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Dienstag, 14.09.21 09:28
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German Entertainment & Media Outlook 2021 - 2025 / Zwischen

Aufholeffekten und digitalem Wandel: Deutsche Entertainment- und

Medienbranche wächst weiter

Düsseldorf (ots) -

- Der Umsatz der Entertainment- und Medienbranche sank 2020 um 9,9 % auf 55,4

Milliarden Euro, steigt bis 2025 aber voraussichtlich auf 69 Milliarden Euro

- Analoge Bereiche verzeichnen Einbrüche, digitale Segmente wie Video-on-Demand,

Videospiele und E-Sport sowie Virtual Reality legen deutlich zu

- Mobile Onlinewerbung übertrifft erstmals die Umsätze von TV-Werbung

Die deutsche Entertainment- und Medienbranche verzeichnete im Jahr 2020 starke

Umsatzeinbußen. Mit einem Rückgang von 9,9 % im Vergleich zum Vorjahr lag der

Gesamtumsatz bei 55,4 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Umsatzrückgang in

der Geschichte des German Entertainment & Media Outlooks. Wie asymmetrisch die

Auswirkungen der Pandemie auf die einzelnen Segmente auch sind, für das Jahr

2021 ist bereits wieder ein Anstieg des Branchenumsatzes auf 59 Milliarden Euro

zu erwarten. Bis 2025 sollen die Umsätze bei einem durchschnittlichen jährlichen

Wachstum von 4,5 % auf 69 Milliarden Euro steigen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der "German Entertainment & Media Outlook 2021-2025"

(GEMO) der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der GEMO

ist die umfangreichste Studie zur Medien- und Unterhaltungsbranche in

Deutschland und wird seit 2002 von PwC erstellt und herausgegeben. Die Studie

enthält detaillierte Analysen und Umsatzprognosen für 13 Segmente der

Entertainment- und Medienindustrie.

"Die Pandemie hat viele Entwicklungen der Branche drastisch beschleunigt, die

sich in den vergangenen Jahren schon angedeutet haben", sagt Werner Ballhaus,

Global Entertainment & Media Sector Leader und verantwortlicher Studienautor.

"Wir sehen deutliche Verschiebungen hin zu digitalen Formaten. Das Smartphone

entwickelt sich zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung. Die Ausnahmesituation

hat das Nutzerverhalten und den Medienkonsum nachhaltig beeinflusst und wird die

Branche noch auf Jahre prägen."

Nicht-digitale Umsätze brechen weg, digitale Segmente legen zu

Als Folge von Kontakteinschränkungen und Lockdowns schrumpften im Jahr 2020 die

Umsätze der Segmente Messe und Kino um mehr als zwei Drittel. Die Umsätze im

Segment Livemusik brachen um 75 % ein. Im digitalen Raum etablierten sich

Angebote wie digitale Messen, das Streaming von Livekonzerten oder die

Veröffentlichung von Blockbustern auf Streamingportalen. Die Zugewinne im

digitalen Bereich konnten die weggebrochenen Umsätze jedoch nicht kompensieren.

Als generelle Gründe für die strukturellen Veränderungen in der gesamten Branche

sieht die Studie vor allem pandemiebedingte Umsatzausfälle und reduzierte

Budgets im konjunkturempfindlichen Werbemarkt.

Nichtsdestotrotz verbuchten die digitalen Segmente im Jahr 2020 ein sprunghaftes

Wachstum. Video-on-Demand wuchs mit Umsätzen von 1,7 Milliarden Euro noch

stärker als in den Vorjahren. Videospiele und E-Sport legten um 13,6 % zu und

setzten 5,2 Milliarden Euro um. Darüber hinaus stiegen die Umsätze aus dem

Bereich Virtual Reality (VR) um 27,5 % - hauptsächlich durch Zuwächse im Video-

und Gaming-Bereich. Der Datenverbrauch stieg insgesamt um 27,8 % und erreichte

ein Volumen von 60,1 Milliarden Gigabyte im Jahr 2020.

Mobile Onlinewerbung übertrifft erstmals TV-Werbung

Neben dem klaren Trend zu digitalen Bereichen verdeutlicht die Marktbilanz 2020

auch die zentrale Rolle von mobilen Endgeräten in der Mediennutzung. Im weiter

aufsteigenden Segment Videospiele und E-Sports verbucht das typischerweise auf

Smartphones und Tablets beheimatete Social Gaming einen Anteil von 63,2 % am

Gesamtumsatz. Darüber hinaus übertraf mobile Onlinewerbung mit einem Zuwachs von

12,6 % erstmals die TV-Werbung. Die Umsätze durch Onlinewerbung insgesamt

überstiegen jene aus TV-Werbung um mehr als das Doppelte.

Vorkrisenniveau von 2019 wird 2022 übertroffen

Die Entwicklung in den kommenden Jahren bis 2025 ist in vielen Segmenten durch

Aufholeffekte geprägt. Bereits in diesem Jahr ist durch das prognostizierte

Wirtschaftswachstum eine deutliche Erholung zu erwarten. Das Vorkrisenniveau von

2019 wird mit Blick auf den Gesamtmarkt bereits 2022 übertroffen. Für die

kommenden Jahre prognostiziert die Studie unter anderem ein deutliches Wachstum

für Bereiche wie Musik, Radio und Podcast, Internetvideo, Onlinewerbung und

Virtual Reality. Der Datenkonsum steigt kontinuierlich mit einer

durchschnittlichen Wachstumsrate von 22,7 %. Im B2B-Sektor bleibt die Nachfrage

nach Wirtschaftsinformationen hoch. Zurückgehende Umsätze sind jedoch für

Consumer-Books und den Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt zu erwarten.

Der diesjährige GEMO verdeutlicht, wie stark die Pandemie das

Konsument:innenverhalten nachhaltig verändert hat. Trends und Entwicklungen

haben sich im Laufe des letzten Jahres verstärkt. Eine vollständige Rückkehr zu

alten Verhaltensmustern und Nutzungsgewohnheiten ist nicht zu erwarten, weshalb

die Entertainment- & Medienbranche einem stetigen Wandel unterliegt.

Weitere Inhalte

Neben den Auswertungen zu den 13 Segmenten beinhaltet der GEMO drei Gastbeiträge

und drei Highlight Artikel. Die Gastbeiträge kommen in diesem Jahr von Peter

Kropsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der dpa zum Thema "Trusted News und

die Relevanz der klassischen Medien"; von Dr. Florian Drücke, Chairman und CEO

des Bundesverbandes Musikindustrie "Zum Stand der Musikindustrie 2021" und Prof.

Dr. Kai-Marcus Thäsler, Geschäftsführer des Fachverbandes Aussenwerbung e.V. zum

Thema "Die datengetriebene Perspektive von Out-of-Home".

In den Highlight Artikeln greifen unsere PwC-Expert:innen die Themen

IT-Sicherheit, das neue Urheberrechtsgesetz und seine Auswirkungen auf die

Medienbranche und das Thema Cookieless World auf.

Den gesamten German Entertainment & Media Outlook 2021-2025 finden Sie hier:

https://www.pwc.de/gemo

Pressekontakt:

Barbara Bossmann

PwC | Marketing & Communications

Tel.: +49 211 981-4927

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Quelle: dpa-AFX


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