OTS: Gradido-Akademie / Insolvenzwelle als Chance / Gemeinwohlwährung statt ...

Mittwoch, 16.09.20 12:30
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Insolvenzwelle als Chance / Gemeinwohlwährung statt Existenzverlust

Künzelsau (ots) - Spätestens zum Jahresende wird eine regelrechte Pleitewelle

Deutschland überrollen. Rund 50.000 Geschäftsschließungen befürchtet der

Handelsverband Deutschland (HDE). Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband

kämpft mit der größten Krise der Nachkriegszeit: 61,6 Prozent der

gastgewerblichen Unternehmen bangen um ihre Existenz. Die Tourismusindustrie

hatte dem Deutschem Reiseverband (DRV) zufolge bereits im Juni durch den

Lockdown Umsatzeinbußen von 10,8 Milliarden Euro zu beklagen. Und auch

Journalisten, Künstler, Werbetreibende und unzählige Kleinunternehmer fürchten

um ihren Arbeitsplatz. Eine Perspektive nach dieser Krise sehen die

Wirtschaftsbioniker der Gradido-Akademie in einem grundsätzlich geänderten

Wirtschafts- und Finanzsystem. Ihr Modell verspricht nie da gewesene

Möglichkeiten der Existenzsicherung und Neuorientierung - dank eines 'Aktiven

Grundeinkommens'.

Noch sind die Insolvenzen, welche die Corona-Maßnahmen verursacht oder

begünstigt haben, nicht aktenkundig, denn die Bundesregierung hat die

Insolvenzantragspflicht in der Corona-Krise ausgesetzt, um deren Auswirkungen

abzumildern. Bis zum Jahresende dürfen Unternehmen, deren Schulden das

vorhandene Vermögen übersteigen, ihren Antrag noch aufschieben. Wer allerdings

tatsächlich zahlungsunfähig ist, muss ab dem 1. Oktober 2020 regulär Insolvenz

beantragen. Nicht zwangsläufig führt jede Insolvenz dazu, dass die Mitarbeiter

ihren Arbeitsplatz verlieren, es ist jedoch damit zu rechnen, dass viele

Arbeitnehmer und Selbständige am Jahresende ohne Job dastehen - und die Angst

ist groß.

Nachdem ganze Branchen in ihrer Existenz bedroht sind, werden viele Menschen

nicht länger im erlernten Beruf tätig sein können, sondern eine neue Profession

oder Ausbildung ins Auge fassen müssen - falls vorhanden. Glaubt man den

Wirtschaftsbionikern der Gradido-Akademie, birgt diese Krise auch eine gewaltige

Chance dafür, Dinge zu korrigieren, die längst einer grundsätzlichen

Neuausrichtung bedürfen.

"Das weltweite Finanzsystem droht nun zu scheitern, gefolgt von

Masseninsolvenzen, Rekordarbeitslosigkeit und bitterer Armut", mahnt Bernd

Hückstädt, Mitgründer der Akademie. Nur mit einem zukunftsfähigen neuen

Geldsystem, bei dem die ökonomischen, ökologischen und sozialen Anreize in

dieselbe Richtung weisen, könne diese Herausforderungen gemeistert werden. Die

Gradido-Akademie hat ein solches System entwickelt.

Wirtschaftsbionik rückt in den Fokus

Der weltweite Corona-Lockdown hat Hückstädt zufolge die Anfälligkeit des

herrschenden Wirtschaftssystems - und die Notwendigkeit zum Umdenken sichtbar

gemacht. Die fieberhafte Suche nach Wegen aus der Krise beschert der noch jungen

Wissenschaft der Wirtschaftsbionik eine noch nie da gewesene Aufmerksamkeit.

Dabei setzte man sich an der Gradido-Akademie schon seit mehr als 20 Jahren mit

der Frage auseinander, was die Wirtschaft von der Natur lernen kann. So wie

jeder Flugzeugingenieur den Vogelflug studieren sollte, wird dort ergründet,

welche naturgegebenen Abläufe als Vorbild für erfolgreiche ökonomische Prozesse

dienen könnten. Das Ergebnis der jahrelangen Forschung ist die Gemeinwohlwährung

'Gradido'. Sie soll den Menschen weltweit ein Auskommen zusichern und die

Lebens- und Arbeitswelt vielfältiger und erfüllter machen. Kernprinzipien des

Models sind das 'Aktive Grundeinkommen', die 'Bedingungslose Teilhabe' und das

'Dreifache Wohl'. Existenzangst soll damit ebenso der Vergangenheit angehören

wie soziale Ächtung und Isolation.

'Aktives Grundeinkommen' statt Arbeitslosengeld

Dank des 'Aktiven Grundeinkommens' nach dem Gradido-Modell kann jeder Mensch mit

selbst gewählten Tätigkeiten für das Gemeinwohl eine Grundsicherung erzielen.

Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten in ganz neuer

Weise auszuloten, um bei Bedarf einen neuen Weg einschlagen zu können. Anstelle

des Gefühls, gescheitert zu sein - der Existenzangst und Furcht vor drohender

gesellschaftlicher Isolation - sollen die Menschen Freude an der persönlichen

Entfaltung entwickeln, Glauben in die eigenen Fähigkeiten und Lust auf einen

Neubeginn", führt Hückstädt aus.

Für jeden Menschen stehen monatlich 1.000 Gradido (GDD) der Gemeinwohlwährung

als Grundeinkommen bereit. Ein Gradido entspricht dem Wert eines Euro. Dieses

'Aktive Grundeinkommen' unterscheidet sich maßgeblich vom viel diskutierten

'Bedingungslosen Grundeinkommen', indem Menschen jeden Alters sich nach ihren

individuellen Möglichkeiten in die Gemeinschaft einbringen, um es beanspruchen

zu können. Pro Monat werden maximal 50 Stunden mit jeweils 20 GDD vergütet.

Diese Summe versteht sich als Sockelbetrag, zusätzlich zu anderen

Einnahmequellen.

'Bedingungslose Teilhabe' zum Erproben und Entfalten

Das 'Aktive Grundeinkommen' sichert so die 'Bedingungslose Teilhabe' am Leben in

der Gesellschaft. Konkret bedeutet das, dass jeder sich mit seinen Neigungen und

Fertigkeiten dort einbringen kann, wo es für ihn am besten passt. Praktische,

künstlerische und kreative Aktivitäten sind ebenso willkommen wie die Übernahme

sozialer Aufgaben. Die Grundidee der 'Bedingungslosen Teilhabe' ist es, dass

jeder sich mit seinen ganz persönlichen Talenten einbringen kann, um die

Gemeinschaft zu stärken und zugleich sein eigenes Potential optimal zu

entfalten. So kann er oder sie den bestmöglichen Weg ins Berufsleben oder für

eine Kursänderung finden. Ganz explizit soll die 'Bedingungslose Teilhabe' auch

der Entfaltung neuer Ideen, Visionen und Skills dienen, die die Menschheit

gerade jetzt so dringend braucht.

Krisensicherheit dank Dreifachen Wohls

Das ethische Grundprinzip des Gradido basiert darauf, das Wohl des Einzelnen mit

dem der Gemeinschaft und dem großen Ganzen - im Sinne von Natur und Umwelt - in

Einklang zu bringen. Für jeden Menschen dieser Welt werden daher monatlich

insgesamt 3.000 'Gradido' (GDD) geschöpft. Ein Drittel geht an jeden Bürger als

'Aktives Grundeinkommen', das zweite Drittel erhält der Staat für seine Dienste

an der Allgemeinheit und der dritte Teil kommt einem Ausgleichs- und Umweltfonds

zugute, um die Sanierung der ökonomischen und ökologischen Altlasten zu

ermöglichen. In Summe stünde so für staatliche Leistungen und das

Gesundheitssystem mehr Geld zur Verfügung als bisher - ohne Schulden und ohne

Steuern.

"Nachdem die bevorstehende Insolvenzwelle die Existenz so vieler Menschen

bedrohen könnte, sind neue Lösungen jetzt unverzichtbar. Die Zeit ist reif für

Gradido, und wir sehen es als unsere Verantwortung, dieses Modell in die

politische Diskussion einzubringen", betont Hückstädt. Seine Partnerin Margret

Baier ergänzt: "Mit dieser an den Prinzipien der Natur orientierten Lösung

können wir jetzigen und künftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft

sichern."

Details zum 'Gradido-Modell' unter https://gradido.net

Über die Gradido-Akademie

Die Gradido-Akademie für Wirtschaftsbionik hat eine alternative

'Gemeinwohlwährung' entwickelt, die sich an den Vorbildern der Natur orientiert.

Die Natur folgt der Regel, dass nur dort, wo etwas vergeht, Neues entstehen kann

und so langfristige Verbesserung (Evolution) möglich ist. Ihr Erfolgsrezept ist

der 'Kreislauf des Lebens'. Würde auch unsere Wirtschaft diesem natürlichen

Kreislauf folgen, ließen sich damit nach Einschätzung der Wirtschaftsbioniker

praktisch alle geldbedingten Probleme der Welt lösen. Das Gradido-Modell basiert

auf der Idee, dass nicht nur jeder Mensch, sondern auch jeder Staat ein auf

Guthabenbasis geschöpftes Einkommen erhält. Er kann damit all seine Aufgaben

erfüllen, ohne Steuern einzufordern. Deflation oder Inflation gehören der

Vergangenheit an. Die Wirtschaft ist vom ständigen Wachstumszwang befreit, die

Gefahr eines Kollabierens des Finanzsystems endgültig gebannt. (

http://www.gradido.net )

Pressekontakt:

Märzheuser Kommunikationsberatung GmbH

Michael Märzheuser

Geschäftsführender Gesellschafter

Maximilianstr. 13

80539 München

Telefon: +49 89 203 006-480

E-Mail: mailto:gradido@maerzheuser.com

Internet: http://www.maerzheuser.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/144606/4708238

OTS: Gradido-Akademie



Quelle: dpa-AFX




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