Oddo BHF und ABN Amro schmieden Kooperation - Fondsnews

Donnerstag, 17.09.20 12:45
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
Wien (www.fondscheck.de) - Die beiden Institute ABN Amro und Oddo BHF gehen eine Partnerschaft ein und gründen ein Joint Venture, so die Experten von "FONDS professionell".

Darin würden die Geldhäuser ihre Dienstleistungen in den Bereichen Equity Capital Markets, Corporate Broking und Equity Brokerage in den Benelux-Ländern bündeln. Die Kooperation solle auch auf den deutschen Markt ausgeweitet werden. Dies hätten die Banken in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gegeben.

Demnach bringe das niederländische Institut ABN Amro sein Geschäft im Bereich Aktienresearch, Institutional Sales und Sales Trading in das Gemeinschaftsunternehmen ein. Die französisch-deutsche Bank Oddo BHF wiederum steuere ihre Plattform und ihre Handelsausführung bei. Der Hauptsitz des Joint Ventures solle Amsterdam sein. Die Kooperation schaffe ein breiteres Spektrum an Aktienresearch von über 500 Werten sowie ein ausgedehntes Vertriebsnetz mit mehr als 600 institutionellen Kunden in Europa und den Vereinigten Staaten.

"Diese Partnerschaft bietet die Möglichkeit, weiter in Nordwesteuropa zu wachsen", erläutere Rutger van Nouhuijs, Mitglied des Vorstands von ABN Amro, den Schritt. Christophe Tadié, Mitglied des Vorstands von Oddo BHF, ergänze: "Sie bringt komplementäre Teams, Expertise und Märkte zusammen, um eine konsolidierende Brokerage-Plattform in Europa aufzubauen. Nach der Partnerschaft mit Natixis im Jahr 2018 ist diese Verbindung Teil unserer paneuropäischen Strategie, die darauf abzielt, einen führenden Finanzdienstleister in der Eurozone aufzubauen."

Die französisch-deutsche Bank habe ihre Research-Abteilung mit Natixis zusammengelegt. Natixis, die zentrale Investmentbank der französischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, habe ihre Aktienanalyse und ihren Handelsbereich auf Oddo BHF übertragen. Im Gegenzug hätten die beiden Geldhäuser die Begleitung von Börsengängen bei Natixis gebündelt.

Solche Kooperationen stünden auch vor dem Hintergrund strikterer Regeln für Research- und Brokerdienste unter der Finanzmarktrichtlinie Mifid II. Demnach müssten Asset Manager die Kosten für Analysen und Wertpapiertransaktionen gesondert ausweisen. Bislang hätten die Investmentbanken und Broker Research umsonst heraus vergeben - im Gegenzug für lukrative Handelsaufträge der Fondsanbieter. Diese Praxis sei den Aufsehern zu undurchsichtig gewesen. Seither zeichne sich im Bereich des Research eine Konsolidierung ab. (17.09.2020/fc/n/s)



Quelle: Aktiencheck




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