Pressestimme: 'Süddeutsche Zeitung' zu Laschet

Mittwoch, 04.08.21 05:35
Verschiedene Tageszeitungen auf einem Tisch.
Bildquelle: pixabay
MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Süddeutsche Zeitung" zu Laschet:

"Wenn das so weitergeht, kann sich Armin Laschets wichtigstes Argument für Armin Laschet schnell gegen ihn drehen. Seitdem er sich um die Kanzlerschaft bemüht, hat der CDU-Chef sein Ministerpräsidentenamt stets wie die Vorstufe für das Regieren in Berlin beschrieben: Nordrhein-Westfalen als Bundesrepublik im Kleinen, Industrieland, Strukturwandel, Umweltschutz. Wer das größte Bundesland politisch führen könne, bringe auch die Voraussetzungen für die Republik als Ganzes mit. Wenn Laschet nun die Folgen der Flut und die Hilfe für die Opfer nicht in den Griff bekäme, schadet das nicht nur - und in erster Linie - den Betroffenen. Der Kanzlerkandidat ginge zudem in die Falle seiner eigenen Logik: Wer NRW regieren kann, kann auch den Bund regieren - wenn das stimmt, gilt auch: Wer nicht, der nicht. Laschets vermeintlich stärkster Punkt würde zur empfindlichsten Schwachstelle. Als Nachfolger der Krisen-Kanzlerin ein Krisen-Dilettant, diese Wahrnehmung kann ihn politisch Kopf und Kragen kosten."/zz/DP/nas



Quelle: dpa-AFX


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