Presse: Conti-Kapitalerhöhung - Banken sahnen kräftig ab

Mittwoch, 13.01.10 10:26
Presse: Conti-Kapitalerhöhung - Banken sahnen kräftig ab
Bildquelle: iStock by Getty Images

Hannover (aktiencheck.de AG) - Die beteiligten Banken haben bei der Kapitalerhöhung des Automobilzulieferers Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) einem Pressebericht zufolge kräftig Kasse gemacht. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) hätten die sechs Großbanken, welche an der 1,1 Mrd. Euro schweren Kapitalmaßnahme des im MDAX notierten Konzerns beteiligt waren mit Gebühreneinnahmen von knapp 4 Prozent etwa doppelt so viel eingestrichen wie sonst üblich. Dabei haben die Banken auf Initiative der US-Bank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) das Platzierungsrisiko übernommen, was grundsätzlich eine höhere Vergütung nach sich zieht. Laut dem Bericht habe Goldman Sachs dem Conti-Großaktionär Schaeffler über Weihnachten im Alleingang den Garantie-Deal vorgeschlagen, und damit die übrigen an der Kapitalerhöhung beteiligten Institute ausgestochen. Denn das von der Deutsche Bank AG ISIN DE0005140008/ WKN 514000) und JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) vorgeschlagene Konzept habe laut dem Bericht keinen Garantieerlös vorgesehen. Schaeffler, der Conti 2008 zu 90 Prozent feindlich übernommen hatte, wollte im Zuge der Kapitalmaßnahme unter allen Umständen sicherstellen, dass sein Anteil nach Vollzug der Kapitalerhöhung nicht unter 75 Prozent fällt. Gleichzeitig sollte mindestens eine Mrd. Euro erlöst werden, weil die Conti-Banken nur dann bereit waren, auslaufende Milliardenkredite zu verlängern.In der Finanzbranche stieß das Vorgehen von Goldman Sachs auf Kritik: "Goldman hat den Schaefflers an den anderen Banken vorbei eingeredet, dass es ein Platzierungsrisiko gibt", wird der Deutschland-Chef einer nicht beteiligten Investmentbank zitiert. "Am Ende hat man es in Herzogenaurach geglaubt." Man habe sich für die todsichere Variante entschieden. Damit seien aber Millionen auf der Straße liegen gelassen worden. "Gewonnen hat hier vor allem Goldman", hieß es.Bei Schaeffler fühlt man sich indes trotz höherer Gebühren keineswegs über den Tisch gezogen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Transaktion", bekräftigte ein Sprecher von Schaeffler am Dienstag. Die drei Institute äußerten sich nicht.Die Aktie von Continental notiert aktuell mit einem Plus von 0,88 Prozent bei 41,21 Euro. (13.01.2010/ac/n/d)



Quelle: ac


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