Pressestimme: 'Südwest Presse' zur Reform des Katastrophenschutzes

Mittwoch, 21.07.21 05:35
Verschiedene Tageszeitungen auf einem Tisch.
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ULM (dpa-AFX) - "Südwest Presse" zur Reform des Katastrophenschutzes:

"Der Sündenbock ist tot - diese These hat der Kulturphilosoph René Girard schon vor Jahren aufgestellt. In modernen Zeiten funktionierten die hergebrachten Opferrituale nicht mehr, um einen Zusammenhalt der Gesellschaft zu erzeugen. Zu aufgeklärt und informiert seien die Menschen, als dass sie wirklich glaubten, alles werde gut, fände man nur einen Schuldigen und richtete ihn hin. Angesichts der Gnadenlosigkeit, mit der gerade über das Versagen bei der Hochwasserkatastrophe und damit indirekt auch über die Schuld am Tod von mehr als 160 Menschen diskutiert wird, könnte man den Eindruck gewinnen, Girard habe komplett danebengelegen. Zu einer aufgeklärten Gesellschaft gehört es, zunächst die Fakten aufzuarbeiten und dann das Urteil zu sprechen?- und nicht umgekehrt."/yyzz/DP/he



Quelle: dpa-AFX


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