Pressestimme: 'Süddeutsche Zeitung' über Ungleichheit

Donnerstag, 10.06.21 05:35
Verschiedene Tageszeitungen auf einem Tisch.
Bildquelle: pixabay
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die "Süddeutsche Zeitung" über Ungleichheit:

"So ungerecht es sein mag, wenn ein Top-Manager das Hundertfache eines einfachen Angestellten verdient - Einkommensungleichheit ist nicht das Problem. Das Problem ist die Vermögensungleichheit. Das zeigen schon die Zahlen: Das mittlere Vermögen in den USA liegt bei 120 000 Dollar, das des Jeff Bezos angeblich bei mehr als 120 Milliarden. Er ist also nicht hundertmal reicher als ein Durchschnittsamerikaner, sondern eine Million Mal. Und selbst das ist noch nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist: Einkommen, Lohneinkommen jedenfalls, muss erarbeitet werden, Vermögen aber wächst aus sich selbst heraus weiter. Die Vermögensungleichheit zwischen zwei Menschen nimmt also zu, selbst wenn es die Einkommensungleichheit nicht tut. Die logische Folge aus dieser Erkenntnis wäre die Einführung einer Vermögensteuer - und zwar in letzter Konsequenz nicht zusätzlich zur, sondern anstelle der Einkommensteuer."/be/DP/fba



Quelle: dpa-AFX


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