Ölpreise setzen Erholung fort - Fed-Paket stützt Entwicklung

Dienstag, 24.03.20 07:40
Ölpreise setzen Erholung fort - Fed-Paket stützt Entwicklung
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SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag die behutsame Erholung vom Vortag fortgesetzt. Gestützt wurde die Entwicklung durch die am Montag von der US-Notenbank Fed angekündigten Nothilfen für die amerikanische Wirtschaft. Marktbeobachter sahen auch im schwächeren Dollarkurs einen Grund für die aktuell steigenden Ölpreise. Weil Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere amerikanische Währung Öl außerhalb des Dollarraums günstiger und stützt so die Nachfrage.

Am Dienstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 28,27 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar mehr als am Montag. Und auch US-Öl konnte die jüngsten Tiefstände weiter auf Abstand halten. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI kostete zuletzt 24,53 Dollar und damit 1,17 Dollar mehr als am Montag. In der Nacht von Sonntag auf Montag war der Preis für US-Öl noch zwischenzeitlich unter 20 Dollar je Barrel gefallen.

Das Fed-Hilfspaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise umfasst eine ganze Reihe an Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Kern des am Montagmittag bekannt gegebenen Pakets ist der unbegrenzte Ankauf von Staatsanleihen und bestimmter mit Hypotheken besicherter Wertpapiere.

Darüber hinaus werden mehrere Kreditprogramme aufgelegt, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Bereits zuvor hatte die Fed große Zinssenkungen und ein Anleihekaufprogramm beschlossen.

Für Edward Moya, Analyst der Oanda Bank, dürfte die Erholung des Ölpreises aber nicht von Dauer sein, da sich nichts an der schlechten Nachfragesituation ändere. Diese werde sich vielmehr mit den sich global ausbreitenden Ausgangsbeschränkungen weiter verschlechtern. Das Analysehaus IHS Markit prognostizierte für das zweite Quartal zuletzt einen Rückgang der Nachfrage um 14 Millionen Barrel pro Tag.

Neben der Corona-Krise belastete auch der Preiskrieg führender Ölförderländer den Markt weiterhin. Die Angebotsschwemme hält weiter an, nachdem Russland Ende vergangener Woche angekündigt hatte, seine Fördermenge weiter hochzufahren.

In den vergangenen Tagen hatte sich mit einem erhofften Abkommen zwischen dem führenden Opec-Land Saudi-Arabien und und dem US-Bundesstaat Texas über eine Begrenzung der Fördermenge ein kleiner Hoffnungsschimmer aufgetan. Ein Verantwortlicher aus dem US-Bundesstaat Texas hatte außerdem eine Einladung für die nächste Opec-Sitzung im Juni erhalten./ssc/jkr/zb



Quelle: dpa-AFX


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