OTS: Sopra Steria SE / Studie "Organisation x.0": Hierarchieabbau in ...

Donnerstag, 22.07.21 13:31
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Studie "Organisation x.0": Hierarchieabbau in deutschen Unternehmen

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Hamburg (ots) - Der Abbau von Hierarchien in Wirtschaft und öffentlicher

Verwaltung in Deutschland gestaltet sich zäh. Nur in 28 Prozent der Unternehmen

und Behörden wurden in den vergangenen zwei Jahren tatsächlich Ebenen reduziert.

Dabei glauben 68 Prozent der Fach- und Führungskräfte an die Beschleunigung von

Entscheidungen durch flache Hierarchien. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "

Potenzialanalyse Organisation x.0 (https://www.soprasteria.de/newsroom/publikati

onen/studien/free/potenzialanalyse-organisation-x0) " von Sopra Steria in

Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Zwei von drei Unternehmen und Verwaltungen sehen sich unter großem Druck, sich

organisatorisch zu verändern, so die Befragung von 221 Fach- und

Führungskräften. Ebenso viele sind auch generell überzeugt: Deutlich schnellere

Entscheidungen sind möglich, wenn es weniger hierarchisch zugeht.

Ein radikaler organisatorischer Umbruch zur Basisdemokratie ist dennoch nicht zu

erwarten. In Teilen, weil in Unternehmen und Behörden einige um den Status als

Chef fürchten: Je nach Branche gehen bis zu 40 Prozent der Befragten davon aus,

dass der Abbau von Hierarchien bei den betroffenen Führungskräften zu einer

direkten Blockadehaltung führt, da diese sich etwa um ihre fest eingeplanten

Karriere- und Gehaltssprünge gebracht fühlen.

Ein weiterer Grund für den eher zähen Abbau von Leitungspositionen liegt auch in

den aktuell gemachten positiven Erfahrungen mit Hierarchien in heiklen

Situationen. Gerade in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie oder bei

existenzbedrohenden Lieferengpässen müssen unter Zeitdruck einschneidende

Entscheidungen getroffen werden. Das Ziel, mit flachen Hierarchien bzw. dem

Wegfall von Weisungsstrukturen besser und schneller zu entscheiden, wird jedoch

in turbulenten und kritischen Lagen häufig nicht erreicht.

Infografik zum Thema (https://www.soprasteria.de/newsroom/infografiken/infografi

ken/infografik-organisation-x0)

"Die aktuelle Situation zeigt deutlich, warum die Organisation eines

Unternehmens oder einer Verwaltung nicht blind einer Managementmode folgen

sollte, sondern als oberstes Ziel immer den Erhalt der Handlungsfähigkeit

verfolgen muss", sagt Urs M. Krämer (https://www.linkedin.com/in/ursmkraemer) ,

CEO von Sopra Steria. "Die Kunst liegt darin, eine gute Balance zwischen

hierarchischen und kooperativen Elementen zu schaffen. Ein rein formales

Abschaffen einer Chef-Mitarbeiter-Struktur sowie ideologisches

Schwarz-Weiß-Denken führt schnell in eine Sackgasse."

Innovationen und Kreativität statt Stille-Post-Effekte

Setzen Organisationen hingegen auf den sachlich-analytischen Weg, wird sehr

schnell deutlich, wo das unbestreitbare Potenzial flacher Hierarchien liegt.

Etwa in der Chance, Mitarbeitern mehr Entscheidungsmöglichkeiten und Platz für

Innovationen und Kreativität zu geben, statt sie auf eine Anweisung von oben

warten zu lassen. Oder dem Wegfall von so genannten Stille-Post-Effekten, also

der Verfälschung von Informationen durch die mehrfache Weitergabe in der

Befehlskette.

In weniger hierarchisch strukturierten Organisationen arbeiten Mitarbeiter zudem

über Abteilungsgrenzen hinweg zusammen und denken im besten Fall gar nicht mehr

innerhalb dieser Grenzen. Über alle befragten Branchen hinweg macht das heute

aber erst ein Viertel der Organisationen. "Die große Mehrheit besteht hingegen

noch auf der Einhaltung des Instanzenzuges und bremst damit häufig die eigene

Belegschaft aus", so Urs M. Krämer. Allerdings lassen sich die Mitarbeitenden

von den offiziellen Strukturen - so ein weiteres Ergebnis der

Sopra-Steria-Studie - immer weniger beeindrucken. Sie organisieren die

Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg einfach informell.

Über die Studie

Die Studie " Potenzialanalyse Organisation x.0 (https://www.soprasteria.de/newsr

oom/publikationen/studien/free/potenzialanalyse-organisation-x0) " von Sopra

Steria und dem F.A.Z.-Institut gibt die Ergebnisse einer Befragung unter 221

Führungskräften wieder. Der Großteil der Befragten arbeitet in den

Branchenclustern Finanzdienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe sowie

öffentliche Verwaltung & Versorgungsunternehmen. Im April und Mai 2021 wurde

danach gefragt, wie die Organisationen mit dem aktuellen Veränderungsdruck

umgehen und wie groß ihre Bereitschaft zur Neuorganisation ist.

Über Sopra Steria

Als ein führender europäischer Management- und Technologieberater unterstützt

Sopra Steria seine Kunden dabei, die digitale Transformation voranzutreiben und

konkrete und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Sopra Steria bietet mit

Beratung, Digitalisierung und Softwareentwicklung umfassende

End-to-End-Lösungen, die große Unternehmen und Behörden wettbewerbs- und

leistungsfähiger machen - und zwar auf Grundlage tiefgehender Branchenexpertise,

innovativer Technologien und eines kollaborativen Ansatzes. Das Unternehmen

stellt die Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns mit dem Ziel, digitale

Technologien optimal zu nutzen und eine positive Zukunft für seine Kunden zu

gestalten. Mit 46.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 25 Ländern erzielte

der Konzern 2020 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.

Die Sopra Steria Group (SOP) ist an der Euronext Paris (Compartment A) gelistet

- ISIN: FR0000050809

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Sopra Steria: Nils Ritter, Tel.: +49 (0) 40 22703-8801, E-Mail:

nils.ritter@soprasteria.com

Faktor 3: Eva Klein, Tel.: +49 (0) 40 679446-6174, E-Mail: e.klein@faktor3.de

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Quelle: dpa-AFX


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