Offene Immobilienfonds: Zinsalternative oder Renditefalle? - Fondsnews

Montag, 09.05.16 13:57
Offene Immobilienfonds: Zinsalternative oder Renditefalle? - Fondsnews
Bildquelle: iStock by Getty Images
Wien (www.fondscheck.de) - Bei Anlegern sind offene Immobilienfonds beliebt, zumal in Zeiten magerer Zinsen, so die Experten von "FONDS professionell".

Als Geldparkplätze würden die Produkte aber nicht mehr taugen, sage Thomas Buckard, Vorstand der Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen AG in Wuppertal. Das habe mehrere Gründe. Der erste sei eine Nachwirkung der Finanzkrise: Nach der Lehman-Pleite hätten viele offene Immobilienfonds Objekte verkaufen müssen, weil verunsicherte Anleger Geld abgezogen hätten. Nicht alle Fonds hätten überlebt. In der Folge habe der Gesetzgeber strengere Regeln eingeführt.

Anleger müssten Anteile an offenen Immobilienfonds heute mindestens 24 Monate halten, bei einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten. Dieser Schritt solle kurzfristige Abflüsse und Liquiditätsschwierigkeiten verhindern - schränke aber auch die Flexibilität der Fonds-Anteilsbesitzer ein. Darüber hinaus seien die Immobilienpreise in vielen Regionen explodiert. "Das zehrt an den Ertragschancen offener Immobilienfonds", sage Buckard.

Ein weiteres Problem sei die Nullzinspolitik der Zentralbanken. "Sobald sich das Zinsniveau normalisiert, werden sich auch die Immobilienpreise normalisieren", so der Finanzexperte. Sie würden dann voraussichtlich an Wert verlieren, was wiederum auf die Renditen offener Immobilienfonds drücken werde. "Durchschnittlich dürfen Anleger nicht mehr als zwei Prozent Ertrag pro Jahr erwarten", warne Buckard.

Offene Immobilienfonds würden sich heute an mittel- bis langfristig orientierte Anleger richten, die kurzfristige Wertschwankungen aushalten könnten. Als solche könnten sie für die Portfoliodiversifikation durchaus sinnvoll sein, sage Buckard. Nur als Cash-Parkplätze hätten sie ausgedient. (News vom 06.05.2016) (09.05.2016/fc/n/s)



Quelle: ac


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