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Mittwoch, 24.11.21 10:31
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PwC-Studie zur Vorstandsvergütung: Weiter sinkende Gehälter wegen

COVID-19, sattes Plus im TecDax

PwC-Vergütungsstudie DAX

https://ots.de/W4LyWH

Düsseldorf (ots) - Vergütungsstudie 2021 von PwC: Größter Rückgang der

Vorstandsvergütung im Dax / Etwa 11 Prozent der Dax-Vorstandsvorsitzenden

verzichteten wegen Corona-Pandemie auf Teile ihres Gehalts / TecDax-CEOs mit

sattem Vergütungsplus von 13,6 Prozent / Nachhaltiges Handeln beeinflusst

variable Vergütung immer stärker

Die Vorstandsmitglieder deutscher Dax-Unternehmen verdienten 2020 deutlich

weniger als im Vorjahr: Die Vorstandsvorsitzenden (CEOs) erhielten im Median 5,1

Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 6,5 Prozent gegenüber 2019 (5,5

Millionen Euro). Auch die weiteren Dax-Vorstandsmitglieder (CXOs) erhielten mit

2,3 Millionen Euro im Median eine geringere Vergütung (-9,5 Prozent gegenüber

2019). Hauptgrund für die geringere ausgezahlte Vorstandsvergütung ist die durch

die anhaltende Corona-Pandemie eingetrübte weltwirtschaftliche Lage.

Das sind einige der Kernergebnisse der aktuellen Studie zur "Vorstands- und

Aufsichtsratsvergütung 2021" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft

PwC Deutschland. Die Analyse untersucht die Vergütung der Mitglieder von

Vorständen und Aufsichtsräten im Jahr 2020 der 160 Unternehmen, die zum

Stichtag, den 31. Dezember 2020 in Dax, MDax, SDax und TecDax gelistet waren.

Nicht berücksichtigt hat PwC die seit September 2021 veränderte

Indexzusammensetzung, um die Analyse konsistent auf das Geschäftsjahr 2020 zu

beziehen. Die Vergütungsstudie von PwC erscheint seit 2016 jährlich.

Geringere Vergütung in allen Dax-Indizes - außer im TecDax

Mit Blick auf die einzelnen Indizes ging die Vergütung bei den

Dax-Vorstandsvorsitzenden im Median am stärksten zurück. Hauptgrund: Etwa 11

Prozent der Dax-CEOs verzichteten aufgrund der Corona-Pandemie auf Teile ihrer

Vergütung. Im SDax gab es ebenfalls starke Einbußen für die

Vorstandsvorsitzenden

(-11,6 Prozent), im MDax blieb die Vergütung annähernd auf dem Vorjahresniveau

(+0,6 Prozent). Im TecDax hingegen stieg die Vergütung der Vorstandsvorsitzenden

gegenüber 2019 deutlich, um satte 13,6 Prozent.

Bei den weiteren Mitgliedern der Vorstände zeigt die Studie eine ähnliche

Entwicklung: Im Median sank deren Vergütung im Dax um 9,5 Prozent, und 14

Prozent der Vorstände verzichteten auf Teile ihres Gehalts. Im MDax lag der

Rückgang bei 6,1 Prozent, im SDax blieb die Vergütung etwa auf dem

Vorjahresniveau bei 859.000 Euro. Abermals gegenläufig zum allgemeinen Trend war

die Entwicklung im TecDax: Hier verdienten Vorstandsmitglieder im Median rund

6,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Petra Raspels, Partnerin und

Head of People & Organisation bei PwC Deutschland und Europa, sagt: "Das

Geschäftsjahr 2020 war für viele Unternehmen der Dax-Familie eine

Herausforderung. Und das spiegeln die im Schnitt weiter sinkenden

Vorstandsvergütungen klar wider."

Nachhaltiges Handeln beeinflusst Vorstandsvergütung immer stärker

Weiteres Ergebnis der Vergütungsstudie von PwC: Die Vergütungssysteme der

untersuchten Gesellschaften berücksichtigen nachhaltiges Handeln immer stärker.

Diese Entwicklung verstärken regulatorische Vorgaben des Aktiengesetztes und des

Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) zusätzlich. Mitglieder von

Vorständen erhalten neben der fixen eine variable Vergütung mit kurzfristigen

(einjährigen) und langfristigen (mehrjährigen) variablen Anteilen.

So zeigt die Analyse der Vorstandsvergütung: Im Dax lag der fixe Anteil der

Vergütung in den vergangenen Jahren relativ stabil bei 40, die variable

Vergütung bei 60 Prozent. Letztgenannte berücksichtigt neben der kurzfristigen

auch die mittel- bis langfristige Entwicklung der Unternehmen. Interessant ist,

dass der Anteil der gewährten variablen Vergütung in 2020 im SDax erstmalig über

dem im MDax liegt. Im MDax liegt der variable Vergütungsanteil bei 50 Prozent,

im SDax bei 53 Prozent. Im TecDax waren die Unterschiede zwischen fixer und

variabler Vergütung am größten (35 gegenüber 65 Prozent).

Auffällig: Im untersuchten Jahr 2020 gab es bei fast allen Unternehmen solche

langfristigen variablen Anteile an der gewährten Vergütung, und diese sind im

Schnitt über alle Indizes verteilt gegenüber 2019 gestiegen. Im Dax etwa lag der

Anteil der langfristigen variablen Vergütung bei 63 gegenüber 37 Prozent; 2019

waren es 60 zu 40 Prozent. Im MDax ist der LTI-Anteil um 1 Prozent gesunken, im

SDax jedoch um 6 Prozentpunkte gestiegen. Der TecDax relativiert den Schnitt

durch eine Veränderung des LTI-Anteils um -3 Prozentpunkte.

Aufsichtsräte: steigende Vergütung, wachsender Frauenanteil

Die Analyse ergab darüber hinaus: Vorsitzende in Aufsichtsräten erhielten der

Vergütungsstudie zufolge im Jahr 2020 mehr Vergütung als 2019, und zwar in

beinahe allen Indizes: Bei den Gesellschaften im MDax waren es im Median 218.000

Euro (+12 Prozent), im SDax 102.000 Euro und im TecDax 132.000 Euro. Im Dax

verdienten die Vorsitzenden von Aufsichtsräten im Median 336.000 Euro und damit

etwa genauso viel wie im Vorjahr (2019: 334.000 Euro). Im Vergleich zu ihren

Kolleg:innen im MDax erhielten sie das 1,5-Fache, gegenüber denen im SDax sogar

das rund 3,3-Fache und gegenüber denen im TecDax das rund 2,5-Fache.

Der Frauenanteil lag in Aufsichtsräten über alle Indizes hinweg bei 31 Prozent -

und damit in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Im Jahr 2020 waren im Dax 16

Prozent der CXOs weiblich, im MDax 15 Prozent und im SDax 7 Prozent. Der

Vorsitzendenposten war demgegenüber - sowohl in Aufsichtsräten als auch in

Vorständen - vergleichsweise selten mit einer Frau besetzt (7 Prozent über alle

Indizes hinweg). PwC-Expertin Petra Raspels sagt: "Wir sehen seit der ersten

Vergütungsstudie 2016 zwar einen wachsenden Frauenanteil, aber er steigt

durchschnittlich nur leicht. Beschleunigend wirkt womöglich das Zweite

Führungspositionen-Gesetz." Das Gesetz trat im August 2021 in Kraft und sieht

vor, dass börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen künftig

mindestens eine Frau in den Vorstand berufen müssen, sofern ihr Vorstand aus

mehr als drei Personen besteht.

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und

wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 284.000 Mitarbeitende in 155 Ländern tragen

hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen

Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere

der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter

http://www.pwc.com/structure .

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Nils Philipp

PwC Communications

Tel.: +49 (0) 211 981 - 2128

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Quelle: dpa-AFX


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