OTS: Intrum Deutschland GmbH / Studie: Signale einer wirtschaftlichen ...

Mittwoch, 12.06.19 12:43
OTS: Intrum Deutschland GmbH / Studie: Signale einer wirtschaftlichen ...
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Studie: Signale einer wirtschaftlichen Abschwächung

Heppenheim (ots) - Europa: Angst vor einem wirtschaftlichen

Abschwung / Spätzahler machen Sorgen / Risiken und Forderungsverluste

steigen / 25 Prozent der deutschen Firmen beugen nicht vor

Unternehmen in ganz Europa berichten von negativen Signalen und

erhöhten Schuldnerrisiken im Zusammenhang mit dem Zahlungsverhalten

und der Situation ihrer Kunden. So sind die Forderungsausfälle

europaweit auf 2,3 Prozent gestiegen, Zahlungen vor allem anderer

Unternehmen (B2B) verspäteten sich trotz langer Zahlungsziele

durchschnittlich um sechs Tage. Auch wenn sich die Situation in

Deutschland besser darstellt als im europäischen Durchschnitt,

verschärfen Spätzahler und Ausfälle den finanziellen Spielraum der

Unternehmen.

Für den aktuellen European Payment Report 2019 (EPR) sind

europaweit 11.856 Unternehmen von Intrum, dem europäischen

Marktführer im Forderungsmanagement, befragt worden. 17 Prozent der

befragten deutschen Unternehmen - und damit fast doppelt so viele wie

im Vorjahr (neun Prozent) - gaben an, dass sie in den nächsten zwölf

Monaten einen Anstieg der Debitorenrisiken erwarten. "Die Unternehmen

müssen ihre Liquidität und ihren Cashflow planen können, um optimale

und möglichst risikoarme Investitionsentscheidungen treffen zu können

oder neue Mitarbeiter einzustellen. Denn finanzielle Stabilität ist

die Grundlage für Wachstum. Für Unternehmen bedeuten die Anzeichen

höherer Risiken, dass es wichtiger als je zuvor ist, den eigenen

Kunden gut zu kennen", sagt Florian Wöretshofer, Managing Director

der Intrum in Deutschland.

Rezession ist in vielen Ländern zu spüren

Während die EPR-Befragungsergebnisse in ganz Europa zwar alles in

allem ein leicht erhöhtes Risiko in Bezug auf Zahlungen und Schulden

deutlich machen, sind die Daten sehr unterschiedlich und abhängig

davon, wie die Situation und die Konjunktur des jeweiligen Landes

aktuell aussieht. Im gesamteuropäischen Durchschnitt ist aber fast

jedes fünfte Unternehmen - 18 Prozent - der Meinung, dass sich ihr

Land bereits aktuell in einem wirtschaftlichen Abschwung befindet. In

Ländern wie Griechenland und Italien sehen Unternehmen die Rezession

als aktuelle Realität an, während die meisten Unternehmen in

Deutschland und Österreich für die kommenden fünf Jahre keine

Rezession erwarten. In Deutschland glauben 62 Prozent der befragten

Unternehmen nicht, dass es in ihrem Heimatland in absehbarer Zeit zu

einer Rezession kommen wird. Nur eine Minderheit von 9 Prozent sehen

Deutschland bereits in einer Rezession beziehungsweise erwarten diese

innerhalb von einem Jahr.

Spätzahler machen Probleme

Wenn Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt werden, kann dies

schwerwiegende Folgen haben. Zahlungsverzug kann zu

Liquiditätsengpässen, Umsatzverlusten bis hin zu einer existenziellen

Bedrohung des Unternehmens führen. So sagten 77 Prozent der befragten

deutschen Unternehmen, dass sie in eine problematische Situation

geraten, wenn Kunden erst nach dem festgelegten Fälligkeitsdatum

zahlen. Dies ist ein deutlich höherer Anteil als der europäische

Durchschnitt von 51 Prozent. Das zweithäufigste Problem bei

Zahlungsproblemen sind lange Zahlungsziele, bei denen 52 Prozent der

deutschen Unternehmen angegeben haben, dass sie dies als

problematisch empfinden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen in

Deutschland sagen, sie seien im vergangenen Jahr gebeten worden

längere Zahlungsfristen zu akzeptieren, als ihnen lieb war.

Überraschend ist nach wie vor, dass 25 Prozent der Unternehmen in

Deutschland keinerlei Instrumente einsetzen, um Zahlungsausfälle zu

vermeiden. 41 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen

Vorauszahlungen, nur 14 Prozent die Unterstützung durch

Inkasso-Unternehmen, zwei Prozent Factoring. "Unterm Strich brauchen

wir faire Zahlungsbedingungen für Anbieter und Kunden. Aber es sollte

auch insgesamt wesentlich besser und professioneller vorgebeugt

werden, so dass die Unternehmen für ihre Leistungen fristgerecht

bezahlt werden und die Ausfallquoten weiter sinken", sagt Florian

Wöretshofer von Intrum.

Über den European Payment Report 2019 von Intrum

Der European Payment Report 2019 basiert auf einer Umfrage, die

vom 31. Januar bis 5. April 2019 in 29 europäischen Ländern

gleichzeitig durchgeführt wurde. In dem Bericht wertet Intrum die

Daten von insgesamt 11.856 Unternehmen in Europa aus, um Einblicke in

das Zahlungsverhalten und in die finanzielle Stabilität europäischer

Unternehmen zu erhalten. Befragt wurden im Rahmen der Umfrage

Personen, die in ihrer Funktion als Finanzvorstand, CFO, Head of

Credits, Business-Controller o.ä. fungieren. Der ungekürzte European

Payment Report 2019 wird ab dem 11. Juni in 29 europäischen Ländern

vorgestellt und ist hier abzurufen: www.intrum.com/epr2019.

Über Intrum

Intrum ist in 24 europäischen Ländern mit Credit Management

Services präsent. Mit über 9.000 Mitarbeitern, 80.000 Unternehmen als

Klienten und einem Umsatz von rund 1,3 Milliarden EUR (2018) ist

Intrum Marktführer in diesem Segment. In Deutschland werden an den

Standorten Heppenheim, Essen, Hamburg, Mönchengladbach, Potsdam und

Eberswalde über 500 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Intrum bietet

seinen Klienten Lösungen zur Verbesserung des Cash-Flows und der

langfristigen Profitabilität an. Im Mittelpunkt stehen

Finanzdienstleistungen, vom Lastschriftverfahren für den Handel, über

das Debitorenmanagement und den gesicherten Rechnungskauf im

E-Commerce bis zum Management von Forderungen mit Leistungsstörungen

und der Betreuung überschuldeter Kunden. Die Kunden sollen auf dem

Weg aus den Schulden begleitet werden, damit sie wieder aktiv am

Wirtschaftsgeschehen teilnehmen können. Intrum setzt sich für eine

nachhaltige Entwicklung ein. Für uns ist es selbstverständlich, dass

finanzielle Nachhaltigkeit auch Hand in Hand mit ökologischer und

sozialer Verantwortung geht. So ist Intrum seit 2016 Unterzeichner

der 10 Prinzipien des UN Global Compact und hat die

Sustainability-Ziele in den Geschäftsbetrieb integriert.

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Pressekontakt:

Kristina Benitz, National Marketing & Communication Manager

Intrum Deutschland GmbH. E-Mail: PressestelleDE@intrum.com



Quelle: dpa


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