Optionsscheine auf Hang Seng China Enterprises-Index: Chinesische Aktien vor dem Comeback - Optionsscheineanalyse

Freitag, 10.06.16 10:04
Optionsscheine auf Hang Seng China Enterprises-Index: Chinesische Aktien vor dem Comeback - Optionsscheineanalyse
Bildquelle: iStock by Getty Images
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave Unlimited-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL02S75 / WKN DL02S7) und einen Wave Unlimited-Put-Optionsschein (ISIN DE000DL02SN7 / WKN DL02SN) der Deutschen Bank auf den Hang Seng China Enterprises-Index (ISIN HK0000004330 / WKN HSCEI) vor.

An den chinesischen Aktienmärkten sei es zuletzt recht turbulent zugegangen. Es stelle sich nun die Frage, ob die chinesische Regierung in der Lage sein werde, für die notwendige Beruhigung zu sorgen.

Mitte 2015 und zu Beginn dieses Jahres seien die chinesischen Aktienmärkte von teilweise sehr heftigen Turbulenzen erfasst worden. Die Folge seien deutliche Kursverluste gewesen, nachdem die Pekinger Regierung zuvor den privaten Aktienbesitz gefördert und somit für eine wahre Euphorie unter Kleinanlegern gesorgt habe. Ein wichtiger Grund für die chinesischen Börsenturbulenzen und die in diesem Zusammenhang stehenden negativen Reaktionen der weltweiten Aktienmärkte seien Sorgen gewesen, dass das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stark zurückgehen könnte. Dies sei umso gefährlicher, da gerade China in den vergangenen Jahren als Wachstumsmotor der gesamten Weltwirtschaft gegolten habe.

Mit dieser Blütezeit scheine es nun vorbei zu sein. Allerdings hätten sich zuletzt auch nicht die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Laut Angaben der Pekinger Statistikbehörde sei das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 um 6,7 Prozent gewachsen. Eine Wachstumsrate, von der viele andere Volkswirtschaften dieser Welt nur träumen könnten. Dieses Wirtschaftswachstum dürfte letztlich auch den chinesischen Unternehmen und ihren Aktienkursen zugutekommen. Besonders interessant könnte dabei der Bereich Konsumgüter sein. Schließlich solle der Konsum im Verhältnis zu dem zuletzt geförderten exportorientierten Wachstum gefördert werden. Aktien von Unternehmen wie Alibaba seien aufgrund ihrer Präsenz in New York auch für westliche Investoren leicht zu handeln. Bei anderen Titeln sei dies nicht immer ganz einfach.

Ein Weg führe über die so genannten H-Aktien. Dabei würden Papiere von Unternehmen vom chinesischen Festland an der Börse in Hongkong gehandelt. Der wichtigste Index für die H-Aktien sei der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI), während zum Beispiel im Hang Seng-Index auch Unternehmen aus Hong Kong zu finden seien. Der HSCEI sei ein so genannter Preisindex, der Dividenden nicht berücksichtige. Er bilde die Wertentwicklung der in der Regel 40 größten und liquidesten chinesischen Unternehmen ab, die an der Börse Hong Kong als "H-Shares" gelistet seien.

Während chinesische Aktien von der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land profitieren könnten, bestehe gleichzeitig die Gefahr, dass Finanzmarktteilnehmer erneut mitansehen müssten, wie Börsenturbulenzen viel Wert vernichten würden. Schließlich bezahle die chinesische Regierung einen hohen Preis dafür, dass es nicht die so genannte harte Landung der chinesischen Wirtschaft nach den vielen Jahren des Booms gebe. Es stelle sich aber die Frage, ob es sich lohne, die Wirtschaft mit einer enormen Ausweitung der Schulden zu stützen. Dabei habe sich die Regierung ambitionierte Ziele gesetzt. Von 2010 bis 2020 solle eine Verdopplung des Pro-Kopf-Einkommens und des BIP erreicht werden. Auch deshalb solle die BIP-Wachstumsrate zwischen 2016 und 2020 bei mindestens 6,5 Prozent liegen. Sollten diese Ziele trotz hoher Schulden verfehlt werden, dürften dies zusätzlich schlechte Nachrichten für chinesische Aktien sein.

Spekulative Anleger, die jedoch steigende Notierungen beim Hang Seng China Enterprises-Index (HSCEI) erwarten würden, könnten mit einem Wave Unlimited-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,43, die Knock-Out-Schwelle bei 6.3331,2651 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei und auf fallende HSCEI-Kurse setzen möchte, erhalte mit einem Wave Unlimited-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,34; Knock-Out-Schwelle bei 11.552,5529 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu. (Stand vom 10.06.2016) (10.06.2016/oc/a/i)



Quelle: ac


Hier geht's zur Indizes-Startseite

News und Analysen

OTS: QC Partners / Neue Anteilklasse QC Partners: 4% Ausschüttungsziel p.a. ...

Neue Anteilklasse QC Partners: 4% Ausschüttungsziel p.a. für Top-Performance-Fonds Frankfurt am Main (ots) - Der Frankfurter Asset Manager QC Partners hat für den Volatilitätsfonds QCP Funds ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 14722

Titel aus dieser Meldung

Datum :
22.01.20
11.163,41
1,59 %

Was wir vom Fußball über die Aktienauswahl lernen können

Was wir vom Fußball über die Aktienauswahl lernen können
Jetzt rollt in der 1. Bundesliga wieder der Ball. An vielen Stammtischen wird dann fleißig auf die Ergebnisse der einzelnen Partien gewettet, und natürlich gehört auch der obligatorische Meistertipp zum Auftakt jeder Bundesliga-Saison dazu.
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr