OTS: KfW / Erstes Quartal 2018: Guter Start ins neue KfW-Förderjahr

Mittwoch, 09.05.18 11:34
OTS: KfW / Erstes Quartal 2018: Guter Start ins neue KfW-Förderjahr
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Erstes Quartal 2018: Guter Start ins neue KfW-Förderjahr

Frankfurt am Main (ots) -

- Gesamtfördervolumen von 18,9 Mrd. EUR

- Steigerung der inländischen Förderung auf 14,9 Mrd. EUR

- Großes Interesse an Mittelstandsfinanzierungen setzt sich fort

- Zusageanstieg bei KfW IPEX-Bank auf 3,3 Mrd. EUR

- Konzerngewinn von 228 Mio. EUR

Die KfW Bankengruppe hat in den ersten drei Monaten 2018 ein

Fördervolumen von insgesamt 18,9 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 18,2

Mrd. EUR) verzeichnet. Die inländische Förderung erzielt zum ersten

Quartal ein Zusagevolumen von 14,9 Mrd. EUR und liegt damit auf dem

hohen Niveau des Vorjahres (14,6 Mrd. EUR). Insbesondere die starke

Nachfrage nach Mittelstandsfinanzierungen hat dazu beigetragen. Die

Neuzusagen für das internationale Geschäft sind auf 3,8 Mrd. EUR (3,3

Mrd. EUR) gestiegen. Hervorzuheben ist das Geschäftsfeld der KfW

IPEX-Bank mit 3,3 Mrd. EUR (2,1 Mrd. EUR), bei dem zwei großvolumige

Einzelabschlüsse zu diesem Zusageanstieg führten. Der

Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank schließt das erste Quartal mit

0,4 Mrd. EUR unter dem Vorjahresniveau ab, welches von Sondereffekten

geprägt war. Die DEG sagt zum ersten Quartal Finanzierungen in Höhe

von 0,1 Mrd. EUR zu. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und

die DEG rechnen für das Gesamtjahr 2018 wieder mit ähnlich hohen

Finanzierungsvolumen wie im Vorjahr.

"Das erste Quartal ist ein guter Auftakt für das neue Förderjahr.

Die Nachfrage nach KfW-Förderung spiegelt die robuste Konjunktur in

Deutschland wider", sagt Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender

der KfW Bankengruppe.

Der Konzerngewinn von 228 Mio. EUR hat sich wie erwartet

rückläufig im Vergleich zum Vorjahr entwickelt (421 Mio. EUR). Die

Entwicklung im ersten Quartal verlief infolge des

jahresverlaufstypisch niedrigen Kreditrisikovorsorgebedarfs leicht

oberhalb der Planung. Der für die Steuerung der KfW relevante

Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen beträgt

238 Mio. EUR (Vorjahr 434 Mio. EUR) und ist nur geringfügig mit 11

Mio. EUR aus der Bewertung von Derivaten belastet.

"Die Ertragsentwicklung der KfW im ersten Quartal 2018 verläuft

wie prognostiziert auf niedrigerem Niveau, gleichwohl noch über

unseren Erwartungen", sagt Dr. Bräunig, Vorstandsvorsitzender der

KfW-Bankengruppe.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand) beträgt

374 Mio. EUR (500 Mio. EUR). Dabei stellt der Zinsüberschuss (vor

Förderaufwand) mit 600 Mio. EUR (709 Mio. EUR) unverändert die

wesentliche Ertragsquelle der KfW dar. Der Rückgang des

Zinsergebnisses resultiert insbesondere aus geringeren

Vorfälligkeitsentschädigungen und einer geänderten Vereinnahmung von

Vergütungen des Bundes für Förderprogramme, die infolge einer

Vertragsänderung seit dem zweiten Halbjahr 2017 im Provisionsergebnis

erfasst werden. Hier profitierte das Zinsergebnis im ersten Quartal

2017 noch mit einem Ertrag aus den Vergütungen von 28 Mio. EUR.

Der Förderaufwand - im Wesentlichen Zinsverbilligungen aus dem

Neugeschäft - liegt mit 84 Mio. EUR trotz des im aktuellen Zinsumfeld

weiterhin geringen Verbilligungsspielraums über dem Niveau des

Vorjahres (63 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist besonders geprägt

durch das hohe Zusagevolumen im ERP-Digitalisierungs- und

Innovationsprogramm.

Der Saldo der Risikovorsorge im Kreditgeschäft fällt mit 0 Mio.

EUR (Vorjahr Belastung 2 Mio. EUR) erneut erfreulich niedrig aus. Aus

dem Beteiligungs- und Wertpapierportfolio des Konzerns resultiert

insgesamt ein negativer Ergebniseffekt von 11 Mio. EUR (+19 Mio. EUR)

aufgrund der schwächeren USD-Entwicklung.

Der Zwischenabschluss zum 31.03.2018 wurde erstmalig unter

Anwendung des neuen IFRS 9 aufgestellt. Der Erstanwendungseffekt, der

insbesondere aus den neuen Regelungen zur Risikovorsorge und

Kategorisierung von Wertpapieren resultiert, führte am Jahresanfang

zu einer Belastung des Eigenkapitals in Höhe von 218 Mio. EUR. Für

das erste Quartal ergab sich aus der Anwendung in der Ertragslage per

Saldo ein negativer Effekt in Höhe von 44 Mio. EUR, der im

Bewertungsergebnis ausgewiesen wird.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten des Konzerns bewegen

sich trotz des IFRS 9-Umstellungseffektes weiterhin auf einem guten

Niveau. Die Gesamtkapitalquote beträgt 20,8 % (31.12.2017: 20,6 %).

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Die KfW hat zum Ende des ersten Quartals ihre Inlandsförderung neu

aufgestellt und diese in zwei neue Geschäftsfelder "Mittelstandsbank

& Private Kunden" und "Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden"

strukturiert. Dies erfolgte um die KfW-Förderung konsequenter an den

Bedürfnissen der Kunden auszurichten.

Das Geschäftsfeld "Mittelstandsbank & Private Kunden" erzielte zum

ersten Quartal ein Fördervolumen von 12,7 Mrd. EUR (12,2 Mrd. EUR).

Das Segment Mittelstandsbank lag im ersten Quartal 2018 mit 6,3

Mrd. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (5,6 Mrd. EUR). Maßgeblich

war die Entwicklung in den Förderschwerpunkten Energiewende und

Innovation.

Der Schwerpunkt Innovation verzeichnete mit einem Fördervolumen

von 2,4 Mrd. EUR einen deutlich höheren Wert als im Vorjahresquartal

(96 Mio. EUR), dies ist vornehmlich auf den ERP-Digitalisierungs- und

Innovationskredit zurückzuführen. Die Nachfrage nach dem in 2017 sehr

erfolgreich gestarteten Programm ist in den ersten Monaten 2018 noch

einmal deutlich angestiegen. Um dieses wichtige Finanzierungsangebot

auch weiterhin zur Verfügung stellen zu können, werden derzeit

strukturelle Programmanpassungen erarbeitet.

In den Förderschwerpunkten Gründung & Unternehmensinvestitionen

lag das Fördervolumen insgesamt bei 1,9 Mrd. EUR (2,7 Mrd. EUR). Der

Grund hierfür ist die rückläufige Entwicklung im

KfW-Unternehmerkredit (0,6 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum: 1,6 Mrd.

EUR). Besonders erfreulich entwickelte sich die Gründungsfinanzierung

(1,1 Mrd. EUR), die den bereits sehr starken Vorjahreswert übertrifft

(1,0 Mrd. EUR).

Im Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien erfuhren in

den vergangenen Monaten insbesondere die gewerblichen

KfW-Energieeffizienzprogramme eine hohe Nachfrage. Vor allem der

Programmteil Energieeffizient Bauen und Sanieren liegt mit einem

Fördervolumen von 1,0 Mrd. EUR über dem Vorjahresquartal (0,9 Mrd.

EUR). Die Zusagen im KfW-Programm Erneuerbare Energien unterschritten

hingegen mit 0,6 Mrd. EUR den Rekordwert des Vorjahres (1,4 Mrd.

EUR).

Das Segment Private Kunden erzielte zum Quartalsende ein

Fördervolumen von 6,3 Mrd. EUR (6,6 Mrd. EUR). Die guten

Rahmenbedingungen durch die anhaltend robuste Baukonjunktur und das

günstige Zinsumfeld sorgen weiterhin für ein hohes Interesse an

Immobilienfinanzierungen.

Auch in diesem Segment leistete der Förderschwerpunkt

Energieeffizienz & Erneuerbare Energien einen bedeutenden Beitrag mit

4,7 Mrd. EUR. Hierbei ist das Programm Energieeffizient Bauen und

Sanieren besonders hervorzuheben.

Der Förderschwerpunkt Wohnen & Leben verbuchte ein Fördervolumen

von 1,2 Mrd. EUR und erreichte damit annähernd das Vorjahresniveau

(1,4 Mrd. EUR).

Eine ebenso konstante Entwicklung verzeichnete der Schwerpunkt

Bildung mit einem Ergebnis von 0,5 Mrd. EUR zum Quartalsende (0,5

Mrd. EUR).

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden ist

mit einem Zusagevolumen von 2,2 Mrd. EUR in das Geschäftsjahr

gestartet. Damit lag das Neugeschäft um 0,2 Mrd. EUR unter dem

vergleichbaren Vorjahreswert.

Das Fördervolumen der kommunalen und sozialen

Infrastrukturfinanzierung war mit 0,7 Mrd. EUR gegenüber dem

Vorjahreszeitraum (1,1 Mrd. EUR) leicht rückläufig. Darin zeigt sich

u.a. die inzwischen verbesserte Finanzsituation der Kommunen. Im

Einzelnen leistete die Basisförderung mit 0,5 Mrd. EUR den

wesentlichen Beitrag zum Gesamtfördervolumen. Darüber hinaus hatte

die Förderung für Energieeffizientes Bauen und Sanieren im kommunalen

Bereich mit 0,2 Mrd. EUR einen bedeutenden Anteil.

Die Individualfinanzierung Banken lag mit einem Vertragsvolumen

von 1,5 Mrd. EUR oberhalb des Vorjahreswertes (1,3 Mrd. EUR).

Getrieben wurde diese Entwicklung insbesondere von der lebhaften

Nachfrage nach den Globaldarlehen für Leasinginvestitionen und den

Refinanzierungen bundesgedeckter Exportkredite.

In der Individualfinanzierung Unternehmen lagen im ersten Quartal

die Zusagen mit 21 Mio. EUR jahreszeittypisch auf einem geringen

Niveau. Innerhalb der ERP-Venture Capital-Fondsinvestments wurden 17

Mio. EUR neu zugesagt. Zukünftig wird die Beteiligungsfinanzierung,

die unter anderem auch die ERP-Venture Capital-Fondsinvestments

verantwortet, in ein Tochterunternehmen ausgegliedert.

Die KfW IPEX-Bank, innerhalb der Bankengruppe für das

Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortlich, hat im

ersten Quartal 2018 ein Neuzusagevolumen von insgesamt 3,3 Mrd. EUR

erzielt (2,1 Mrd. EUR). Schwerpunkte der Neuzusagen lagen in den

Geschäftssparten Maritime Industrie (0,9 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum

0,2 Mrd. EUR), Grundstoffindustrie (0,4 Mrd. EUR, Vorjahreszeitraum

0,03 Mrd. EUR) sowie Finanzinstitutionen und Trade Finance (0,4 Mrd.

EUR; Vorjahreszeitraum 0,4 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und

Schwellenländer liegt bei 0,5 Mrd. EUR (1,2 Mrd. EUR). Der

Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Quartal 2018 für

Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 0,4 Mrd. EUR zugesagt

und liegt damit unter dem Wert des Vorjahres (1,1 Mrd. EUR). Damals

hatten zwei Großprojekte in Indien zum ungewöhnlich hohen

Zusagevolumen zum Jahresbeginn beigetragen. Über 80 % der Zusagen

gingen an Länder in Afrika und dem Nahen Osten. Für das Gesamtjahr

2018 rechnet der Geschäftsbereich mit ähnlich hohen

Finanzierungsvolumina wie im Vorjahr. Die DEG erwartet für 2018, dass

sie in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld als

Entwicklungsfinanzierer und Berater für private Unternehmen gefragt

sein wird. Für die Finanzierung unternehmerischer Investitionen in

Schwellen- und Entwicklungsländern sagte sie im ersten Quartal 54

Mio. EUR neu zu (155 Mio. EUR). Vorliegende Finanzierungsanfragen

lassen für das zweite Quartal eine dynamischere Entwicklung erwarten.

Im Geschäftsfeld Finanzmärkte wurden im ersten Quartal 2018

Investitionen in Höhe von rund 185 Mio. EUR (270 Mio. EUR) getätigt.

Davon entfielen 117 Mio. EUR (170 Mio. EUR) auf Investitionen in

Verbriefungstransaktionen im Bereich der kapitalmarktorientierten

Mittelstandsförderung. Für das Green-Bond-Portfolio hat die KfW in

zwei Wertpapiere zur Förderung von Klima- und Umweltschutzprojekten

im Volumen von rund 68 Mio. EUR (100 Mio. EUR) investiert.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes nahm die KfW im ersten

Quartal 2018 Mittel in Höhe von 23,3 Mrd. EUR an den internationalen

Kapitalmärkten auf und blickt auf einen gelungenen

Refinanzierungsauftakt zurück. Für das Gesamtjahr 2018 plant die KfW

ein Refinanzierungsvolumen von 70 - 75 Mrd. EUR.

** Die vollständige Presseerklärung mit der tabellarischen

Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie auf:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/

OTS: KfW

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/41193

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM), Sybille Bauernfeind,

Tel. +49 (0)69 7431 4683, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: Sybille.Bauernfeind@kfw.de, Internet: www.kfw.de



Quelle: dpa


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