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 15650 ►

Kurssuche

Die beliebtesten Aktien der Deutschen

Die beliebtesten Aktien der Deutschen
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit hat der Online-Broker Consorsbank die Depots seiner Kunden einem Ost-West-Vergleich unterzogen. Dabei zeigt sich, dass unter Wessis und Ossis eine weitgehende Einigkeit herrscht, wenn es ums Thema Aktienauswahl geht. Denn wie die folgende Tabelle verdeutlicht, variieren die Platzierungen der Top 10 nur um Nuancen.
© 1994-2021 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr