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OTS: Lurse AG / Nach Corona: Gehälter steigen wieder

Mittwoch, 13.10.21 14:33
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Nach Corona: Gehälter steigen wieder

Düsseldorf (ots) -

- Laut aktueller Lurse Studie rechnen deutsche Unternehmen für 2022 mit

Lohnsteigerungen von durchschnittlich 2,6 %.

- Schon 2021 brachte einen leichten Zuwachs, der jedoch geringer ausfiel als vor

der Krise

Der Arbeitsmarkt erholt sich allmählich von den Auswirkungen der Pandemie -

zumindest was die Entwicklung von Löhnen und Gehältern betrifft. Das geht aus

der aktuellen Studie "Trends in Vergütung und HR 2021/2022" der

Unternehmensberatung Lurse hervor.

Für die Studie wurden zwischen Mai und August dieses Jahres 230 Unternehmen - so

viele wie nie zuvor - online zur Einkommensentwicklung 2021 und 2022 befragt.

Bei ihnen handelt es sich überwiegend um große Mittelständler sowie um DAX- oder

MDAX-Konzerne - im Wesentlichen aus den Wirtschaftszweigen "IT, TK,

IT-Dienstleistungen", "Pharma, Chemie, Mineralölverarbeitung", "Versicherungen,

Banken, Beratung, Consulting, Wirtschaftsprüfung", "Elektrotechnik, Elektronik,

Halbleiter" sowie "Automotive, Fahrzeugbau und automotivenahe Unternehmen". Die

Auswertung erfolgt sowohl branchenübergreifend als auch branchenspezifisch, nach

Größenklassen sowie danach, ob eine Tarifbindung besteht oder nicht. Die Studie

betrachtet die Erhöhungsbudgets für folgende Mitarbeitergruppen: Executives/Top

Management, Middle Management/Professionals, klassisch Angestellte und klassisch

Gewerbliche.

"Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten haben 2020 viele

Unternehmen beschlossen, die Gehälter nicht generell zu erhöhen", erklärt Elke

Tausch, Senior Consultant bei Lurse. "In diesem Jahr ließ sich dagegen wieder

ein leichter Anstieg feststellen, der jedoch nicht das Niveau der

Erhöhungsbudgets vor der Krise erreicht hat".

Über alle Mitarbeitergruppen hinweg und unabhängig vom Zeitpunkt wurden Löhne

und Gehälter in Deutschland 2021 um durchschnittlich 2,1 % erhöht. Für das

kommende Jahr planen die befragten Unternehmen im Durchschnitt ein Lohnplus von

2,6 % ein. Sowohl die tatsächlichen als auch die geplanten Steigerungen fallen

bei nicht tarifgebundenen Unternehmen höher aus als bei tarifgebundenen. Die

stärksten Erhöhungen sind 2022 mit 2,7 % in der Chemie- und Pharmaindustrie

geplant, die geringsten mit 2,2 % im Bereich Automotive und Fahrzeugbau.

Auf Nullrunden folgten überdurchschnittliche Steigerungen

Knapp die Hälfte der Unternehmen gab an, dass die Gehaltserhöhungsbudgets in

diesem Jahr ungefähr das Niveau der Vorjahre erreicht haben. Bei einem Viertel

dagegen fielen sie geringer aus als üblich. Als Gründe dafür nannten sie in der

Hauptsache die Auswirkungen der Pandemie, insbesondere die kritische

wirtschaftliche Lage und die entstandene Planungsunsicherheit. Auch

Veränderungen der Auftragslage - speziell im Automobilsektor - und der

Preisanstieg von Rohstoffen spielten eine Rolle.

Bei 22 % der Unternehmen fielen die durchschnittlichen Gehaltserhöhungen im Jahr

2021 sogar höher aus als üblich. Dies war aber vor allem dort der Fall, wo es im

Vorjahr Nullrunden gegeben hatte. Auch die Verschiebung von

Gehaltserhöhungsrunden von 2020 auf 2021 sowie struktureller Nachholbedarf

wurden als Gründe dafür angegeben. Sämtliche Mitarbeitergruppen mussten im

laufenden Jahr erheblich mehr Nullrunden hinnehmen als nach Ausbruch der

Pandemie 2020 geplant. Für 2022 rechnen dagegen deutlich weniger Unternehmen

damit, dass Gehaltserhöhungen ausfallen.

Nach der Pandemie dürften sich andere Faktoren wieder stärker auf die

Gehaltsplanungen auswirken. So wiesen Studienteilnehmer vermehrt auf eine

gestiegene Fluktuation hin, auf den bestehenden Fachkräftemangel und auf einen

hohen Marktdruck in bestimmten Funktionen - etwa in den Bereichen Transformation

und IT.

Die Ergebnisse der Lurse Studie "Trends in Vergütung und HR 2021/2022" sind auf

Anfrage erhältlich. Schreiben Sie uns an!

Pressekontakt:

Tammy Katharina Graetz

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OTS: Lurse AG



Quelle: dpa-AFX


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